Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 87 (2.11.1899)
- Date
- 1899-11-02
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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J3)er jferaelif. Central-Organ für das orthodoxe Judentham. Alaiier für die israek. Schute. 2. R-v. isss.i MkLzsz. Krilrz« W. N. l«» ». iirrrin dkl jüdislhnl Lehrer tu illjcialonö nnii Weliphalkil (Kitz KSluj. ProtokoU der 10. General-Bersammlung. Der Verein der jüd. Lehrer in Rheinland nnd Westfalen (Sitz Köln) hielt hier seine 10. General- Versammlung ab. Um 10 Uhr Vormittags eröffnete der Vorsitzende, Lehrer Goldschmidt—Köln, die Versammlung mit einem Hoch auf unseren allverehrten erhabenen Landesfürsten. Hierauf begrüßte er die zahlreich erschienenen Mitglieder, sowie die beiden Gäste, die Herren Rabbiner Dr. Koch—Barmen und Lehrer Eppstein—Hoppstädten, den Vorsitzenden des süd-westdeutschen Lehrer-Vereins. Auf Wunsch des Schriftführers wurde der Unterzeichnete zum Protokollführer dieser Versammlung ernannt. Vor Eintritt in die Tages-Ordnung ertheilte der Vorsitzende mit einstimmiger Genehmigung letztgenanntem Herrn das Wort. Derselbe führte unter Anderm aus, daß die mehrjährigen Bestrebungen die drei in Rheinland und Westfalen bestehenden jüd. Lchrer-Vereine unter einen Hut zu bringen, erfolglos waren, dennoch habe er die weite Reise nicht gescheut, in der festen Ueberzeugung, daß eine Vereinigung des süd-west-deutschen und Kölner Vereins leicht zu erreichen sein werde und bitte die Versammlung, sich über diesen Vorschlag zu äußern. Nach kurzer Debatte wurde der Vorsitzende des tagenden Vereins ersucht, mit Herrn Eppstein sofort die Grundzüge einer Vereinigung festzusetzen. Unter Leitung des 2. Vorsitzenden, Sulmann, trat man nunmehr in die Tages Ordnung ein. Derselbe stattete in Kürze den Geschäftsbericht unter Hinweis auf den vorliegenden gedruckten Rechenschafts- Bericht für die Jahre 1695—98 und betonte, daß wir heute auf die gegen uns geschleuderten Angriffe der Leiter des Essener Vereins nicht eingehen wollen, um die kostbare Zeit, die zu wichtigeren Fragen nöthig sei, nicht damit zu verbringen, und weil die Angriffe in einer besonderen für die Lehrer bestimmten Beilage zum Rechenschafts-Bericht widerlegt seien. Das den Mitgliedern zugesandte Protokoll über die vorhergegangene General-Versammlung wurde einstimmig genehmigt und eine Vorlesung desselben nicht für nöthig erachtet. Nunmehr gab der Rendant, Herr Banquier Ph. Wulf—Köln, den Kassenbericht pro 1898, laut welchem den Einnahmen von Mk. 2116,20 die Ausgaben von Mk. 734,40 gegenüber stehen und das Vereins-Vermögen Mk. 5144,97 beträgt. Am Schluffe seiner längeren Ausführung sprach er den Wunsch aus, daß auch die außerhalb Köln's wohnenden Mitglieder mehr als bisher für die Vergrößerung der Einnahmen wirken möchten; „viele Wenig ergeben ein Viel!" Nachdem die nachgesuchte Entlastung einstimmig ertheilt worden, widmete der zweite Vorsitzende dem Rendanten warme Dankesworte für seine uneigennützige Thätigkeit und verkündet deffen Ernennung zum Ehrenmitgliede. Die Versammlung ehrte denselben noch weiter durch Erheben von den Sitzen. Zu Rechnungsprüfern pro 1699 wurden die Herren Blumenthal—Köln und Heyum—Frechen ernannt. Die vom Vorstande zu Punkt 4 beantragte Summe von 500 Mk. für Unterstützungszwecke pro 1899 wurde bewilligt und die Jndennität für den