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Der Israelit · 1900-04-30 · Heft 35 (30.4.1900) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 35 (30.4.1900)
Date
1900-04-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M SS Der Israelit. AenLrat-Hrgan für das orthodoxe Iudenlhum. Begründet von Dr. in Htninf. Montag, Ven 30. April 5660 (1900). Leitender Artikel. Die Krlhklllgunr am jööi^en iielioionönntetriöjt an Derliner Sdjulrn. 8. B crlcu, 23. AprU. Wie irn Vorjahre, so hat auch diesmal wieder das Konigl. Provilizialschulkollegiumdem hiesigen Gemein devorstand eine Uebersicht über die schulpflichtigen jüdischen Kinder in Berlin zugehen lasten, welche, der ergangenen Aufforderung ungeachtet, weder den von der Synagogengemeinde eingerichteten, noch anderen Religionsunterricht erhalten. Besonders interessante Ausschlüsse ergibt der zwischen den Jahren 1897—99 berechnete Vergleich, der überall eine erfreuliche Steigerung der Zahl der am jüdischen Religionsunterrichte i^heil nehmenden Kinder ersehen läßt. Während sich im Winter 1897—98 an den höheren Lehranstalten in Berlin und dem Prinz Heinrichs-Gymnasium in Schöneberg unter 3043 Knaben 133, im Winter 1898 bis 99 unter 3100 Knaben noch 108 befanden, die ohne Religionsunterricht waren, konnten in dieser Beziehung in diesem Winter nur noch 60 Knaben unter 2926 gezählt werden; der Procentsatz fiel demnach von 4,37 auf 3,48, auf 2.06. Bei weitem die erheblichste und natürlich uni so erfreulichere Verminderung zeigt die Zahl der an den öffentlichen höheren Mädchenschulen befindlichen Schülerinnen, die nicht am jüdischen Religionsunterrichte Theil nehmen. Das Jahr 1897 ergibt unter 1704 Schülerinnen 380, das Jahr 1898 unter 1725 Schülerinnen 309 ohne Unterricht, im letzten Wintersemester dagegen konnte nur noch bei 23 unter 1709 Schülerinnen die Nichttheilnahme am Religionsunterrichte festgestellt werden; procentualiter sank die Zahl demgemäß von 22,30 auf 17,87, auf 1,36. Geringer ist die Abnahme der Zahl bei den städtischen Gemeindeschnlen und den Privatschulen, doch schwankt hier die Verringerung immerhin noch zwischen ca. 3—5 pCt. Es ergaben sich folgende Zahlen: Für die städtischen Gemeindeschulen: [ 1897 Gesamintzahl. 1739 ohne Unterricht. 196 Procentsah. 11,27 Knaben . . 1898 1786 167 9,33 { 1899 1833 75 4,09 j 1897 1837 143 7,78 Mädchen. . 1898 | 1899 1827 115 6,29 1813 54 2.98 und für die Privatschulen: chesaniiiitzahl. { 1897 344 ohne Unterricht. 73 P .entsap. 1.22 c. 1,93 Knaben . . 1898 344 72 1 1899 372 69 13,55 j 1897 2011 320 15,91 Mädchen. . 1898 1960 220 11,22 l 1899 1967 143 7,27 Die jüdischen Schulen hatten in den drei genannten Jahren eine Frequenz an Knaben 612, 603 und 611, und an Mädchen 378, 385 und 414. Die Schlußzahlen für diese Uebersicht stellen sich für die genannten Arten der Schulen also folgendermaßen: Geiainiiitzohl. ohne Unterricht, •^locentfafe. i 1897 5738 402 7,00 Knaben . . 1898 5833 347 5,95 I 1899 5742 204 3,55 1 1897 5930 848 14,21 Mädchen. , ,! 1898 5897 644 10,92 ( 1899 5903 220 3 73 Eine zweite, ebenfalls vom Provinzialschulkollegium gefertigte, nicht minder interessante Tabelle, gibt die einschlägigen Zahlen der Schüler und Schülerinnen und zwar in der Trennung nach Schulklassen. Es läßt sich hier die sonderbare Thatsache constatieren, daß bei einigen Schularten, die am 1. Okt. 98 aufgenommenen Zahlen in völligem Gegensatz zu den am 1. Oktober

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