Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1900-02-08 · Heft 12 (8.2.1900) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 12 (8.2.1900)
Date
1900-02-08
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2449049-2449062--50047-2500505
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

uns zu ganz besonderer Pflicht macht, diesen Armen im heiligen Lande zur Deckung ihres „Mazzos-Bedarfes" zur Seite zu stehen. Ich stelle daher wie alljährlich die höfliche und dringende Bitte an Sie, eine Sammlung zu „Mazzos" in Ihrer Gemeinde vornehmen und das Erträgniß baldigst anher einsenden zu wollen, damit diese Spenden rechtzeitig ihrer Bestimmung zugeführt werden können. Die öffentliche Rechnungsablage erfolgt wie bisher. Tetttveiler (Elsaß). Der hiesige Synagogendiener, den seine Frau seit einigen Jahren freiwillig verlassen hatte, um ihren Lastern besser fröhnen zu können, erhielt die dieserhalb im Armenwege und -Rechte eingeleitete Ehescheidung. Kurz daraus ließ er sich wieder standesamtlich trauen, und kam auch bald darauf mit seiner Neuerkorenen hier an, mit der festen Behauptung, in einem kleinen Städtchen des Unter-Elsa ffeZ vom dortigen Rabb. die pn-P nach bic&'invor-, (ohne den hierzu erforderlichen v:) erhalten zu haben. So unglaublich und unwahrscheinlich dies auch klang, strebte man doch dieser zweifelhaften Thatsache auf den Grund zu kommen, und erfuhr man, daß die Trauung von keinem Rabbiner, ebensowenig von einer hierzu autorisirten Person, sondern bloß von einem Privatmanne, der zwar im Rufe eines rmn bvz stehen soll (ohne v: ) vorgenommen worden sei. Aus diesem Grunde sah sich daher die hiesige Gemeinde veranlaßt, den Synagogendiener f o f o rt seines Amtes zu entheben. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Lerajewo. Bor einigen Tagen fand hier die feierliche Einweihung eines von einem spaniolen Vereine gespendeten neuen „Sefer Thora" in wahrhaft echt jüdischem Sinne statt. Der spaniole Tempel war dicht gefüllt von Männern, Frauen und Kindern. Herr Rabbi Mose M a e st r o hielt eine begeisternde und die hehre Bedeutung der Feier schildernde, unter Zugrundelegung schöner Talmud- und Midraschstellen und sinniger Auslegung derselben, dreiviertel Stunden dauernde Rede. Herr Abraham A b i n o n , Oberchacham, durch sein tiefes, immenses Wissen in der jüdischen Literatur, sowie durch seine ungeheuchelte Frömmigkeit und große Bescheidenheit bei Allen geehrt und geschätzt, wohnte der Feier bei. Leop. S t e r n f e l d. Rußland. Petersburg. Die Aufhebung der Lichtuno Korobkasteuer von den Juden ist, wie die „Now. Wr." vernimmt, bis zur Einführung der Landschafts-Institutionen in den westlichen Gouvernements, in denen die jüdische Bevölkerung ja zahlreich vertreten ist, aufgehoben worden. Diese Steuern werden zur Zeit nicht nur zu Wohlthätigkeitszwecken für die jüdischen Bewohner, sondern auch zur Wahlorganisation der Städte und Flecken verwandt. Mit der Aufhebung dieser Steuern, meint das genannte Blatt, werden viele Bedürfnisse dieser Ortschaften unbefriedigt bleiben, da Kapitalien zur Befriedigung dieser in den westlichen und nordwestlichen Gouvernements nicht vorhanden sind. — Herr Lebb Mandel st a m m , Unterinspec tor des Erziehungswesens, ist zum Staatsrath ernannt worden. Indien. O.uetta. Die jüdischen Offiziere und Mannschaften des 22. Vombay-Jnfanterie-Regiments, meist Bene Israel, lassen kein jüdisches Fest vorübergehen, ohne den Beweis ihrer frommen Zugehörigkeit zu dem Glauben Israels durch eine würdige Feier des Festes zu demonstriren. Am 3. Dezember versammelten sich alle jüdischen Soldaten und Offiziere aus dem Distriet von Ouetta in dieser Stadt und begingen das Chanukahfeft durch Gottesdienst und gemeinsames Festmahl. Viele Miltärs waren anwesend, außerdem ein jüdischer Gerichtsbeamter. Briefkasten der Redaetion. R in W lieber die Verhältnisse der Juden in Galizien haben umuuö schon wiederhole in diesem Blatte geäußert. Neues läßt sich in dieser Lache nicht sagen. Viele Angaben in den Bettelbriefen beruhen trotz Bescheinigung von Vorstand, Rabbinat und Behörde auf Unwahrheit; wahr ist leider die Thalsache, daß der allergrößte Theil unserer dortigen Glaubensgenossen sich in einem fürchterlichen Elend befindet. Briefkasten der Expedition. I. R in L-: Betrag von fl. 2 — dankend empfangen Berichtigung: In dem zweiten Leitartikel von Nr. 10, Seite 184, zweite Zeile von unten, muß es statt Rabbi Wolf Lieber, Rabbi Nathan Wolf Lieber heißen. Frankfurt a. M. Schillerstr. 41. zt-zszs neben Caf<5 Bauer -H-K-jf Sensal: Für Immobilien-Hypotheken und Finanzirungen. [6857 Die deutsche LeberverficherungS-Kesellschaft A< lag zu Ludwig-Hafen am Rhein erzielte im abgetanfenen Geschäftsjahr 1899 in der Lebens VerstcherungS Abthrilung einen Reinzuwachs von rund 5 /4 Millionen Mark (5.269.014), und hat nunmehr einen Verficherungs bestand von rund 16 Millionen Mark >1 >.856.271) erreicht. Im Lcibrenten-Geschäfte bestehen 68 Policen über eine Jahresrente im Betrage von 39.54^ Mark. In der Unfall- und Haftpsticht-iVersichernnaS Abtheilung, für welche das Geschäft erst vor Jahresfrist ausgenommen worden ist, ergab sich Ende Dezember 1899 eine GesammtPrämien- Einnahme von rund 247.000 Mark. 5970

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.