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Der Israelit · 1900-02-28 · Heft 18 (28.2.1900) · page 39

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 18 (28.2.1900)
Date
1900-02-28
Page
– (sequence 39)
Language
German
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Arbeiter. | i Jahre.) Seelen. i Jahre. Seelen. Mosche Kipnis 6 | 5 Elieser Grabowski, Feldscher 9 6 3 Salomon Eisenberg 5 | 7! Jisrael Teller, Lehrer 1 1 6 Nathan ael Masc6 7! 3 1 Wolkomitscb, „ 1 1 1 Kalmann Grabrieloff 6; 4 Rosen, „ 6 3 1 Schalom Sosiow 6 3 ein Talmudlehrer? 2 4 Jischak Altschuler 6! 6 ein onw? 9 4 Pinchas 0 scher ow Löb Danilewitsch Elijahu Gläser 7! 6 7 i 4 | 6 j 3 Adm. Levin—Epstein 7 7 7 26 Mordechai Gardinsky Jisrael Sacharow Schinion Weinbaum 7 : 3? 1 2 : 7 | 7 | Im Ganzen 202 Seelen. Jakob Liew 7; 3! i Ausserdem gehört zu Rehöbhöth die kleine Chaim Hochmann 6 5! j Kolonie „E s r a“, wo fünf jüdische Arbeiter ange- Jizchak Bruskm 3 3 I 64 | 1 siedelt sind und Häuschen nebst Stallang, sowie I je 10 Dnnam Gemüseland besitzen. Dr. Heinrich Loewe. Alliance Israelite Universelle. 1. Lehrlingswerke* Die Allianz unterhält heute ein Lehrlingswerk in fast alllen Städten, in denen sie eine Schule besitzt; sie sorgt gleichsam für die Lehrlinge in mehreren Orten, wo noch keine Schule der Allianz besteht, namentlich in Carbanat, Ohio, Rodosto u. s. w. Die Zeiten liegen fern, in denen die Allianz gegen die Ansichten der Eltern zu kämpfen halte; ihre Kinder ein Handwerk lernen zu lassen, schien den Eltern ehemals eine Schande. Heute wird das Lehrlingswerk überall mit Freuden aufgenommen und die Direktoren sind genöthigb, Aufnahmegesuche zurückzuweisen, um die Handwerke nicht übermässig anwachsen zu lassen. Dieses Resultat ist zum grossen Theile dem wohlthätigen Einflüsse der Schule zu verdanken. Unglücklicherweise dauert der Kampf gegen die Unduldsamkeit der christlichen und muselmänischen Vorgesetzten fort, wenn derselbe gegen die Vorurtheile der Eltern aufgehört hat. Jene verweigern häufig, jüdische Lehrlinge anzunehmen. Zur Zeit sind aus den meisten Korporationen die jüdischen Lehrlinge streng ausgeschlossen. Daher kommt es, dass die Zahl der Lehrlinge nicht oder nur unbedeutend wächst. Um dieser Unannehmlichkeit entgegen zu treten, hat das Comitö in verschiedenen Städten Ateliers eingerichtet, aber diese Einrichtung hat geringe Resultate gehabt, und das Comitü ist dazu geführt worden, sie eingehen zu lassen. Die Allianz besitzt nur in Jerusalem Ateliers. Weiter unten folgt ein besonderes Kapitel über das gewerbliche Werk der Allianz in dieser Stadt. Das Central-Comitö beschäftigt sich angelegentlichst mit der Veränderung der Werkstätten der jungen Mädchen. Bis jetzt lehrte man fast nur das Nähen in diesen Werkstätten, und man läuft Gefahr, eine Ueberzahl zu schaffen, wenn man immerfort neue Näherinnen heranbildet. Das Comit6 sucht, andere Gewerbe zu lehren, aber die Industrie ist in Ländern des Orients oder in Marokko noch so wenig entwickelt, dass man fast unüberwindlichen Schwierigkeiten begegnet, wenn man ernstliche Gewerbe einführen will. Die Handwerksschnle Jerusalems. Jm Jahre 1882 schuf die Allianz zu Jerusalem ihre erste Anstalt; zuerst eine einfache externe Schule, entwickelte sich die Anstalt unter der geduldigen Arbeit und den wunderbaren Anstrengungen des Herrn Nissim Be har bald zu einer Elementarschule, zu einer Reihe von Werkstätten, wo man verschiedene Handwerke lehrte, und zu einem Internate. Im Jahre 1897 bestimmte das Comit6, die verschiedenen Zweige zu trennen, da die Vereinigung eine zu komplizirte Verwaltung erforderte. Die Elementarschule wurde von den übrigen Zweigen vollständig getrennt und unabhängig, und einer besonderen Direktion unterworfen Sie zählt heute über 800 Schüler, und wird bald in einem Gebäude untergebracht, welches seiner Einrichtung gemäss tausend Kinder aufnehmen kann. Die Werkstätten sind der Direktion des Herrn Ante bi, früherem Schüler der Kunst- und Gewerbeschule von Ohaions, unterstellt, und das Internat wurde der Frau Antebi anvertraut.

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