Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 99 (14.12.1899)
- Date
- 1899-12-14
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2446951-2448953-2449045--49681-2500124- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
2075 loteber beit Vorsitz und erledigt einzelne geschäftliche Angelegenheiten. Cs folgt der Vortrag des Hauprlehrers Selig-Grnden über das vom Verbände der jiid. Lehrcrvereine aufgestellte Thema: „Welche Anforderungen müssen an die jiid. Lehrer und Lehrer bildungsanstalten gestellt und von beiden erfüllt werden?" In der Ginleitung bespricht der Referent in ausführlicher Weise die Bestrcbuugeit der deutschen Lehrerschaft auf Herbeiführung einer besferen Vor bildnng des tiinftigen Volksschnllchrers. denen die gesammte jiid. Lehrernoelt sympathisch gcgenübersteht, und die sich auf diesem Gebiete in allen Punkten mit den christlichen Gollegen eins weist. Gr stellt daraufest, dast die jüd. Prävarandien und Seminarien in Hebräisch, insbesondere im Rabbinischen, fast durchweg ihre Zöglinge nicht mit dein wünschenswerthen Maasg von Kenntnissen und Fertigteiten entlasten, und de zeichnet genau die Ziete, die die genannten Anstalten in Ankunft erreichen müssen, damit die Lehrer in den Gemeinden ihren Ausgaben als Religionslehrer und Gullusbeamte genügen. Gr fordert zum Schlüsse, dast die Leiter der jüd. Seminarien durch Nebereintun'n das Mindestmaas; in den Diseipiinen in ihren Lehr Plänen festlegen. Nach bicfem Vortrage hebt der Var sitzende rühmend hervor, dast Herr Selig zu wiederholten Malen die Bearbeitung des Verbandsthemas übernommen und sich jedesmal seiner Ausgabe mi: Geschick entledigt habe, die .Konferenz sei darum dem. Herrn Referenten vor Allem zu besonderem Tank ver pflichtet. Ans dahingehenden Wunsch verspricht Herr- Selig, seine Ausführungen bem Verbandsvorsitzenden einzusenden. Der Vortrag gab zu einer langen und anregenden Debatte Veranlassung. An derselben betheiligten sich die beiden Herren Landrabbiner, welche zwar eine Mehrleistung der Seminare verlangen, indest , die Forderung des Referenten zu hoch finden; ferner die j ( Gollegen Reust, Wolkowstp, Löwenstein, Klein u. A. Das Grgebnist dieser eingehenden Besprechungen war •' die Annahme der ausgestellten Leitsätze in folgender I Fassung: J. Der jüd. Lehrer must eine solche Vorj bildung erbalten, dast er beim Eintritt in das Lehramt; sowohl mit einem den gegenwärtigen Anforderungen der deutschen Lehrerschaft entsprechenden allgemeinen , Wissen, zu dein mindestens eine fremde Sprache gehört,!vie auch init einen! zu seiner praktischen Befähigung als Religionslehrer, Prediger, Vorbeter und Schächter erforderlichen hebräischen und rabbinischen Misten gehörig ausgestattet sei. 2. Säiumtlichen jüd. Lehrer seurinarien Deutschlands must für die religiösen bezw. hebräischen und rabbinischen Disciplinen ein einheitlicher Lehrplan, der das Mindestmaast dessen enthält, was bei der Lehrerprüfung in den betreffenden Disciplinen zu fordern ist, zu Grunde gelegt werden. 3. Das jüd. Lehrerseminar hat die Methodik der jüd. . Religionsdisciplinen ganz besonders zu pflegen. 4. Die Gonserenz hält es für nothwendig, dast die Ausbildung! im Rabbinischen eine tiefere und umfassendere sein : must, als es bisher in den meisten jiid. Lehrerfemi- 1 narten Deutschlands der Fall war. 5. In Anbetracht : dieser den Seminarien erwachsenden Mehrleistung ist j eine Verlängerung der Ausbildungszeit erforderlich. 1 GS märe wünschenswcrth, dast die in Deutschland | vorhandenen sechs jüd. Lehrerseminare ihrer religiösen : Richtung entsvrechend, sich zu drei vereinigten, damit sie geistig und materiell lebenskräftiger gestaltet werden können. — Hierauf referirt der Unterzeichnete Schriftführer über den gegenwärtigen Stand des Familienbeiraths und die Thätigkeit der im vorigen Jahre eingesetzten Commission. Die Satzungen werden vorgelegt, durchgesehen und finden darauf ohne wesentliche Aenderunaen einstimmige Annahme. Der Schriftführer B. Wolfs. mr Anzeigen. -kür den solaklldcll Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. 6 in b. zwei Nervenod. leichte Gemttitzskr. k. i d. Fam c. Arzt a. d Lande, i sctwn. Gebirgsgeg. anfgen. w. Pens. 8-10 M. Off. u- X. 8373 a. Haasenst. & Bögler Sl G Stratzburg i. Elf. [320d Äochlchrlülg. Für mein Hotel ü. Ranges, mit feinster streng koscherer Küche, fudtegtoei «ochiehrttuge, von denen einer bereits seine Lehre als Conditor gemacht haben muß. [8118 C Ltmson, Besitzer des Savoy-Hotel, Wies baden. I Werzittenlir. 3/i Q3QH0V6F «Stftsflrttnjhr. 3/i I g {lenftonat md HStzere TSPerMle * I von Frau Dr. Lavorson u. Frl. Constanco Lovy. Gegründet 1872. —Gegründet 1872. Jetzige Inhaberin- Frl. Conatance Li©vy. I 3um 1. Februar od. früher suche ein proprreS Mödoheu, welches kochen kann. Zeugnisse mit Gehattsausprüche erbeten unter Nr. 8125 an die Geschäftsst. d. Bl. Herrath I Für ein nettes Fräulein,; aus geachteter Fainilie, mit , 7—8000 Mk. Mitgift, wird j passende, religiöse Part»ie gesucht Offerten u. 8. L. 8039 an die Geschäftsstelle bss. Blattes. ÄttÄ* per sofort eine perfecte, streng-religiöse Hö chin, bei hohem Gehalt. f8l12 R. «ottliev, Thorn, W.-P. Suche per sofort ein. kräft. Lehrling, aus achtbarer Familie. Samstags und Feiertage streng geschlossen. [8115 G Jsenberg, Metzgerei u. Wurstwaaren- Fabrikation, M a r b u r g a. d. Lahn.