Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1900)
- Date
- 1900-01-02
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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IS Krönung überreichen zu dürfen. Bieder und leutselig im Umgang mit Jedermann, führte der Verewigte ein patriarchalisches und sehr glückliches Familienleben. Jedoch mußte er im Alter noch den bitteren Schmerz ertragen, den ihm der Tod seines einzigen hoffnungsvollen Sohnes verursachte? Ein tückisches Halsleiden bereitete seinem thatenreichen Leben ein jähes Ende. Gebrochen ist nun das Herz, das so warm für seine Glaubensgenoffen schlug, für immer geschlossen der Mund, der so viele Jahre hindurch Gottes Wort verbreitet und wahre Gesittung gepredigt hat. Sein Andenken aber wird im Herzen seiner dankbaren Glaubensgenossen lange fortleben, und der künftige Geschichtsschreiber wird ihm in der Geschichte der baltischen Juden den gebührenden Platz einräumen. Friede seiner Asche! Die Beerdigung der sterblichen Hülle fand unter Betheiligung der hiesigen jüdischen Gemeinde, die man nach Tausenden zählen konnte, statt. Es waren alle Schichten der jüdischen Bevölkerung erschienen, um dem Dahingeschiedenen das letzte Geleit zu geben. Nachdem im Trauerhause an der Pauluccistraße an der Bahre Herr Staatsrath Dr. I. A. Feinberg aus Kowno und Herr Dr. Isidor Brennsohn aus Mitau dem Verewigten Worte der Anerkennung und des Dankes nachgerufen hatten, setzte sich der lange Zug nach der Synagoge in Bewegung. Die jüdischen Studirenden des Riga'schen Polytechnikums ließen es stch nicht nehmen, in Anerkennung der Verdienste, die sich der Verstorbene als Bevollmächtigter des Petersburger Vereins zur Verbreitung von Bildung unter den Juden erworben hatte, und im Hinblick darauf, daß er sich der bedürftigen jüdischen Studirenden des Polytechnikums mit selbstaufopfernder Liebe angenommen, den Sarg vom Trauerhause bis zur Synagoge zu tragen. Während des Gottesdienstes in der Synagoge hielt Herr Rabbiner Dr. Kantor aus Libau die Trauerrede. Auf dem Friedhof sprachen die Herren Rabbiner Segal aus Mitau, Lehrer H. Mendelsohn, Dr. Schönfeldt, ein Deputirter der jüdischen Studirenden des Polytechnikums und zum Schluß der vereidigte Rechtsanwaltsgehilfe Herr B. Weinberg. Die ganze Trauerfeierlichkeit legte ein beredtes Zeugniß dafür ab, in wie hohem Grade Salomon Pucher in allen Schichten der jüdischen Bevölkerung sich allgemeiner Hochachtung, Verehrung und Liebe zu erfreuen gehabt hat. Letzte Nachrichte». Berlin, 1. Jan. Am 27. v. M. fand die Sitzung des Eentralausschusses des R a b b i n e r v e r b a n - des in Deutschland hier statt. Die Tagesordnung enthielt fast ausschließlich Vorlagen über die Fortsetzung der in der vorjährigenGeneralversammlung gepflogenen Verhandlungen, wie: Petition, betreffend obligatorischen Religionsunterricht, Autorisation der Rabbiner, Gründung einer Pensionskasse, Petition betr. Stellung der Rabbiner, ferner Lehrmittel für den Religionsunterricht u. s. w. Es waren folgende Herren Rabbinen anwesend: H o r o v i tz - Frankfurt a. M.,M a y b a u m - Berlin, Prager- Cassel, Cohn- Kattowitz, Auerbach- Elberfeld, G u t t m a n n - Breslau, Rahme r-Magdeburg, Kopf st ein - Beuthen, Werner -München, V o g e l st e i n - Stettin. Einen stenographischen Bericht über diese Sitzung lasse ich Ihnen zum Abdruck für die nächste Nummer Ihres Blattes folgen, eine frühere Einsendung war mir nicht möglich, da der Herr Vorsitzende erst heute die Genehmigung zur Veröffentlichung ertheilte. Briefkasten der Redaktion. <?. G. Posen.: Lebrer Cohen, Rees a. Rh. S. T.: Wenden Sie sich an Hugo Bondi und Cie., Mainz. Briefkasten der Expedition. S. G in T.: Betrag von Mark 12 dankend empfangen mr Anzeigen. -W» "Mr den folgenden Tüeil ist die Red action nicht verantwortlich. CTste Stelle ein. Religions. lehrers, Borbeterö u «chöchters, ist per 1. April 1900 neu zu besetzen. Gehalt M. 720 per Zahr und Nebeneinkommen. [8335 Der Dhnagogenvorstand: Nordenburg, O.-Pr. Man bittet 8 ck a ü di e n um Angabe ihrer Adresse unt. L. H. 439 an Haasepstet» & Vogler A -V., Frankfurt a. M. [392b Nach der Hauptmahlzeit befördert eine gute, feine Lasse «asfee sehr die Berdannng, da dieselbe im höchsten Grade die Ber danungöwerkzenge anregt. Doch nicht jeder, fon dern nnr Cossmann’s gebr. Java-Kaffee. wirkt in dieser Weife. Derselbe ist k 75, 80, 85, 90 n. 95 Pfg. per '/' Pfnnd-Packet erhältlich. Gesucht streng-religiös. Mädchen in einem Hotel, Off. u. A. U. Z. 8357 an die Geschäftsft. dsS. Blattes._ Zwei tüchtige Mctzgrrgcscllen, gegen hohen Lohn, können sofort eintretcn bei '"''[{»52 Berthold Linz, O chsensch lach teret und Wurstlerei, Eisenach, Alexanderstr. 32.