Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 85 (26.10.1899)
- Date
- 1899-10-26
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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1784 ttiflc Minister haben schon vor ihrer Regierung so allgemeine Liebe und Zutrauen errungen, als der jetzige Justizminister Dr. Ptoß. Die hervorragendsten Staatsmänner in Ungarn erkennen es, daß der Jude auf jedem Gebiete Hervorragendes leisten vermag, nur muß man ihm nicht Hindernisse in den Weg legen. Baron Josef Eötvös hat gesagt: „Wer einen Juden Gutes thut, thut wohl daran, denn er verlängert sein Leben!" Joseph Spitzer. Italien. Mailand. Graziadio Jsaia Ascoli beging unter reichen Ehrenbezeugungen, an denen auch König Humbert sich betheiligte, seinen siebzigsten Geburtstag. Der Gefeierte ist einer der hervorragendsten Sprachforscher der Gegenwart und zugleich ein treuer Sohn unseres Bekenntnisses, dessen Interessen er, wo sich ihm Gelegenheit bietet, zu fördern bemüht ist. Ursprünglich für den Kaufmannftand bestimmt, wandte er sich schon als Knabe dem Sprachstudium zu und brachte es ohne jegliche Anleitung so weit, daß er bereits im fechszehnten Lebensjahre eine vortreffliche Arbeit über das Frilaulsche veröffentlichen konnte. Im Jahre 1861 an die hiesige academia di scienze e lettere als Professor der Sprachwissenschaften berufen, entwickelte er eine wahrhaft erstaunliche wissenschaftliche Thätigkeit, welche das Hebräische, Arabische, Griechische, Lateinische, Deutsche, Italienische, Französische, Englische und Spanische umfaßt und sich zumal auf dem Gebiete der Sprachvergleichung, auf welchem er bahnbrechend gewirkt, bewegt. Askoli ist korrespondirendes Mitglied der Academien in Mailand, Rom. Madrid, Berlin (seit 1887), Wien, Budapest, Petersburg, Paris und Ritter zahlreicher Orden. Im Jahre 1889 wurde er durch das besondere Vertrauen des Königs Humbert in den Senat berufen. Seine dankbare Heimathsstadt legte der Straße, in welcher er wohnt, seinen Namen bei. Prof. Ascoli, welcher wiederholt Vorsteher der jüd. Gemeinde war und an der Spitze mehrerer jüdischer Wohlthätigkeitsanftalten steht, ist eine Zierde nicht nur der italienischen, sondern der gesammten Judenheit. Von E. T. A. Hoffmannö Werken befindet sich eine neue Gesammt-Ausgabe in Vorbereitung und wird voraussichtlich in kurzer Zeit in Max Heffe's leipziger Klassiker Slusaaben erscheinen; die Herausgabe besorgt Eduard Grisebach^ dem >vir schon so manche werthvolle Ausgabe älterer Schriftsteller zu verdanken haben. Eine wirklich vollständige, dabei korrekte und billige Gcsammt- Ausgabe des genialen E. D. A. Hoffmann wird allen Literaturfreunden hochwillkommen sein, besitzen wir doch in Hoffmann ein ganz prächtiges und einzigartiges Erzählertalent, dessen Schöpfungen auch heute noch mit hohem Genuß gelesen werden können: viele Erzählungen Hofsmanns gehören zu den allseitig anerkannten Meisterwerken. Die neue Ausgabe wird eine ausführliche, von Ed. Grisebach verfaßte Biographie enthalten, die zugleich einen vollständigen Kommentar zu den Werken bietet. Besonderes Interesse werden eine Reihe von Beilagen erwecken, darunter ein origneller Brief Hoffmanns im Faksimile, sowie zahlreiche den ersten Ausgaben entnommenen Abbildungen. Wir hoffen noch auf das Werk zurückzukommen. Wr den folgenden Tlieil ist die Redactton Acht verartttrmtM fMfilttrin. Zur felvststSudig. Führung meines kleinen Haushalts, auf dem Lande, dem die Hausfrau fehlt, suche geeignete Jersöntichkeil. Dienstmädchen vorhanden. Off. mit Bild, Gehaltsansprüchen und wann Eintritt erfolgen kann, nehft Zeugnißabschritten erbeten. [7058 Gmatmel Elender, Soetern, Fürstenthum Birkenfeld. «in Kind t Mädchen) an Kindesstatt sofort zu vergeben. Gefl. Off. unter L, L. 7134 an die Geschäftsstelle d. Bl. Kaiserslautern. Kaiserslautern. Hotel Union, circa .'100 Mct. vom Hauptbahnhof. Eröffnung des Restaurants, den 22 Oktober l. I. Beginn des Hotelbetriebes, den 10. November l. I. Elegante große Zimmer, feine, aber streng koschere Küche, aufmerksame Bedienung, neben ermäßigteuPreisen. Victor La/ar, 7039] Kaiserstraße 29, Ecke Beethovenstraße. Gründliche wissenschaftliche und häusliche Ausbildung. Veste Referenzen. Prospekte durch die Vorsteherin (4982 Fräulein Jenny Lehman«. <!^8ie hiesige Stelle eines Borbeters, Religions lehrers u. Schächters ist zum 1. Januar 1900.311 be setzen. Gebalt Mk. lOoO pro Jahr, nebst ungefähr Mk. 800 Rebeneinkünslen. Seminaristisch gebildete Bewerber wollen unter Zusendung iyrcr Zeugnisse sich brieflich bei dem Unterzeichneten Vorstand melden. 17087 St. Ingbert, i. Ort. Der Vorstand der israelitisch. Eultnsgemeinde: ö Samuel Äahn. Ein kräftiger Lekrjun^e in eine Metzgerei, Samstags und Feiertage geschlossen, gesucht. 17021 Moritz Marx, Biebrich a. Nh.