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Der Israelit · 1899-12-18 · Heft 100 (18.12.1899) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 100 (18.12.1899)
Date
1899-12-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
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2089 Zeitungsnachrichten und Correspondenzen ® e u t i 4 1 a n b. Berlin. Herrn Geh. Regierungsrath Prof. Dr. Lazarus ist aus Anlaß seines fünfzigjährigen Doktor-Jubiläums der Kronenorden dritter Klasse verliehen worden. Strasburg, 11. Dez. Nach einer Mittheilung der amtlichen Correspondenz bestanden am 1. April d. I. in Elsaß-Lothringen 2817 öffentliche Elementarschulen mit 5057 Schulklassen und 217 899 Schulkindern. Von diesen Schulen waren 2322 mit 3919 Schulklassen und 166 032 Schulkindern katholisch. 393 mit 783 Schulklassen und 37121 Schulkindern evangelisch, 68 mit 63 Schulklassen und 1469 Schulkindern israelitisch, 44 mit 292 Schulklassen und 13 277 Schulkindern confessionell gemischt. Private Elementarschulen waren 88 vorhanden mit 136 Schulklassen und 4355 Schulkindern, darunter 67 katholische Schulen mit 103 Schulklassen und 3394 Schulkindern, 9 evangelische Schulen mit 9 Schulklassen und 396 Schulkindern, 2 israelitische Schulen mit 2 Schulklassen und 26 Schulkindern und 10 confessionell gemischte Schulen mit 21 Schulklassen und 639 Schulkindern. Kleinkinderschulen waren 444 mit 37 804 Kindern; 311 Kleinkinderschulen waren katholisch, 64 evangelisch, 3 israelitisch und 66 confessionell gemischt. Mittelschulen bestanden 30 mit 3370 Schülern, darunter 6 Mädchenschulen. Von den Mittelschulen waren 72 katholisch und 18 confessionell gemischt. Die öffentlichen höheren Schulen Elsaß-Lothringens wurden am 1. November d. I. besucht von 6713 Schülern. Rechnet man dazu 67 Schüler der von den Städten (Altkirch, Saarburg, Cavo und Münster) unterhaltenden Vorschulen, so steigt die Zahl der Schüler der öffentlichen höheren Schulen auf 6780. Von denselben sind ihrer Consession nach Katholiken 2812, Protestanten 3264, Israeliten 704. Am gleichen Tage wurden die aus kirchlichen Mitteln unterhaltenen höheren Schulen von 2191 Schülern besucht. Die Zusammenrechnung beider Gruppen ergiebt eine Hauptsumme der Schüler höherer Schulen von 8971, von denen 4299 Katholiken, 3883 Protestanten und 796 Israeliten waren. Vergleicht man diese Ziffern mit denen des Wintersemesters 1874, gelangt man zu recht interessanten Ergebnissen. Am 1. November 1874 betrug die Gesanimtzahl der die 25 höheren Schulen in Elsaß-Lothringen besuchenden Schüler 4106, gegenwärtig beläuft sie sich auf 8971 und ist demnach um 4366, d. h. weit um das Doppelte gestiegen. Ihrer Consession nach zerfielen die Schüler damals in 1471 Katholiken, 2254 Protestanten und 380 Israeliten. Jetzt besuchen 4292 (-P 2821) Katholiken. 383 (-j- 1632) Protestanten und 796 (-j- 416) Israeliten unsere höheren Schulen. Die Gesammtzahl der Schüler ist demnach um 111 Procent, die der katholischen Schüler um 191 Procent, die der Protestanten um 72 Procent und die der Israeliten um 109 Procent gestiegen. Der neuesten Verösfentlichung des statistischen Amtes der hiesigen Stadt sind auch einige Einzelheiten über Geburten und Eheschließungen im letzten Jahre zu entnehmen. In Bezug auf die Lebensfähigkeit enr-- sallen von der Gesammtzahl der Geborenen 4421 auf Lebende und 163 Todtgeborene. Unter den Lebendgeborenen waren 2211 Knaben und 2210 Mädchen. Beide Geschlechter sind demnach beinahe in derselben Stärke vertreten, während die Zahl der Knaben zu überwiegen pflegt. Langjährige Beobachtungen haben ergeben, daß urOer 1000 Lebendgeborenen durchschnittlich im Deutschen Reich 611,2, in Elsaß-Lothringen 612,2 Knaben sich befinden. Rach dem Reliaionsbekenntniß der Eltern entstanden aus katholischen Eltern 1606, aus evangelischen 1116, aus israelitischen 68 Kinder, aus sonstigen 1 Kind; aus Mischehen, und zwar in Fällen, in denen die Väter dem katholischen, die Mütter dem evangelischen Bekenntniß angehörten, 377, die Väter dem evanaelischen und die Mutter dem katholischen Bekenntniß 626. Im Ganzen gehörten dem katholischen Bekenntniß 1883 Väter, 2O3O Mütter an, dem evangelischen Bekenntniß 1643 Väter, 1493 Mütter, dem israelitischen Bekenntniß 68 Väter, 71 Mütter. Bon den unehelich geborenen Kindern batten 628 katholische, 346 evangelische und 4 israel. Mütter. Die Gesammtzahl der Eheschließungen betrug 1293. Der Consession nach befanden sich unter den eberchließenden Männern 646 Katholiken, 616 Protestanten, 31 Israeliten, 1 konfessionslos. Von den Frauen waren 717 katholisch, 643 evangelisch, 32 isrel. und 1 consessionslos. Dem gegenüber schlossen die Ehe: rein katholische Paare 490, rein evangelische Paare 390, rein israelitische Paare 30, anderen Bekenntnisses 1 Paar. Gemischte Paare waren 380, und zwar katholischer Mann und evangelische Frau 163, evangelischer Mann und katholische Frau 214, evangelischer Mann und israelitische Frau 2, israel. Mann und katholische Frau 1. Oesterr.-Ungar. Monarchie. Wien. (Eines Kindes letzter S ch u l- und Freudentag.) Der Religionslehrer Herr Samson Vogel bemerkte zweimal in der Mädchenschule. lX., Grüne Thorgasse, den Abgang der Schülerin Nora B. Er meldete dies der Klassen-Vorsteherin, wobei ihm mitgetheilt ward, daß sich die Eltern des Mädchens konfessionslos erklärt haben. Der Lehrer behauptete jedoch, daß dies das Kind nicht der Pflicht enthebe, am Religionsunterrichte theilzunehmen. Der Direktor der Schule stimmte dem bei. Bei der nächsten Religionsstunde war wirklich das Kind auch erschienen, das sich scheu und furchtsam zeigte. Der Lehrer ermuthigte es jedoch durch liebevolle Worte, so daß dessen

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