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Der Israelit · 1900-02-08 · Heft 12 (8.2.1900) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 12 (8.2.1900)
Date
1900-02-08
Page
– (sequence 28)
Language
German
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unb humanitäre Wirksamkeit im Geiste seiner frommen und edlen Begründer fortzusetzen. . 'ist nxj1? man vbw -ty Den Vorstand des Vereins bilden zur Zeit die Herren Moriz Feuchtwanger, Vorsitzender, Isidor Neuburger, Cassier. Josef Spanier, Schriftführer, Max Wolf, Controlleur. Max Guggenheimer, Simon Leiter, LazaruS Marx, Beisitzer. Aus der bayrischen Pfalz. (Wegen Raummangel unlieb verspätet.) Am 25. Dezember v. I. feierten Herr David Löwen st ein und Frau I o Hanne t t e, geb. Levy, in Obrigheim ihre goldene Hochzeit. Das Jubelpaar sah bei dieser Gelegenheit alle seine Kinder und seine 23 Enkel um sich versammelt. Der ganze Ort nahm den lebhaftesten Antheil an dieser Feier. Der israelitische Vorstand, der Bürgermeister, sämmtliche Gemeinderäthe wohnten dem Festessen bei. Der Bürgermeister feierte das Jubelpaar in einer schwungvollen Rede. Herr Bezirksrabbiner Dr. Salvendi und seine Frau Gemahlin beehrten das Fest durch ihre Anwesenheit. Lieder des Gesangvereins beendeten die Feier. Möge dem gottlob noch sehr rüstigen Paare noch eine lange Reihe ungetrübter .Jahre beschicken sein. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Honnona, im Schewat. Die hiesige Schaß Chevrah feierte dieser Tage ihren Sium, aus welchem Anlasse eine Sudas Mizwah veranstaltet wurde. Die zahlreichen Lomdim beendeten die ihnen zugetheilten Tractate und die hervorragenderen Bnei Thora hielten auch Ansprachen. Nachdem die einzelnen Masechtoth wieder vertheilt wurden, gingen die Mitglieder auseinander mit dem Wunsche:! Szeniez, im Jan. Die hiesige Chatz-Chewra, die schon über 150 Jahre besteht, veranstaltete eine herrliche Szijum-Feier, die mit einem gelungenen Festmahle endete. Rabbiner und Schriftgelehrte hielten Tischreden und ermahnten die Laien, für das Thorastudium warmes Interesse zu pflegen. Erst drei Uhr nach Mitternacht war das schöne Fest zu Ende. Kesmark, im Jan. Hier wurde ein jüdischer Jugendverein gegründet, der sich zur Aufgabe stellt, den religiösen Sinn bei der Jugend zu wecken und namentlich durch Vorträge und periodische Vorlesungen belehrend zu wirken. Auch die Gemeindemitglieder begleiten die Wirksamkeit dieser neuen Institution mit regem Interesse, denn man überzeugte sich bald, daß die Gründer dieses Vereins tatsächlich Thora und Jirab vor Augen haben. Der fromme und gelehrte Rabbi Israel G l ü ck, der schon mehrere Jahre als Rabbiner der Chaß-Chewrah — eine der größten u. angesehensten in Ungarn — allabendlich Thalmudvorträge hält, wurde auch vom Tifereth Bachurim als Vereinsrabbiner ausgenommen und hat derselbe auch schon mit den regelmäßigen Schiurim am Sabbat und Sonntag begonnen. Rabbi Israel Glück, der seit fünf Jahren allsabbatlich eine Deraschah hält, ist als vorzüglicher Maggid gekannt und geehrt. Seiner Frömmigkeit und überzeugenden Beredtsamkeit wird es gelingen, auch in dieser Anstalt zur Förderung von Thora und Jiroh segensreich zu wirken. Herr Heinrich Deutsch, der sich um die Gründung des Vereines große Verdienste erworben, wurde zum Ehenpräses ernannt. Auch der materielle Bestand dieser Ehewra erscheint vorläufig gesichert. Sprcchsaal. Der leitende Artikel zu Nr. 9 des „Israelin", ist voll und ganz in meinem Sinne geschrieben und ich bin auch davon fest überzeugt, daß die Gründung eines Rabbiner- Vereins, wie ihn Herr Dr. Bamberger in genanntem Artikel einvsiehlt, ganz besonders in der Prov. Posen zu Stande kommen würde, wenn einer meiner Herren Kollegen die Sache in die Hand nehmen möchte. Jedenfalls gestatte tch mir auf diesem Wege die Herren Rabbinen der Provinz Posen ergebend zu ersuchen die (Srünbunn eines Rabbiner- Vereins» der den Zweck haben soll, von Zeic zu Zeit talmudisch-ba'achische CTjj; zu besprechen, näher treten zu wollen. Da die Herrerr Rabb der Prov. Posen größten rheils n"n sind, so b rf ich hoffen, daß die Anregung des Herrn Tr. B. dr: Gründung des genannten Vereins herbeisühren werde. rrHNnn mm Schön lanke, im Februar. S. W ä l d l e r, Rabbiner. Fragekasten. Im Dezember erließ das unterfränkische Bezirksamt M folgende, mir dem Inhalte nach noch bekannte Verordnung : „Alle Fleifchlheile die behufs Feststellung ihrer rituellen Brauchbarkeit durch den Mund oder ein Gerüche, wie Blasebalg, ausgeblasen wurden, sind als gesundheitsschädlich vom weiteren Genüsse ausgeschlossen". Sind den Leiern des „Israelit" wissenschast liehe Kapazitäten bekannt, die z. B. das Ansblasen der Lunge, worauf es dem Schochet besonders ankommt, als gesundheitsschädlich erklärt haben? Ist eine ähnliche Verordnung auch schon anderswo erlassen worden? Briefkasten der Redaktion. Auf viele Anfragen: Tie Gesellschaft Maggi in Berlin wollte ihre Präparate im Annoncentheil unseres Blattes empfehlen, da wie sie schrieb, ihre Suppenwürze von jüdischer Seite als rituell erlaubt bezeichnet worden sei. Wir ba'en hieraus die Gesellfcha't die Herstellung ihres Fabrikates unter die Aufsicht eines Beamten der Hildesheimer'schen Gemeinde zu stellen. Die Gesellschaft antwortete uns indeß hierauf, daß sie bedaure unserem Wunsche nicht entsprechen zu können, da die Herstellungsweise ihrer Maggi- Würze GeschLftSgeyeimnin sei. Solange dies letztere nun der Fall, kann das Fabrikat für jüdische Haushaltungen als zulässig nicht bezeichnet werden. I. G. in Agran: ür Ihre Anregung besten Dank. Ihrem Wunsche soll entsprochen werden. Briefkasten der Expedition. M. V. in O.: Betrag von Mk. 10.— dankend empfangen. I. B. I.: Betrag empfangen.

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