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Der Israelit · 1900-02-01 · Heft 10 (1.2.1900) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 10 (1.2.1900)
Date
1900-02-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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195 Ivs fsvort 'ps? bv nvsb r, zpr, ’vsikv »TO r hs->L>'v in« i^cs rr'zpn y« ,r\wvb ds-ie" en f^irr wi", /nonn ns lnpn nb urr ib>s b>'k bz nse ics:» ,ntrab Vir Als Gott mit Moscheh wegen des Baues des Mischkans, der Gotteswohnung, gesprochen, da sagte Moses zu ihm: Herr der Welt! Werden sie es denn fertig bringen können? Da antwortete der Heilige, gelobt sei Er: „Sogar Einer von Israel könnte allein dies vollbringen," denn so heißt es: Von Jedermann, dem es sein Herz eingeben wird. Ungeachtet dessen, daß ein jeder Einzelne von Israel so viel Reichthum besessen, die GyttesWohnung allein zu erbauen, war es der Wille Gottes, „daß Jeder von Israel seinen Antheil an der Mizwo habe," und der Bau des Mischkans ein von der Gesammtheit Israels vollführtes Werk sein möge, nämlich eine Mizwah d'Rabbim. Jeder, der dazu beigctragen, soll das Verdienst und den Lohn empfangen, als hätte er dieses allein erbauet. So wollte der Ewige, daß dies auch bei andern Mizwoth der Zukunft geschehe, daß sie wo möglich von der Gesammtheit ausgeübt werden mögen. Dieses ist nun der Sinn der Bibelworte „So wie ich dir das Mischkan und das Modell aller seiner Geräthe gezeigt, zu welchen ein jeder Einzelne von Israel zum Bau desselben und zur Anfertigung seiner Geräthe seinen Theil dazu beitragen mußte, :b*jh p: so sollt ihr auch in der Zukunft bei der Bethätigung vieler anderer Gottesgebote handeln und dieselben vereint vollziehen. „Schaffet Vereinigungen zum Studium der Thora, errichtet Wohlthätigkeitsvereine für Arme und Kranke, bauet Gotteshäuser zur Verherrlichung des Allmächtigen, wo die Gebete von der Gesammtheit verrichtet, auch mehr zur Andacht stimmen und zn Gott erheben." Der Gottesdienst ist in der Synagoge andächtiger, Gott gefälliger und erhebender zy :n: ~lbz rr-rt daher behauptet der Rabbi, daß wir fest an der Meinung des Rabbi Simon ben Pasis halten müssen, laut welchem im Bibelverse n&vn nnxrr tprrn ns ‘lp'cs die Grundlehren der Thora enthalten sind, und wir, wie oben auseinander gesetzt, daraus ersehen, daß eine Mizwo, wie das pip, weil von der Mehrheit ausgeübt, Gott viel wohlgefälliger ist, als die von Einzelnen. Doch da wir daraus noch nicht entnehmen können, ob dies auch bei anderen Mizwoth und in der Zukunft der Fall ist, so zitiert der Rabbi den Bibel- Vers ".r. ptren n':nn ns “jn.s ns“c us -itrs bzz r n i 2', woraus wir entnehmen, daß nach Gottes Wille es immer so sein möge, und gewisse Mizwoth, die wir oben gekennzeichnet, von der Gesammtheit ausgeübt werden mögen. So möge denn die Lehre Ben Pasis, die nach dem Ausspruch des Rabbi die Grundlehre der Thora bildet, beherzigt werden, u. die Worte Mirc titoi trnpe 'b womit auch nach der Erklärung des mpr» der Fromme, welcher der Wohnsitz der n)TO ist, gemeint ist, auch bei uns sich bewähren und das d:tii waen bei uns in Erfüllung gehen, daß Gott seine Residenz in unserem Innern aufschlagen möge. tos. Zeitungsnachrlchte« und Correspoudernen England. London. Die Verlustlisten weisen wieder eine ganze Anzahl von jüdischen Soldaten auf. Aus Ladysmith werden als gefallen gemeldet Korporal F. Wolfsohn und Gemeiner T. Latto vom Kings Royal Rifle Corps, sowie Reiter I. Beinsher von der Imperial Light .Horse. Verwundet wurde in Ladysmith am 6. Januar Gemeiner L. Lemon vom Devonshire Regiment. Bei Mafeking wurde am 27. Dezember verwundet Gemeiner E. Solomon vom Protectorate Regiment. Fortwährend werden neue Namen bekannt von Mischen Soldaten unter den Truppen in Südafrika, lvie unter den jetzt in England mobilisirten Truppen und Freiwilligen-Abtheilungen, wir wollen davon heute nur erwähnen den Lieutenant Claude Beddington, der vom Todtenbett seines Vaters fort bei der Wrstmoreland and Cumberland Ueomanry eingetreten ist. Claude Bettington ist ein bekannter Afrikareisender, der gerade jetzt von einer Expedition in das Hinterland von British Westafrika zurückgekommen ist. Die Sorge für die Flüchtlinge aus Afrika tritt jeh: auch an unseren Board of Guardians heran; denn vom Kolonialamt ist die Nachricht eingegangen, daß ein Dampfer mit 350 Flüchtlingen jüdischen Glaubens vom Cap unterwegs ist und am 2. Februar eintieffeu dürfte. Zuerst war davon die Rede gewesen, ein Comitee von hervorragenden jüdischen Persönlichkeiten aus Südafrika zu bilden, das diese Flüchtlinge in Empfang nehme und weiter befördern sollte. Es waren auch schon sehr angesehene Leute dafür gewonnen, indeß schließlich nahm doch der Board os Guadians die Sache in die Hand, dem jene Südafrikaner sich dann einfach anschloffen. Es wird aber angenommtii. daß jene Flüchtlinge vom Cap zum weitaus größten Theile im Besitz genügender Geldmittel sind, um sich selbst weiter zu helfen und eigentlich nur Rath bedürfen, indessen muß sich doch erst zeigen, ob diese Hcssnungen nickt allzu optimistisch sind. Inzwischen kommen aus Port Elizabeth bittere Klagen der dortigen jüdischen Flüchtlinge aus Transvaal, die fick auf das äußerste darüber beklagen, welcher entwürdigenden Behandlung, schlimmer als die der Koffern, sie seitens des Hilfskomitees dort ausgesetzt sind. Es ist freilich auch hierbei schwer festzustellen. was Wahres an diesen Klagen ist, aber etwas wM wohl daran sein! (Auch in den Reihen der Buren kämpfen, wie man uns mittheilt, eine große Zahl unserer Glaubensgenossen. Auch hier haben bereits viele den Heldentod für ihr Vaterland erlitten. Da unser seitheriger Corrcspodent für Transvaal ein Uitländer gewesen und infolgedessen aus Johannesburg flüchten mußte, sind wir nicht in der

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