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Der Israelit · 1900-01-29 · Heft 9 (29.1.1900) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 9 (29.1.1900)
Date
1900-01-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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4i. Jahrgangs #^g A Der Israelit. Ein GenLrak-Hrgan für das orthodoxe IudenLhum. Begründet von l)r in Montag, den 2 Januar (tSttv). Für Zwei Mark abonntrt man bei allen Postanstalten für den Monat Februar u. März auf den „Israaelit". Tiefer Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-Beitungsfchalter des Wohnsitzes des Bestellers oder bet dem betreffenden Landbrtefträger aufgegeben werden. Ausland entsprechend hoher. Die Expedition des.Israelis'. Leitender Artikel. Der Anstalt uns da HiMMi-GemMe in Köiltssberü i. |ir. 71. - Pf aiuz, den 26. Aanu.tr. Bevor nur un[cre Bemerktingen an die initgethei! ten Lchriftftüete knüpfen, die zivischen der Z'ldastIsroel Gemeinde und der ReforimGemeinde geivechselt »vurden, »vollen »vir zunächst noch die anderen Differenzpunkte aitfzählen, »velche die vorliegende Denkschrift /;»»> Dp rache bringt. Die Behauptung des Retorn» Gemeinoevorftanoes, es stunden den Mitgliedern der Adas Isroel Gemeinde alle Gen»einde. Institutionen zur Berfügung, mit AuS nahiite der Dnnagoge, veranlaßt die Petenten z»i einer Kritik der Gemeinde Institutionen, n»n deren Unzu länglichteit und die Uninöglichkeit einer Benutzung derselben durch einen gesestestreuen Iehtldi darztithun. Bon der lll e l i g i o n s s ch u! e wird de ha up stet, dast in derselben Lehrer und Dehiiler »mbedeekten Ha»»p!es heilige Dchristen in heiliger Dpraehe lesen! Iür eine ' aus il'.'T veil ragenden Mitgliedern bestehende Gemeinde : bestand die ganze D Ä e ch i t a h i n st i t u t i o n in der j Anstelluttg e i n e s Geflügelschachters! Gr ft seit vollen! vier Wochen besitzen sie eine Dchechita Ginrichtung in i grösterein iimsange. Die Ileischhandlungen unrerl'iegcu i keiner Gontrolle. Diese stellen ihre eigenen Drhächter an, i besolden und entlassen sie. Gs »vurde dann eine aus Personen '.usammengesetzte Dchechita.Lomntission ins Leben gerufen, nicht von der Geineinde, sondern vom Rabbiner, der auch z»vei Mitglieder der Adast Israel^ Gemeiitde angehörten, jedoch nicht der Borstand und Rabbiner dieser Gemeinde. Der erste Paragraph ihres blegle-.nents verbot sogar den Dchochiiin, ohne Gr laubnist des stleforinrabbiners sich der Prüfung eines Dritten zu unterziehen. Im Laufe der Jahre »vurden der AdastIsroel-Getneinde »veiteraehende .Konzessionen gemacht, 'Aber der Gegensatz z»vischeu dieser und der Pt'ajoritä! der .Lominission »var zu groß, als dast ein friedliches, ersvriestliches Pusammsinvirken auf die Dauer möglich geivesen »väre. Die sort»vährenderr bl ei bereierr und die Ueberzeugung von der Unmöglichkeit einer harmorrischen Wirksamkeit solcher disparaten Gegensätze führten dann zu dem blustritt aus der Ge Dieselbe »venig entgegenkommende Art und Weise bekundeten die Organe der Reformgeineinde auch gelegentlich der Renovirung der Mitive, in »velche dem Rabbiner der Adast-Jsroel erst ein Ginblist gelvähri »vurde, nach dem dieselbe fertiggestelli »vor. Dolcbe abiveiserche Behandlung erfuhr die Adast - Israel o’c u'.eh\>c. I»r Iolge dieser fortgesetzten ablehnenden Hand lr»ngs»oeise seitens der llleformgenieinde, »var die Adast Israel genöthigt, im Jahre 18?,:-'. eine eigene Spnagoge zu bauen, einen Rabbiner zu berufen und eine eigene Religionsschule ins ^eben zu rufen. Die U,»»stünde, oie dann füglich zum Austritt aus der Reformgemeinde führten, find in der Denkschrifl in folgender Weise dargestellt: Je länger die Dpannung zivischen der Gemeinde

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