Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 26 (29.3.1900)
- Date
- 1900-03-29
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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f 'T vx>-'*<r» ys^wja'wtyp;-v 85 Zur freien Verfügung für höchst dringliche edle Zwecke. Aus Hesse« Nassau 7 M. Eltmaun S. Bachmann 10 M. Frankfurt a. Main. v. 8. 5 M. G. R. in H. 20 M. Groß Ttrehlitz H. B. 3 M. Großblittersdorf Bernard Borg sen. 5 M Hachenburg (Wsterwad). S. Rosenau: zum Äedächtnlsse an seine verstorbene Schwester ,-s"n 20 M. L K. N. 20 M. M. St in M. 5 M. M. 8. in VV : aus einem Vergleich 15.80 M. M. Sch. in M. 15 M. Reudamm Isidor Ephraim.- von einem Lottertegewinn 5 M. Obrigheim. Frau David Löwenstetn 5 M. Saargemüud Jacob Fohlen 3 M. Schlangen. B. M. Mch:r 20 M. Verden (Aller). Durch Lehrer M. Braunsberg aesammelt 8 M. Wanubach. Durch Karl Wollner: Ungenannt 12 M. Windsheim. L'hier S. Straub 8 50 M. Würzburg. Siegfried May r.- anläßlich des Ablebens seiner sel. Mutter 20 M. Weihenbrrrg i. E. Frau Samuel Gerschel 2 M. Alliance Israelite Universelle. Die Handwerksschule Jerusalems. (II. Fortsetzung.*) Neue Aufnahme. Eines der ernstesten Hindernisse der normalen Entwickelung der Schule war die schlecht eingerichtete Aufnahme neuer Lehrlinge. Man Hess Bewerber zu jeder Zeit des Jahres zu, ohne Rücksicht auf ihr Alter, auf ihren Bildungsgrad und auf ihre Pflichten als Familienväter. Diese Leichtigkeit der Zulassung war in gewisser Hinsicht anfangs nothwendig. Es handelte sich darum, unsere widerstrebenden Glaubensgenossen durch alle möglichen Mittel zur Arbeit mit der Hand heranzuziehen. Heute bittet man um Zulassung, und wir haben für jede freie Stelle mehrere Bewerber. Wir konnten, Dank dieser günstigen Wendung, eine Altersgrenze festsetzen, verheirathete Kandidaten zurückweisen, und einen gewissen Bildungsgrad verlangen. Wir sind im ersten Jahre nicht streng vorgegangen; dessenungeachtet ist eine bemerkbare Besserung zu verzeichnen. Auf die in diesem Jahre zugelassenen 42 neuen Lehrlinge kommen 15 Interne und 27 Externe. Diese letzteren sind nur auf eine Prüfung hin in die Elementarschule auf genommen worden. Die Wahl der Internen war mit einer oder vielleicht zwei Ausnahmen eine glückliche. Wir können nicht genug bitten, unseren Kollegen zu empfehlen, recht behutsam die Bewerber in deren eigenem Interesse zu wählen. Ein geschickter Handwerker hat viele Aussicht, sich schnell einen Weg zu bahnen. Die von dem Centralcomitö festgesetzten Bestimmungen entsprechen diesem Bedürfnisse. Unsere Kollegen mögen sich dafür erwärmen! Unterricht der Lehrlinge. Wir sind dem *) S. Nr. 730. Centralcomite sehr dankbar für die Opfer, welche es sich auferlegt hat, um den Unterricht der Lehrlinge zu regeln. Früher war es uns nicht möglich, ein ernstes Programm anzunehmen und regelmässige Klassen einzurichten. Unsere Schüler waren von gar verschiedener Stärke oder vielmehr Schwäche, und betrachteten den Unterricht als fakultativ. Wir konnten unsere aufgenommenen Schüler in vier Klassen eintheilen. Die Bildhauer und die Anfänger in den anderen Handwerken treiben das Ornamentzeichnen von 1—2 Uhr Nachmittags. Die übrigen Lehrlinge treiben das Linear-Skizzenzeichnen, oder bedienen sich der Werkzeuge, Jeder nach seinem Gewerbe. Dieser Unterricht geschieht unter der Leitung der Meister. Unsere Lehrlinge befleissigen sich gern dieses Studiums und machen bemerkbare Fortschritte. Die übrigen Fächer werden im Winter von 5—6 Uhr Abends, und im Sommer in 2 Stunden, Morgens und Abends, gelehrt. Unser Programm enthält zu meinem grossen Bedauern keinen Zweig des technischen Unterrichts, einer Wissenschaft, die dem Gewerbe doch so nothwendig ist, auch nur etwas über Buchführung, ein wenig über den Kauf des Materials und über den Preis des Wiederverkaufs. Wir sind im ersten Jahre der Einrichtung. Unsere Schüler sind noch nicht im Stande, diesen Lektionen nutzbringend zu folgen. Wir haben uns auf das Nothwendigste beschränkt. Wenn unsere Schüler genügend vorbereitet sein werden, so hoffe ich, ihnen genügende theoretische Kenntnisse beizubringen, welche sie bei verständiger Ausübung ihres Gewerbes nöthig haben. (Fortsetzung folgt.)