Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 10 (1.2.1900)
- Date
- 1900-02-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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oVwi ^33 npjx by ccn: wy nr:x3 , ^'3 'tr:x by (Talmud Sabbat fol. 5 ) ".1^3 c^yn b3 by cep: „Wenn es möglich ist, seinen Hausleuten, Stadtleuten der ganzen Welt ein Unrecht zu wehren und wehret es nicht, der ist für das Unrecht seiner Hausleute, seiner Stadtleute und selbst der ganzen Welt haftbar." Wie dem also abzuhelfen wäre: meiner Ansicht nach könnte man im Schulgebäude, d. h. in der Wohnung des Schuldieners, einen feparirten Bücherschrank miethen, worin alle rzv 3ny vor Abend, sämmtliche Schüler ihre Bücher bewahren; oder man könnte gemeinschaftlich einen christlichen Boten aufnehmen, der die Pflicht hätte, diese Bücher allsabbatlich von der Judengasse zur Bürgerschule u. dann mittags wieder retour zu bringen; oder schließlich, was noch praktischer und besser wäre, weil es auch den anderen Juden in der Stadt zu gute käme, man lasse in der Stadt, soweit es nöthig ist, p3ii'y machen; hier geht dies ja nicht so schwer, als etwa in der Großstadt. Demnach wäre glückliche Lösung dieser Frage leicht möglich und glaube ich. daß diese Winke nicht verfehlen werden, guten Erfolg zu bringen. ur c'pjn 3*333 c*3“n «pHS» M. E. M. Jezicreany (Galizien). Es existiert hier eine Schwindlerbande, welche unter dem Titel „Allgemeines Unterstützungscomitee der isr. Gemeinde Jezierzany" in alle Welt Bettelbriefe hinausschickt, und auf diese Art d'-e Mildthäligke'^ v'eler vermögenden Leute zu ihren gaunerischen Zwecken ausbeutet. Nachdem hier alles veranlaßt wurde, um diesen Gaunern das schändliche Handwerk zu legen, werden auch die Wohltäter unseres Volkes darauf aufmerksam gemacht, daß hier kein solches Comitee existirt und daß kein Heller von dem durch viele Jahre entlocktem Gelde irgend einem Armen hier gegeben werde. Moses Bergmann, Mitglied des Isr. Cultus-Borstandes hier. England. London. Man muß gewiß anerkennen, daß die englischen Juden in dieser für England so schweren Zeit ihren vollen Patriotismus bewähren, denn sowohl bei dem Waffendienst, als bei den Sammlungen für die verschiedenen Fonds, welche zur Pflege der Verwundeten, für die Hinterbliebenen etc. bestimmt find, haben sie mehr geleistet, als die nichtjüdischen Engländer. Dennoch verdient unter diesen Zeugnissen des edelsten Patriotismus besonders die That eines Herrn Alfred Mosoley hervorgehoben zu werden, der es unternommen hat, für die Errichtung eines ganzen Hospitals in Afrika an der Operationsbasis Sorge zu tragen. Wahrscheinlich wird dieses Spital in Capstadt errichtet werden und so vielen der Verwundeten die lange und lästige Seereise erspart werden. Amerika. Philadelphia. Man plant hier den Bau eines Hauses für die jüdischen Vereine, welches von der Jewish Publikation Society errichtet werden soll. Es gibt hier so viele jildische Vereine, die genöthigt sind, für ihre Bureaus, Versammlungslocale hohe Miethen zu zahlen, daß man annehmen kann, daß ein solches Haus einem großem Bedürfniß Rechnung tragen würde. Die anderen Confessionen, Katholiken, Methodisten etc. haben schon längst solche Gebäude, welche ihren Vereinen große Annehmlichkeiten gewähren. Das geplante Gebäude ivürde ca. 600,000 Mark kosten. -- Dr. Krauskopf, der bekannte Reformrabbiner, empfiehlt seiner Gemeinde, Weihnachten mit ihren christlichen Mitbürgern als ein Fest der Freude zu feiern, weil es angeblich heidnischen Ursprunges sei und nichts mit dem Christenthum zu thun habe. (Wer lacht da?) Anders urtheilt Dr. Hirsch in Chicago, bekanntlich auch eine Größe der Reform. Er ist zwar auch mit der Weihnachtsfeier einverstanden, aber er will es als einen Trauertag von den Juden gefeiert sehen, zum Andenken an die Verfolgungen, denen die Juden um dieses Festes »villen in Europa so oft ausgesetzt waren. Arabien. Aden. Die hiesige jüdische Gemeinde, welche ca. 6000 Seelen zählt, besitzt nicht eine einzige jüdische Schule. Wohl gibt es hier eine englische Schule, auch die Jesuiten unterhalten eine französische Anstalt, aber allen Juden, die diese Anstalten besuchen wollten, droht der Cherem, der Bann, der hier noch von großer Wirkung ist. Die Gemeinde lebt in guten Verhältnissen, mit Ausnahme einiger 260 Familien, die aus dem Aemen nach Aden gekommen sind. Diesen geht es zur Zeit freilich noch schlecht, aber bei ihrem Fleiß und ihrer Genügsamkeit werden sie sich sicher in kurzer Zeit eine Existenz schaffen. Der Haupterwerb der hiesigen Juden ist der Handel mit Straußfedern, in zweiter Linie der Wechselverkehr und der Vertrieb von Bijouteriewaaren, sowie das Maurerhandwerk. Wenn die Alliance hier eine Schule errichten würde, so könnte sie ganz erhebliche Summen aus unserer Gemeinde für eine solche Schule erhalten, vorausgesetzt, daß sie die religiösen Anschauungen unserer Juden nicht verletzte. > Fersonalien. 4- AuS Württemberg Am 3. Dezember starb vnnD Goldstein T?, von Niederstetten. Der Verblichene war ein großer Jehudi, im vollsten Sinne des Wortes. In Mergentheim» seinem Geburtsorte, wo T’N’ntT lebten und tvirk'en und früher eine Stätte der nun war, erglühte sein Innerstes für rmn und dnt , um sein ganzes Leben damit zu heiligen und zu weihen. Er lernte zuerst bei fpv in Freudenthal und besuchte die n3't£" des p>on TT y‘2 13/3 UNOmjn »an znn in Würzburg. Nachdem er wieder ins Privatleben zurückgekebrt, betrieb er ein Ladengeschäft, widmete aber seine ganze Zeit fast ausschließlich für min und n?Dn. Mit der peinlichsten Genauigkeit erfüllte er olle gesetzliche Vorschriit-n. Wer diesen persönlich kannte, wer ihn sah TBDD fein, wurde von frommer Begeisterung ergriffen. Er mühte sich Tag und Nacht mit mm ab: mit besonderer Vorliebe lernte er die HDD DIN nosm "n und waren diese ihm für das PI attische religiöse Leben zur Richtschnur. Noch vor einigen Jabren -hegte er immer den Wunsch nitfHpfi p)N3 überzusiedeln, welches