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Der Israelit · 1900-01-15 · Heft 5 (15.1.1900) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
41 (1900)
Issue
Heft 5 (15.1.1900)
Date
1900-01-15
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Glaubensgenossen gute Gelegenheit geboten ist, sich eine sichere Existenz in Elberfeld zu begründen. Es dürfte genügen, wenn vorläufig nur ein Restaurant hier errichtet wird, indeß ist streng religiöse Führung unerläßliche Bedingung. Die Redaction d. Bl. hat sich bereit erklärt, eventuellen Reflectanten eingehende Auskunft zu besorgen. Schweiz. Bern. Gelegentlich der Bilanz, die einige Zeitungen bei dem Ablauf des Jahrhunderts gezogen haben, wurde auch des Schächtverbotes gedacht und zwar als einer derjenigen Errungenschaften , auf welche die Schweiz keine Ursache habe, stolz zu sein. Allen voran standen dabei die „Basler Nachrichten," welche dieses Ausnahmegesetz von vorhinein als eine Verunzierung der Bundesverfassung bezeichnet haben. Das genannte Blatt hat diesem Standpunkte neuerdings wieder in zutreffender Weise Ausdruck gegeben. Bald darauf hat auch die in Freiburg erscheinende „Liberte" denselben Gedanken ausgesprochen, daran aber den Vorbehalt geknüpft, daß dann auch die sonstigen Bestimmungen der Bundesverfaffung fallen müssen, welche die Glaubens- und Kultusfreiheit der Katholiken beschränken. Wenn die Aushebung des Schweizerischen Schächtverbotes an diese Bedingung geknüpft wird, so kann sie noch lange auf sich warten lassen, da hierfür in der Majorität der maßgebenden Kreise wenig Neigung vorhanden ist. Wenn aber neuerdings in der „Franks. Zeitung" in einem Artikel, der ja auch in Ihr Blatt übergegangen ist, berichtet wird, daß jüdische Kreise Basels sich deßhalb mit Führern der katholisch-konservativen Partei in Verbindung gesetzt haben, so möchten wir der Richtigkeit dieser Nachricht einige bescheidene Zweifel entgegenstellen. Wenn eine solche vertrauliche Anfrage je von dem einen oder anderen Baseler Herrn sollte ergangen sein, so trauen wir den leitenden Kreisen dieser Gemeinde doch zu viel Takt und Umsicht zu, als daß sie dabei die Hand im Spiele haben. Aber wäre dies selbst der Fall, so muß doch daran erinnert werden, daß die Gemeinde Basel wenig oder gar keinen Einfluß auf die Leitung der übrigen Israeliten der Schweiz besitzt. Die letzteren wissen, daß eine Agitation zur Aufhebung des Schächtsverbots heute auch verfrüht ist und eher schaden, als nützen könnte. Die Zeit wird auch dafür kommen, aber nicht auf die Initiative der Israeliten hin. So empfindlich dieselben auch durch das Schächtverbot betroffen werden, so empfinden doch alle freisinnigen Elemente diese Verunstaltung der Bundesverfassung nicht minder lebhaft, als die unmittelbar betroffenen Israeliten. Die letzteren werden dadurch nur materiell beeinträchtigt. Daß aber die Schweizerische Verfassung einen Artikel enthält, der in Wirklichkeit in ein Schlachthausreglement gehört, daß diese Bestimmung im Widerspruch mit den Anforderungen der Wissenschaft, der Wahrhaftigkeit und der verfassungsmäßig gewährleisteten Freiheit der Religion und Gewissen steht, das ist in der That eine Unerträglichkeit, die Alle empfinden, ohne Rücksicht auf ihre politische oder religiöse Parteirichtung. Man darf daher dem gesunden Sinn der schweizerischen Volksvertreter wohl vertrauen, daß er die erste beste Gelegenheit ergreifen wird, um diesen Flecken zu beseitigen, wenn sich diese Gelegenheit auch noch nicht heute oder morgen bieten sollte. Briefkasten der Expedition. S. &>■ in Betrag von Mk. 4.-. S. M. in Betrag von Mk. 4.—, H. L : Betrag von Mk. 4.50, dankend empfangen. Anzeigen. r?itr den folarttben Ttieil ist die Redaktion nicht verantwortlich. §eür meine Nichte, 28 Jahre O alt, fromm erzogen, die bijetzt zu Haus im Geschäfte thärig ist, und sich in jede- Geschäft eignet, da sie außerordentlich tüchtig und sparsam ist, fache ich paffende Parthie. Vermögen 18'00 Mk. Gefl. Anträge erbitte unt. L. 503 an die Geschäftsstelle dfS^Bl. L hrl«nir»stelle in m. ConfectionSu. Maaßgefchäfl per Januar zu besetzen. Kost u. LogiS im Haufe. R D endig, Kaiserslautern. [77941 Dem Reichen wie dem Armen ist eine gut zubereitete Taffe Kaffee eine willkommene Gabe! Doch nicht jeden Kaffee wird man willkommen heißen, deßhalb verlange man nur vosswann'» gebr. Java-Kaffee. Erhältlich: 4 60, SS, 70, 75, 80, 85, 90, u 95 Pf. per */* Pfund'PaSet. Hanshälteri«. Geb. Frl., mittleren Alter-, perfect uvorzüglich mpfohl, sucht achtbaren Posten, wo die Hausfrau fehlt, oder iu älterem Herrn. Off. u. B. Z. 418 an Rudolf Moffe, Frankfurt a. M. [14a u einer einzelnen Dame wird eine luffere Person gesucht Dieselbe hätte die Küche zu versehen. Hausmädchen vorbanden. Hoher Lohn. Offerten unt. bl. 2'. 182 an Rudolf Moffe, Nürnberg. >10» Z

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