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Der Israelit · 1899-11-23 · Heft 93 (23.11.1899) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 93 (23.11.1899)
Date
1899-11-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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jH »8. XL. Jahrgang. Dtr Israelit. «» GenLrat-Hrgan für das orthodore IudenLHum Begründet von Br. ftimunn in ülgins Donnerstag, de« 2 3. November 5660 (1899). mr Eine Mnek abonnlrt man bei allen Postanstalten für den Monat Dezember auf den „Israelit". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-Zeitungsschalter deS Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem betreffenden LandbrieftrSger aufgegeben werden. Ausland entsprechend höher. Dir Erprdiiion Srs „Israeli!". Leitender Artikel. Dik jBhifdgt GeWtzte beim Kitzrlir bt« Cbttnubliflleuibtfts. Von Rabb. Dr. Max Beermann—Infterburg. Das Fest der Tempelweihe ist gekommen, und von der Menora senden freundlich die Lichllein ihren milden Strahl in die stille Winternacht und fordern heut wie durch die Jahrtausende in jedem Jahre zum Lobe dessen auf, von dem der Psalmist begeistert singt: wn n hmp hbr '3 nie rs nb vnn ix tö Dbw, „danket dem Ewigen, denn er ist gütig, denn ewig währt feine Gnade, so mögen bekennen die Erlösten des Ewigen, die er erlöst hat aus Drängers Gewalt!" Wie oft sah Israel den Frühling und den Sommer scheiden und den kalten, finsteren Winter Heraufziehen, aus welchen ihm dann das Weihesest wie ein blinkender Hoffnungsstern entgegen leuchtete. Und immer noch ging Erlösung und Erquickung von den Lichtlein aus und immer ließ ihr feuriger Gruß die Eisrinde der Schmerzen aufthauen und die Blümlein neuverjüngten Gottesvertrauens in den Herzen aufkeimen. Auch durch unser Herz zieht beim Schein der flammenden Kerzen ein Ahnen von Verjüngung und erfüllt mit LenzeSzuverstcht die bangende Brust. Wir empfinden einen Hauch jener Makkabäerkcait auch uns umwehen, welche die Hasmonäer dereinst zu Sieg und Triumph geführt. Im Lichtschimmer des Chanukkaleuchters erkennen wir das Unvergängliche und Bleibende an den Hasmonäerkämpfen. Und wie der Talmud die Frage nnun >k» ■obö „Weswegen wird Chanukka gefeiert", nicht mit der Erinnerung an die Schlachten von Bet horon und Emmaus beantwortet, sondern von dem Oelkrüglein berichtet, das in wunderbarer Weise bis zur Herstellung neuen reinen OeleS die Tempellampe speiste, mud ip^-ni dj in npy: L'v' n, so sehen wir in dieser Agada den innersten Gedanken der Makkabäergeschichte ausgesprochen: Die heilige Begeisterung, die den greisen Matatias durchglühte, war stark genug, eine ganze Schaar von Kämpfern mit heiliger Leuchtkraft zu erhellen und mit feurigem Heldenmuth zu umgürten. An solchen Männern hat es vor Matatias und nach ihm nie gefehlt. Der HaSmonäerpriefter zeigt sich als ein rechter Enkel seines großen Ahnherrn PinchaS. in dem der Midrasch da» Vorbild des eifervollen Elias erblickt mHu n sn:s> ,n'n cnjs jmo rvnno Alle drei VinchaS-Elias-Matatiaü illustriren die Wahrheit des Talmudwortes, daß nur deßwegen die Priester der Altarweihe beim Zeltheiligthum in der Wüste ferngeblieben waren, weil es ihre Aufgabe war, den geschändeten Altar des Ewigen in der Zukunft wieder zur heiligen Weihe zu bringen. Aber auch nichtpriefterliche Altarfreunde weiß die jüdische Geschichte zu nennen. Nicht nur Ahroniden haben die Gottesaufforderung befolgt Tön v nibyrrb -p nn p» pHu :npv; „'öie sollen dir nehmen lauteres Olivenöl zur Entzündung einer ewigen Lampe." Die acht Chanukkalichter, die wir am achten Abend des Festes brennen, erinnern mich immer an acht Lichtträger

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