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Der Israelit · 1900-02-28 · Heft 18 (28.2.1900) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 18 (28.2.1900)
Date
1900-02-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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WWWVWUWWWWM 348 gleichem Anlässe an seine Diocesangeistlichteit nachstehenden Hirtenbrief gerichtet: „Im „Altkotmany" sind unter dem Titel „Der Nameßtrer Mord" zwei Artikel erschienen, in denen der gewaltsame Tod eines zwölfjährigen Knaben Namens Johann Chochlan in bewußter Absicht auf Grund leerer, jeder Unterlage entbehrender Gerüchte, unter Aufbauschung an sich völlig unbedeutender Dinge in so tendenziöser Färbung dargestellt worden, als ob der genannte Knabe das Opfer eines sogenannten „Ritualmordes" sei. Der Ton, der in jenen Artikeln angeschlagen wird, beweist, daß der Verfasser es geradezu auf die Aufwiegelung der Gemüther abgesehen hat. Ich kann es nicht glauben, daß ein Geistlicher meiner Diöcese sich so weit vergessen hat. Ich kann es nicht glauben, daß unter Ihnen auch nur ein Einziger sich befindet, der, von der Agitation verleitet, im Stande wäre, einen solchen Feuerbrand unter die Massen zu werfen, welche, durch Unwissenheit und Vorurtheil befangen, so leicht entflammt werden. Aber eben deßhalb, weil in der Einbildung des unwissenden Volkes ein leichtfertig hingeworfenes Wort unberechenbare Folgen nach sich ziehen kann, wenn der Seelsorger sich nicht gleich am Anfänge in's Mittel legt, wolle das hochwürdige Decanat unverzüglich sämmtliche Geistlichen, ganz besonders aber die Nameßtoer. auf die unabsehbaren Eonsequenzen solcher Agitationen aufmerksam machen und es ihnen an's Herz legen, daß sie im Bewußtsein ihrer schweren Veranwortung mit der ganzen Wachsamkeit ihrer priesterlichen Weisheit auf der Warte stehen mögen, damit nicht die Gläubigen nachher unter dem, durch das böswillige, leichtfertige Treiben Anderer verursachten Schaden zu leiden haben. Wir erwarten über die Vorkommnisse baldige, eingehende Meldung und bleiben Ihnen mit oberhirtlichem väterlichen Segen aufrichtig gewogen. Bischöfliche Residenz zu Zips. Paul m. p., Bischof." Der teufliche Anschlag, ein Aufflackern der Judenhetze hervorzubringen, wird in unserem bisher glücklich davon verschonten Lande, mit Gottes Hilfe nicht gelingen. Aber die wirthschaftliche Existenz unserer Glaubensgenossen in der Arwa und Lipto haben diese gehässigen Umtriebe schwer geschädigt. „Doch Israel wird nicht zu Schanden auch in Zeiten des Mangels." Briefkasten der Redaetion. Uns ist augenblicklich eine Bezugsquelle für koscher Därme nicht! bekannt. Vielleicht kann uns einer unserer Leser Auskunft geben. Herrmann und Jettchen Müller sche Allgemeine Wohlthätigkeitsstiftung. Aufgabe der Stiftung ist: a. Die Förderung und Unterstützung von Einrichtungen und Veranstaltungen für Erziehungs-, Unterrichtsu. Wohlthätigkeitszwecke, sowie sonstiger gemeinnütziger Zwecke innerhalb des Iudenthums. b. Die Unterstützung hi fsbedürftiger iöraelit. Glaubensgenossen, jedoch nur soferne die Gewährung im mittelbaren oder unmittelbaren Interesse des Iudenthums ist. (Andere Unterstützungsgesuche rönnen nach dem Stiftungsstatute keine Berücksichtigung finden.) [1629 c. Die Verbesserung der bürgerlichen Stellung der Juden. Die Verb.fchetdung der Gesuche, welche bis spätestens Dienstag, den 20. März l. I. an die unterfertigte Cultus- Verwaltung einzureichen sind, geschieht ohne Rücksicht auf Ort und Land der Petenten. Die Verwaltung der isr. KultuSgemcinde München : Der I Vorstand: Ter Sekretär: Ofner, Rechtsanwalt._Rein, Rechtsanwalt. Frankfurt a. M. Schillerst!*. 41. fl neben Caftf Bauer -Jf-Jf-jf Sensal: Für Immobifien-Hypotheken und Finanzirungen. [6857 Ättf t t ö e rr. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. 'chtntz btt Insrrairnaunahwr ist Net«: für die Montagsnnmmer, Sonntag Früh v Uhr, für die Donnerstagsnummer. Mittwoch Mittag 1» Uhr. lnftr KtaN getaugt regetmäistg Montag und Donnerstag in den Abendstunden rum Drrs ndt. Wectamationrn wegen r» späten Eintreffen» oe- «de «an bet der detreffrnden Postaustalt ja machen. Offerte« ans Ehifferannoncen werden täglich, mit Ausnahme von Samstag und Sonntag, - ' weiterbefSrdert. Qesucht per sofort ein durchaus tüchtia. Mädchen JSr., welch, felbstständ. kochen kann und etwas Hausarbeit übe> nimmt bei h»hem rohn [1874 Gefl. Anfragen erbittet Frau Lin» Rosenheim, Bad Ems. Es ist nicht einerlei, welchen «affee die sparsame HauSsrau kaust, detz halb mache diese den Versuch mit Cossmano’s gebr. Java-Kaffee & 60, 68, 70, 75, 80, 85, 90. «. 95 Pf. per */t Pfund Packet Derselbe besitzt die höchste Ergiebigkeit. Ans HDB «ut Aufs ft. Ehrw Herrn Rabb. Dr. Trank in Köln. Cln mein. Weiß, Woll ** u. Baumwollwaaren- Geschäst Eugros u. Eudetail findet ei» (1786 JCehrling, Sohn achtbarer Eltern, Aufnahme. Borkenutniffe erwünscht. Kost u. rogis im Haufe. Samstags n. Feiertags geschloffen. F. S. Frreüberger, Jchenhause«, Bayern.

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