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Der Israelit · 1900-03-22 · Heft 24 (22.3.1900) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 24 (22.3.1900)
Date
1900-03-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
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486 gegeben. Hoffentlich gelingt es den Bemühungen der Polizei, das Mädchen wieder heil und gesund zur Stelle zu schaffen. Könitz, 21. Marz. Hier hat ein Mvrd unter ge heimnißvvllen Umständen stattgefunden. Die „Staatsbürgerzeitung" beeilt sich, daraus mit allen Regeln der Kunst einen R i t u a l m o r d zu sabriziren. Wie lange noch, Catilina? Schweiz. Bern, 8. März. Man sendet uns folgenden Brief: In Nr. 18 Ihres Blattes wurde unter „Schweiz" das jüdische Gemeindeleben und der koscher Fleischverkauf unserer Stadt einer scharfen Kritik unterzogen. Unterzeichneter, der sich zwar nicht gerne in eine Zeitungspolemik einläßt, findet sich indeß doch veranlaßt, diesen Auslassungen entgegen zu treten, da er sich in seiner Eigenschaft als jüdischer Metzger und Restaurateur nicht nur geschädigt, sondern auch noch in seiner Ehre angegriffen sieht. Was unser hiesiges, jüdisches Gemeindeleven anbetrifft, will ich nur beiläufig bemerken, daß solches zu keinen Zeiten, nicht einmal zur Zeit, als noch ein Rabbiner hier waltete, ein friedlicheres und harmonischeres war. als gerade jetzt, ausgenommen, wenn hie und da einmal ein jüdischer Student, der erst alle Wohlthaten von uns genossen, zu Hetzen anfängt. Seit dem Schächtverbot bei uns führt der Unterzeichnete einen koscher Fleischverkauf und kann dieses Fleisch von keiner Seite anders als wirklich koscher bezeichnet werden. Geschlachtet wird das Vieh an der schweizerisch-französischen Grenze und erhalte ich solches unter Aufsicht seiner Ehrwürden, des Herrn Rabbiner in Chauxdefonds. In meinem Lokale führe ich kein anderes als koscheres Fleisch und geschieht der Verkauf unter Aufsicht unseres ehrenwerthen Cantors, Herrn Bloch. Ich finde es für überflüssig, die Religiosität meiner Familie hier zu erörtern, da solche bei allen denen, die die Wahrheit lieben. genügend bekannt ist. Was ferner noch mein Geschäft anbetrifft, so bleibt dasselbe an Samstagen und Feiertagen geschloffen. Als wahr muß ich zugeben, daß der Pensionspreis in einer Volksküche, wozu die Einrichtung von wohlthätigen Leuten gestiftet wurde und wo für 50—100 Personen gekocht wird, billiger zu stehen kommt, als in einer Pension, die den heutigen hygienischen Ansprüchen entspricht. A. Dreyfu ß. Oernrischtes. Berlin 20. März. Sc. Majestät der Kaiser hat unserem Glaubensgenossen, dem Privaldocenten an der hiesigen Universität litular Professor Dr. Hermann Dessau, aus Anlaß der 20 jähr. Jubelfeier der Berliner Aeademie der Wissenschafien, den Rothen Adlerorden vierter Klasse verliehen. ER. Glogan Frau Rentiere Louise Sommerfeld, Schwiegermutter des Herrn Reniier Eduard Mamlok hier selbst, hat der israelitischen Gemeinde zu Wreschen Prov. Posen, ihrem früheren Wi kungsort, ein Legat in Höhe von 15,000 Mark üverwiesen. Paks. An Purim Koton feierte die hiesige Gemeinde den alljährigen Sium Ha'chaß der Schaß-Ehemra, an dem auch viele Fremde Theil nahmen: der Rabbiner hielt .ine prachtvolle Dera'chah. Das Fest.dauerte bis nach Mitternacht. Tan AranciSea. Ter verstorbene Millionär Kapt. Fried mann bat, wie seiner Vaterstadt, Milan in Rußland, so auch die gleiche Summe von 250 000 Dollars (über 1 Will. Mark den, hiesigen israelitischen Heim für arbeitsnnsäbiae. alte Ve ite vermacht, welches dadurch - zu einem der reichsten derartigen Institute des Laudes wird. Briefkasten der Redaetion. I. Pesach: Wir sind mit Vergnügen bereit, Ihrem oicsbezüglichen Wunsche zu entsprechen. Ein diesbezüglicher Artikel folgt demnächst. Briefkasten der Expedition. S. G. in D.r Betrag von Mk. 10.--, den wir zu be stimntien Zwecken vr wendeten, haben dankend empfangen. N. N-, Frft. r Betrag für Nr. 1'7ll erhalten. An unsere verehelichen Abonnenten in ^stpreutzeir u. Posen. Wir erhielten in jüngster Zeit ans dortigerGegend eine große Reihe von Rerlainationen wegen verspäteten Ein Irenens unseres Blastes. Wir haben infolgedessen die Angelegenheit untersucht und gefunden, daß das Verschulden nicht auf unserer Seite, sondern aus Sei en bet Post liegt. So ist bei einem Abonnenten aus dortiger Gegend unser Blatt vom 8. dss. 'Mts., das den Poststempel trug, „Mainz, 8. März", erst aut 14. daselbst eingetrosten. Wir werden die Sache weiter untersuchen und die eventl. Antwort der Postverwaltung in diesen Blättern mittheilen. Expedition des „Israelit". (?>er Zug nach lnruriöser Verbesserung der täglichen Gebrauchögegenstände hat auch im Laufe der Zeit seinen Einfluß ans Eultus gegenstände geltend gemacht u. moderner Geschmack und Bequemlichkeit geben bei Ausstattung unserer Ritualien ebenfalls Re Richtung. Eine uns von der Firma Gebr Nicderlhofhtim in Frankfurt a zur Ansicht gesandte "1117 Schüssel bestätigt vorerwähntes Zeitbild, da diele Schussel was. Bequemlichkeit u. Lurus betri tt, für billiges Geld alles überbietet, was bislnr darin geleistet ist worden. Als Zierde für jeden "HD können wir solche tvärmstens empfehlen. [* Schillerstr. 41. Frankfurt a. M. tii Giüi neben Cafß Bauer -JJ-jf-Jf Sensal: Für Immobilien-Hypotheken und Finanzirungen. [6857 Bi

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