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Der Israelit · 1899-12-18 · Heft 100 (18.12.1899) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 100 (18.12.1899)
Date
1899-12-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XL. Jahrgang. S&- ^C.-fiS’-S"t.<£-*■*■. M I0O Der Israelit Henlrat-Hrgan für das orthodore Iudenthum Begründet von Dr. ft(tKftnn in fftUtinf. Montag, de« 18. Dezember 5660 (1899)» [[Uf^ Da mit dem 1. Dezember 1900 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1900 eingetragen unter Nr. 8863. Neu eintretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittung) erbalten das Blatt bis Ende dieses Monats gratis. Nur noch zweimal erscheint der „Israelit" in diesem Kalenderjahre. Wir Villen deshalb um rechtzeitige Neubestellung bei dem in Frage kommenden Postamts. Leitender Artikel. 3m elniilldiiierzWcn JahrMs. . Mainz, den 17. Dez. In wenigen Tagen wird der „Israelit" in das einundvierzigste Jahr seines Bestehens treten. Wenn wir für die Gruppirung der Fluth von Gedanken und Empfindungen, die uns bei diesem Anlaß durchwogen, nach einem festen Punkte suchen, so bietet sich uns derselbe in dem Gottesworte, das in diesen Tagen in unseren Gotteshäusern zu uns spricht. Wir bleiben unwillkürlich bei den ersten Worten des zweiten Buches der Thora stehen: . rx» r^xi , „U n d das sind die Namen der Kinder Israel s!" Der Name der Kinder Israels hat auch dem „Israelit" Namen und Charakter verliehen. Ja, wir finden Bedeutung und Wesen des „Israelit" in dem ersten Buchstaben des zweiten Buches der Thora so präcis und klar gekennzeichnet, daß wir uns nur auf ihn zu beschränken brauchen. Der aufmerksame Leser wird es mit uns gewiß eigenthümlich finden, einen Satz und gar ein neues Buch mit „und" zu beginnen. Zur Erklärung dieser Eigenthümlichkeit müssen wir den so eingeleiteten Satz einer eingehenden Betrachtung unterziehen. mm «"X rpr rix nonj» cxon bx^»' ya wo» r6xt „U n d" dies sind die Namen der nach Mizrajim gekommenen Kinder Israels, mit Jakob waren sie jeder und sein Haus gekommen." Diese die Geschichte des jüdischen Volkes einleitenden Worte versetzen uns in eine Zeit, in welcher dasselbe seine charakteristische Eigenthümlichkeit, seine ihm am Sinai von Gott geoffenbarte Thora noch nicht besaß. Nicht der jüdischen Religion, der jüdischen R a c e galt somit die Verfolgung in Egypten. Alle diejenigen, welche noch heute sich und Andere bereden möchten, durch leichtsinniges Aufgeben von Thora und Mizwah könne man den Judenhaß entwaffnen, alle diejenigen, welche von den neuesten Vorgängen nichts gelernt, können es von den Aeltesten lernen: Das religiöse Vekenntniß der Juden war zu allen Zeiten ein fadenscheiniger Vorwand für den Judenhaß. Die Eigenart, mit welcher der Vater der Menschheit das zu ihrer Erziehung berufene Volk ausgestatiet hat, jene Eigenart, die es vor dem Aufgehen in seine Umgebung schützt, und die sich trotz tausendjähriger Zerstreuung bis auf den heutigen Tag erhallen hat, sie ist der Dorn im Auge der alten Egypter und ihrer modernen Nachbeter. Ihre ganze Denkweise über die Juden haben ihre ältesten Verfolger in den Namen gelegt, mit dem man sie damals bezeichnete: I b r l m, d. h. in unsere Ausdrucksweise übertragen: D i e Einseitigen. Der älteste Ahn dieses Volkes, Abraham oder Jbri, bildete, wie dieser Name sagt, die eine Seite, und sich gegenüber hatte er die ganze in

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