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Der Israelit · 1899-09-18 · Heft 74-75 (18.9.1899) · page 49

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 74-75 (18.9.1899)
Date
1899-09-18
Page
– (sequence 49)
Language
German
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5 Butteuwiesen. Durch I. Lammfromm 4 M. Bern. Durch Frau Luise Weil 5 M. Erlange«. Durch B. Lambert 5 M. E. 8. in R. 4 M. Flieden Durch Vorstand Jacob Stern 5 M. Homburg v. d. Höhe. N. N. 5 M. Guxhagen Durch Lehrer Neuhaus 4 M. Heilbronn. N. N. 5 M. Hammelbnrg. Durch Lehrer I. Geßner 4 M. Illingen. Durch Lehrer M. Berlinger 5 M. König. Durch Lehrer I. Ehrmann 4 M. Koschmin. Durch Rabbiner Dr. A. Heppner 6 M. Kempen. Durch Lehrer M. Benjamin 4 M. K. W. in C. 4 M. Kippenheiw. Durch Frau Leopold Weill 4M. Merzig Durch Lehrer Dannenberg 4 M. Ober Seemen Durch Simon Frank 4 M. Oettiugen. Durch Lehrer L. Gutmann 1l M. Ottensoos Durch Lehrer M. Heinemann 5 M. Ostrowo. Durch D. Hartmann 4 M. Spangeuberg Durch Lehrer Blumenkrohn 4 M. Sterbfritz. Durch Sam. Schuster 4 M. Stadtlengsfeld. Durch Landrabbiner Dr. M. Salzer 4 M. Treysa. G. Oppenheim 4 M. Wandsbeck. N. N. 5 M. Wüfteusachseu. Durch Lehrer I. Grünewald 4 M. Wesel. Durch Lehrer I. Spier 4 M. Zirndorf. Durch Lehrer Mich. Kahn 4 M. Z. F. in M. 5 M. AWM"* Allen, die uns zum njtpn mit ihren Glück- und Segenswünschen beehrt und erfreut haben, sprechen wir unseren herzlichsten Dank dafür aus und wünschen jedem Einzelnen derselben ein npinoi nnts rett». Familie Dr. A. Salvendi. Alliance Israelite Universelle. Schulen und Lehrlingswerke. Bagdad. Man hat seit langer Zeit die Bemerkung gemacht, dass mehr noch als die Knabenschulen die Mädchenschulen einen unmittelbaren wirksamen Einfluss auf die weibliche Bevölkerung ausüben, welche zu heben und zu unterrichten sie bezwecken, mag nun das Resultat mit der grösseren Empfänglichkeit der Frau, ihrem Anpassungsvermögen, oder mit sonstigen Ursachen Zusammenhängen. Die Alliance hat diese Beobachtung öfters gemacht, und man könnte Muster von israelitischen Gemeinden der Türkei oder Marokkos anführen, wo die Eröffnung von Mädchenschulen eine vollständige Aenderung in den Gewohnheiten und Sitten der Bevölkerung hervorgerufen hat. Es war früher Brauch, junge Mädchen von 8—9 Jahren zu verloben und sie mit 12 Jahren zu verheirathen; das hat die Schule abgeschafft. In Bagdad war und ist der Versuch der Alliance besonders schwer. Dort ist eine Bevölkerung von 25—30 000 Juden in gewisser Beziehung durch die geographische Lage der Stadt abseits der civilisirten Welt, wo die Sitten des Mittelalters noch in der Familie herrschen. Die Frau lebt dort in Unterwerfung und vollständiger Unwissenheit. Sehr jung verheirathet werdend, vermag sie keinerlei Einfluss auf den Gatten und selbst auf ihre Kinder auszuüben, und ist mehr als vertraute Dienerin zu betrachten, als Familienmutter, die mau ehrt und um Rath fragt. Sie nimmt nicht die Mahlzeit mit ihrem Gatten und ihren Söhnen ein; die Mutter und die Töchter sind auf die Küche beschränkt. Die Eltern kümmern sich kaum darum, ihren Töchtern eine Erziehung zu geben, weil sie eine solche für unnöthig erachten. Nur die Armen allein lernen einige Haus- und Näharbeit, die Anderen bringen ihr Leben in Müssiggang, in unglaublicher geistiger und körperlicher Trägheit hin. Eine Mädchenschule der Alliance war desshalb nothwendig; der Versuch war schwierig. 1895 eröffnet, scheiterte fast die neue Institution an den Vorurtheilen der Einen, an dem Aberglauben der Anderen, aber die Direktorin, Frau Danon, wusste diese Hindernisse zu überwinden; allmählich mehrte sich der Schulbesuch, und heute steht die Schale in hohem Ansehen. Frau Danon hat jüngst einen Bericht der Alliance einges&ndt, ans dem einige Stellen zu citiren von Interesse sein dürfte. „Im Januar er öffneten wir die Schule. Die Anfänge waren sehr bescheiden. Wir hatten nnr 25 Schülerinnen. Man hatte gesagt, dass das Gros der Bevölkerung uns misstraute. Sie berechnete nicht die Vortheile, welche der Be-

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