Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 19 (5.3.1900)
- Date
- 1900-03-05
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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24 4. Bei Fürst, bibliotheca judaica T sub Adler findet sich eine komische Verwechselung-, indem dort der getaufte Jacob Chr. Adler als Verfasser der Abschiedspredigt in der Synagoge zu Oldenburg angeführt wird, die Dr. Nathan Adler dort gehalten hat. Litterarisches. Kommentar des R. A bigedo r Cohen Ze dek zu Schir haschiriin. Zum ersten Male herausgegeben und bearbeitet von Jacob Bam berger. Aschaffenburg. Selbstverlag. 39 S. 1899. Die vom Herausgeber benutzte Handschrift enthält den Kommentar zum Pentateuch zu den fünf M-gillot und einzelnen Haftorot. Der Verfasser beabsichtigt zu gelegener Zeit die Veröffentlichung des ganzen von ihm schon kopirten Manuskripts. R. Abigedor Cohen Zedek gehört zu den letzten französischen Tos.ilisten. Bei der Vertreibung der Juden aus Frankreich musste er seine Heimath verlassen und finden wir ihn zuletzt in Wien. In den bedeutenden tnlmudischen und halachischen Werken des dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts wird er viel genannt. Der uns vom Herausgeber verheissenen Biographie sehen wir mit vieler Freude entgegen. Der vorliegende Kommentar zum hohen Liede ist interessant und regt an vielen Stellen zu fruchtbaren homiletischen Betrachtungen an. Die häufig vorkommenden treffenden Gematriot erinnern an den bekannten Thorakommentar des Verfassers der Turim. Die zahlreichen Noten des Herausgebers sind sehr lehrreich, es befinden sich darunter auch einige Bemerkungen seines berühmten Vaters R. Simon Bamberger. Hoffen wir, dass dieser vielverheissendeu Probe, bald die anderen erhaltenen Schriften des R. Abigedor Cohen Zedek folgen werden. Historische Berichte über die Juden der Stadt und des ehemaligen Fürstenthums Aschaffe n bürg. Herausgegeben von Salomon Bamberger, Strassburg i. E, Verlag von Josef Singer. 1900. VI. B., 112 Seiten. Jüdische Städtegeschichte begriissen wir stets mit Freuden. Erst wenn die Schilderungen der alten jüdischen Gemeinden in den meisten deutschen, von Juden bewohnten Städten uns vorliegen werden, wird es möglich sein, eine Geschichte der Juden unseres Vaterlandes zu schreiben, die sich frei von willkürlichen Darstellungen hält und mit der Mittheilung blosser Vermuthungen spirsnm sein kann. Dem localen Specialisten entgehen wichtige Einzelheiten nur selten und seine Kenntniss der Stadt- und Gemeinde- Verhältnisse bewahrt ihn vor manchen Fehlern, die der Fremde kaum vermeiden kann. Auch wird der Fleiss und die Arbeitslust des Stadtbiographen durch die Liebe zur Vaterstadt oder zum Aufenthaltsort angespornt auch das unscheinbarste und verborgenste Aktenstück zum Gegenstand seiner Studien zu machen. Der Verfasser der vorliegenden Schrift hat ein reiches Aktenmaterial gesammelt, das uns unter seiner Führung ein anschauliches Bild der Schicksale der jüdischen Gemeinde Aschaffenbnrgs seit Mitte des siebzehnten Jahrhunderts gewährt. Aus fleissig gesamme’ten, sonstigen zerstreuten Notizen erkennen wir, dass schon seit dem zwölften Jahrhundert sich Juden in Aschaffenburg befanden und dass die dortige Gemeinde von Jahrhundert zu Jahrhundert an Bedeutung zunahm. Wir sind dem Verfasser, einem Sohne des unvergesslichen Rabbi Simon Bamberger, dessen Andenken die Schrift gewidmet ist, für seine emsige Arbeit und für die anziehende Darstellung eines zum ersten Male behandelten Themas zu grossem Dank verpflichtet. Briefkasten der Redaktion. Herrn Rabbiner Dr« R. in .Sch.: Ihr Aufsatz wirddemnächst veröffentlicht. Besten Dank. Herrn Lehrer .Sch. in : Karte dankend erhalten. Ihren Zusendungen sehe gerne entgegen. Herrn Kabbiner Dr. <j>. in D Ihre Arbeit folgt in nächster Nummer. Meine Sendung halten Sie wohl erhalten. Herrn Rabb.-Kand. B. in A.: Ihre Dissertationsarbeit, die ich mir zur Einsicht erbitte, kann veröffentlicht werden, wenn sie nicht zu umfangreich ist. Herrn Rabl» Dr. K. in P.: Ihre Arbeit ist viel zu gross für unsere Blätter; ich bitte um Ihre Beiträge in kleinerem Umfang. Mse. steht zu Ihrer Verfügung. Herrn Dr. I W. in H : Arbeiten aus den bezeichne ten Gebieten sind stets willkommen. Inhalt* Die Juden im Eisass vor und während der Schreckensherrschaft. — R. Abigedor Cohen Zedek. — Znr Geschichte der Juden in Worms — Biographische Skizzen. — Zur Namenkunde. — Litterarisches. Verantwortliche Redaction: Rabbiner Dr. Löwenstein in Mosbach (Baden). — Druck und Verlag der Joh. Wirt b 'sehen Hofbuclulrnckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.