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Der Israelit · 1899-09-18 · Heft 74-75 (18.9.1899) · page 29

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 74-75 (18.9.1899)
Date
1899-09-18
Page
– (sequence 29)
Language
German
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1581 Entsetzt fuhr die Familie zurück, sie glaubte einen Geist vor sich zu sehen. Der älteste Sohn findet zuerst die Sprache wieder. „Man hat uns mitgetheilt, daß Du in Wien gestorben seiest." „Ich bin in meinem Leben nicht in Wien gewesen." „Aber Deine Papiere und Dein Vermögen kamen doch daher?" Dem armen Reb Jtzck schien anfangs Alles höchst räthselhaft, doch bald fand er die Lösung. Als ehrlicher und gewissenhafter Mann bemühte ec sich sofort nach Jomtof, die rechtmäßigen Erben des Gumpel Klepsisch ausfindig zu machen, denen er wenigstens einen Theil des Erbe zurückerstatten wollte, indeß vergebens. Gumpel Klepsisch hatte weder Frau noch Kind jemals gehabt, weder Bruder noch Schwester, wahrscheinlich war auch das sein richtiger Name nicht. Reb Jtzik beräth sich mit dem Rabbiner und dieser spricht: „Genießet froh, was Gott Euch befchieden. Sagt ich's Euch nicht, als Ihr Euch fürchtet, die Reife anzutreten: „Harbeh Schluchim lamokom." Gott stehen viele Mittel zu Gebote, um zu helfen. Ihr verstandet nicht, für Euch zu sammeln, da schickte Euch Gott den Gumpel Klepsisch, der auf Euere Em« pfehlungen hin und in Euerem Rnmen jene bedeutende Summe zusammengebracht, und nun hat sie Euch Gott gesch'ckt, als dem rechtmäßigen Eigenthümer, dem die Mildherzigen ihre Spenden zu geben vermeinten." „Jochin wezadik jilbofch." „Der Böse bereitet's und der Fromme wird'- genießen." KW- E it 2 t ) g < n» Für den folgenden Theil ist die Red actio« nicht verantWortkich. Für Mark 1.50 versende ich die reizende Serie der ächten Prof. M. Oppen heim schen Postkarten, bestehend aus folgenden Sujets: 1) Der Gevatter erwartet das Kind öl- 11) Sabbat-AuSgaug 2) Das Schultragen! 12) Der Oster- (Seber) Abend 3) Der Segen des Rabbi! 13) Die Laubhütte 4) Das Verhören 14) Am Vorabend d.Bersöhnungstages 5) Bar mizwa Bortrag 15) Das Purim Mahl 0) Die Trauung 16) Der Dorfgeher 7) Sabbat-Anfang 17) Die Jahrzeit 8) Freitag-Abend 18) Die Rückkehr des Freiwilligen S) Sabbat-Nachmittag 10) Licht- oder Weihefest 10) Sabbatruhc auf der Gaffe 20) Wochenfest. Gegen Einsendung des Betrages expedire franco und lege noch drei weitere jüd. Ansichtspostkarten gratis &ef. Wiederverkäufer erhalten höchsten Rabatt. me] Di X X^ofmmtn, BuchhMg., §?rcm&furt a. W. KehrillW-GrslUh. Wir suchen für unsere Lederhandlung, verbunden mit Schuhmacher- und Sattlerartikel, einen jungen Mann. auS guter Familie, bei freier Station, in die Lehre. Die nöthigen Vorkenntnisse sind erforderlich. Ter Eintritt kann sofort erfolgen. [6193 Gebrüder Frank, Eppingen in Baden. Mer sofort oder 1. October 1? suche ich ein brave-, properes Müdcheu, für alle Hausarbeit, sowie ein Mädchen von 16—17 Jahren, zur Erlernung der Küche. Off. u. J. 6222 an die Geschäftsst. 1EO Wer» eröffnet 1^3 Hotel Zähringer Hof Konstanz, Besitzer: Gustav Hammel* Aeutzerst günstige Lage in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, grotze, freundlich und neu eingerichtete Zimmer, beste Küche, reine Weine. [1815 Aufruf! Eine völlig mittellose Wittwe, mit vier unversorgten Kindern, die aus hochachtbarer Familie stammt und früher bessere ^.age gesehen bittet edle Menschenfreunde, sich ihrer zu erbarmen. Dieselbe lebt in sehr ärmlichen Verhältnissen und ist trotz ihres Fleitzeö nicht in der Lage, für ihre Kinder. denen sie eine streng religiöse Erziehung angedeihen lassen will, die erforderlichen Kosten aufzubringen. Edeldenkende Menschenfreunde werden deshalb freundlich gebeten, der armen Wittwe eine Unterstützung gütigst zu gewähren, lieber den gegebenen Beitrag wird später dankend guittirt. j Auskunft ertheilt Rabb. Bamberg er, Kissingen. Die t Geschäftsstelle dieseo Blatt«- nimmt unter 6091 zur Weiier- . beförderung dankend entgegen.

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