Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 74-75 (18.9.1899)
- Date
- 1899-09-18
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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1574 jüdischen Gesetzes von sanitärem Standpunkte hervorgehoben hat. Er führte folgendes aus: Vor 3400 Jahren stand es in Bezug auf Hygiene sehr schlecht in der Welt. Nur ein Volk richtete sich nach den Lehren seines großen Meisters. Die Christen warfen später seine Lehren in den Wind zu ihrem groben Schaden, während die Mohamedaner einige dieser Gesetze bis heute zum großen Vortheil für sich befolgen. Die Juden bleiben ihrem Gesetze treu und sie sind daher der gesündeste Volksstamm. Die Lehren von Moses können nach den Prinzipien der Hygiene von heute folgendermaßen ausgelegt werden. 1. reine Luft, 2. reines Wasier, 3. reine Nahrung, 4. Reinhalten des Bodens, 5. Reinhalten der Gebäude, 6. Reinhalten des Körpers. Wenn wir die Lehren von Moses mit den Methoden betrachten, welche die moderne Wissenschaft zu unserer Verfügung gestellt hat, so finden wir, daß Moses sich um Ventilationen nicht zu sorgen brauchte, denn die Gebäude im Orient sind im allgemeinen sehr luftig und die Juden wohnten ja in Zelten. Wohl aber zeigte er seinem Volke, wie man die Verpestung der Luft durch Zersetzungsstoffe vermeiden könne, indem er befahl, daß alle Abfälle und Väkalien aus dem Lager an einen geeigneten Platz geschafft und dort verbrannt werden müßten. Wir lernen jetzt erst Moses zu folgen, denn die Apparate, mit denen die Väkalien vernichtet oder nutzbar gemacht werden, sind eine ganz moderne Erfindung, Ganz besonders aber hat Moses seine gründlichen Kenntnisse von den hygienischen Bedürfnissen im Orient an der Regulierung der Nahrungsvorschriften entfaltet, und nur der Befolgung dieser Vorschriften verdanken es die Juden, daß sie bis auf den heutigen Tag weniger an Krankheiten leiden und länger leben als andere Völker. Literarisches. Der Jahreswechsel hat wieder eine ganze Reihe alter Bekannter unter den jüdischen Kalendern auf unseren Nedaktionstisch geführt. Der im 16. Lebensjahr stehende „Annnaire des archives isra&ites,“ herausgegeben von H. Prague (Paris) bringt nach dem Kalendertheil eine Jahresrevue aus der Feder des Herausgebers, eine „Deci, de la dans le passfe“ überschriebene Betrachtung über die Entwickelung der franzöfischen Gemeindeverhältnisse seit J 808 von Lüon Kahn, eine Plauderei über „La mesousoh“ von Len Moscheil u. A. — Ein gerngesehener Gast ist auch Brann's jüdischer Volks- und Hauskalender (W. Jacobsohn und Co. Breslau) der bereits sein 47. Lebensjahr vollendet. Das „Jahrbuch" enthält: Worte der Trauer gesprochen an der Bahre David Kaufmann's von Dr. F. Rosenthal und Dr. M. Brann; Was thun? von Dr. N. Samter; Gabriel Rießer's Briefe an Salomon Ludwig Skeinheim von M. Brann; Zur Stellung gelehrter Juden unter den Arabern (Forts.) von Dr. M. Steinschneider und „die Flucht vor der Braut" von Fcancolm. Ein Bild David Kaufmanns schmückt den Kalender. — Brandeis' illustrirter Volkskalender (Prag) enthält als werthvollste Gabe eine Zusammenstellung des Syuagogrn- Ritus der alten Prager Gemeinde, in's Deutsche übertragen von M. Radtsch; ferner eine Jahresrevue von I. Brandeis, eine Erzählung „die blonde Lea" von N. I. Anders, die Bwgravhieen (mit Bildern) Prof. K. S. Grünhuts—Men und Dr. A. Berliner's —Berlin u. A. — Dem „Frankfurter Volks-Kalenoer" (Kauffmann, Frankfurt a. M.) ist eine Novellette von H. Berger „Die Brüoer" beigegeben. mr Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Auche für m. kl. Haushalt (3 Erw) ein streng-reli giöses Mädchen (od. Witiwe), das den Haushalt selbstständig und zuverlässig führen kann- Familienanschluß und seine Behandlung. Offerten m. Angabe bish. Thätigkeit und Ansprüchen de fördert u. 6217 die Geschäftsstelle dss. Blattes._ Suche zum 1. October ein Lehrmädcheu zur Er lernung der bürgerlichen u. feineren Küche, ohne gegenseitige Vergütung j6220 Siegfried Mayer, Lippspringe. (L|in tci. v»apo|CH, in ver besseren Küche und allen vorkommenden Hausarbeiten (außer Wäsche) gründlich erfahren. findet in meinem kl. Haushalt, gegen guten Lohn, dauernde Stellung. Off. m. GehaltSanspr. u. Zeugnissen an [6225 Frau Rabb. Dr. David, Düsseldorf. Graf-Adolfstr. 31. Ein kräftiger Junge kann sofort die Metzgerei erlernen. Lazarn» Meier, Worms, Mähgasse 10. [0202 Man speist ganz vorzüglich auch auf der Reise, wenn man meine vorzüglichen eorrfrrvtvtSn “TO Mslhmiuell il. Gemüse ied benutzt. Verkaufs st ellen: I. Anton Alexander—Berlin C., an der Stadtbahn 50, B. Jsaacsohn—Frankfurt a. Main, Elkenbachstraße 2, I. Lion—Karlsruhe, Adlerstraße 33, Benoit Levy, Straßburg i. Elf., Alter Weinmarkts platz 6. Geeignete Wiederverkäufer gesucht. B. Goslnr, Lübeck WÜU« . . ....; " -iriv li * lY