Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 34 (26.4.1900)
- Date
- 1900-04-26
- Page
- – (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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”'V"'' 95 Abendkurse für die Heranwachsenden und deren hervorragende Resultate im Laufe dieser acht Jahre. Der Redner fand allgemeinen Beifall; Herr Machuel antwortete darauf folgendermaßen: „Wir folgen mit dem grösstenInteresse Ihrem Werke, und seien Sie versichert, mit dem grössten Wohlwollen den Fortschritten, welche die israelitische Bevölkerung in Tunis macht. Wir beglückwünschen Sie zu dem neuen grossen Erfolge, und erkennen freudig Ihren unermüdlichen14 Eifer an. Herr|Pariente, dessen Ausdauer seiner Thätigkeit nicht nachsteht, hat, wie sein Vorgänger, es verstanden, die jungen israelitischen Leute zu einem Handwerk zu erziehen; es war nothwendig, die Jugend auf das Handwerk hinzuweisen, um sie vor dem Bettelstab zu bewahren. So leisten Ihr Lehrlingwerk und Ihre Ackerbauschule» in Djedeida grosse"Dienste, und versprechen;; Grosses für die Zukunft. Die Errichtung dieser Handelsschule, die wir heute ein weihen, entspricht nicht nur einem Bedürfnisse, sondern ist auch ein moralischer Erfolg. Der| Fachunterricht wird Ihre jungen Leute lehren, dass der Kaufmann in seinem Geschäfte nicht nur Ordnung und Thätigkeit, sondern auch eine genaue Kenntnisse über alles das besitzen muss, was zum Verkehr erforderlich ist. Ich beglückwünsche daher die Alliance Israölite und Herrn Pariente, und spreche meine besten Wünsche für den Erfolg und das Gelingen des Werkes aus.“ Diese Ehrung hat grosse Sensation gemacht. Der IRabbiner Arditti, Lehrer an der Alliance-Schule, hielt alsdann einen Vortrag über die Arbeit nach Bibel und Talmud; Herr Victor Scialom, Vicepräsident der Association, ehemaliger Schüler, sprach über die junge Vereinigung und*deren Dienste. Herr Pariente lud dann alle Theilnehmer zur Besichtigung der Schule ein. Diese Zeremonie hat auf alle Anwesenden einen grossen Eindruck gemacht. U i - J Reisebilder von Dr. Heinrich Loewe. (Nachdruck verboten.) (VII. Fortsetzung und ‘Schluss.*) Libanon! auch deinen Gipfel, Auf der Spitze des Sanin, Weil’ ich;,deiner Zedern Wipfel Sind mir grüner Baldachin. Auf den hohen Felsen platten Sitz’ ich wie auf einem Thron; Unter dichter Zedern Schatten Träum’ ich wie ein Königssohn. — jt So konnte nur der Romantiker singen, der niemals die Wallfahrt nach Palästina gemacht hat. Und wir fahren vorüber über den grünen Thalsohlen, an den blühenden Libanondörfern vorbei, immer höher und höher die Berge empor. s Bis wir in der Höhe von fast 1500 Metern den höchsten Punkt der Libanonbahn erreichen, haben wir immer neue Anblicke bald rechts bald links auf die tiefen Thalschluchten mit ihrem saftigen Grün und auf das Meer, das wie eine Braut sein Beirut küsst. Wo wir die langen Tunnels von El-Muderitsch und Chan Muräd durchlaufen haben, ändert sich mit einem Male das Bild. Das Meer ist verschwunden, und durch lange Bergreihen senkt sich die Bahn, indem sie langsam und vorsichtig an ihrer Zahnradstange hinabklettert. Wir umfahren den über 2000 Meter hohen Dschebel-Kuneise. Ihm gegenüber dehnen sich endlose Bergketten vom Dschenebel Bärük nach Süden. Die letzte Strecke führt uns schon durch die Hochebene, bis wir in El-Mullaka zu den Füssen des Sanin nach fünfstündiger^Bahnfahrt den Zug verlassen. Wir sind in der Mitte von C o e 1 e - Syrien. Briefkasten. A. M. in JD. Ich bitte höflichst, Ihrer Spendenliste in Zukunft hie Fassungzu geben, in der Sie dieselbe abgedruckt finden werden. Gutsterii in Würzburg. 20M. am 7.Februar d, J. richtig erhalten. B. Li. in W ürzburg. Die Angelegenheit, ist, wie in jedem Jahre, auch diesmal gewissenhaft hesorgt worden. N. E. in E. Unter diesen Initialen werden Sie Ihre am 24. Februar d. J. zugesandten 14 Mk. veröffentlicht finden. 2 M. wurden zu dem bewussten$Zweeke»verwendet, und 12 Mk. der Kasse „für höchst dringliche und edle Zwecke“ zugeführt. Lassen Sie gefälligst öfter von sich hören! i iä m i ■I *) 8. Nr. 731.