Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 74-75 (18.9.1899)
- Date
- 1899-09-18
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XI*. Jahrgang. itttc ErstlKei«. M M 74 s« 75 des „Ssrntlif. Leitender Artikel. Unter Hottes Schutz. Eine Betrachtung zum S u k o t h f e st e. -:yi z'-on nae *nrt pp os ptpx-'n crn zzb ennpSi ij?t fpe^ 'oi L'v' npze* octi naoz mi Pn; oipi map pp prxa cr.i« wnnz Ss-itt” oa rx TiZtirn irr.aa o caoirm . v/z xapr) crxo Der große und bedeutungsvolle, ganz Israel Versöhnung bringende en^ean er ist vorübergegangen, der letzte das Ende des prn er ankündigende Schofarton ist verklungen. Mit dem lauten und feierlichen Bekenntniß des e'pbur x<- "i, „der Etvige allein ist der Gott", haben wir diesen Tag beschlossen. Kaum sind es noch Stunden und wir begrüßen das schöne Sukothsest, welches uns so viele Mizwoth und so viele Freude bringt, uns aber zugleich so viele Pflichten auferlegt. Schon der erste Tag des Sukothfestes ist uns gleichsam ein Mahnruf, unser Thun und Lassen scharf zu beobachten, uns in Acht zu nehmen, daß wir nicht wieder in unsere alten Sünden und Fehler für die uns der Jom Kipur Sühne gebracht, zurückfallen, denn der erste Festestag ist zugleich ,wi d-;\p pzvnb, da wie unsere Midraschweisen bemerken: rzoa pzy rrr , rmaz n-p~p 7xie>' bz :m ry rra ':zb emrp Px*tr bz;n f'tr^Nr.-r 0*0? ,zbibz pav n;i bixn no cm mw ,rrzpn bv 'tivb firrmxi przmi rrzprt . xoern ^r:; xzn fei bin „Vom Versöhnungstage bis zum Sukothfeste ist ganz Israel mit den Gottesgeboten beschäftigt, dieser mit dem Errichten seiner Sukoh, Jener mit seinem Lulow, am ersten Festtage steht ganz Israel mit seinen Lulowim und Esrogim im Namen des Heiligen, gelobt sei er. Dieser sagt zu Israel: Was vorüber von den begangenen Sünden ist vorüber, von jetzt an beginnt die neue Rechnung. Dieses ist also die Bedeutung , ptpxnn cm zzb crr:pb> nämlich ptrx'i itj-p raer^." So wollen wir denn der großen Bedeutung des schönen Sukotfestes und der Erklärung des nicht leicht verständlichen Zusammenhangs der Eingangs citirten epoo der Verbindung der ”i c\ra mit nrr rso unsere Betrachtung widmen. Um zu dieser Erklärung zu gelangen, müssen wir vorerst der geistvollen Deutung folgender Stelle im Midrasch Jalkut vax o seitens meines unvergeßlichen großen Lehrer Rabi Samuel Wolf Schreiber “rat? Erwähnung thun. Dort heißt es bub nnn neoi z\»m v rbv “joe rmpn ,rnvz nzio rme r’pae» v bz , cor pb 70* wmpz z\izi a’pnen. Das Auffallende in dieser Midraschstelle ist, daß gerade derjenige, der das Gebot der Sukoh bethätigt, von allen Schädlingen befreit sein soll, da doch auch die anderen den, der sie ausübt, vor allem Bösen beschützen. Es erklärt dies b"T mex auf folgende Weise. Zu den Grundprinzipien unserer Religion gehört bekanntlich der Glaube an eine xrnn an eine göttliche Vorsehung, die unsere Geschicke lenkt und leitet und keinen Augenblick die Welt dem Zufalle überläßt. Wer von diesem Glauben beseelt, bei dem bewähren sich die Worte weaic "rer nz nsiarr wer aber diesen Glauben nicht besitzt und der sündhaften Meinung, daß Gott seit der Erschaffung der Welt, alles dem Zufalle überlaffe, dem entzieht er nach der Meinung des caaa seinen Schutz und überläßt ihn dem Zufalle wie es heißt: npz op la^n cp opz crey ':x?x, welchem Bibelvers in der nnain er folgende Deutung gibt: Wenn ihr behaupten solltet, daß alle euere Erlebnisse und Geschicke j nur Zufälligkeiten sind, so werde ich euch wirklich | dem Zufall überlassen, und meine euch schützende > entziehen. Die Bedeutung die der naiv rose I zu Grunde liegt, ist, daß wir an die xrnn mnstn I glauben, uns unter ihren Schutz stellen und kei-! ncSwegS an einen Zufall in der Weltführung denken. Dieser Gedanke wird im Midrasch Jalkut aust geführt 7-77! abwa mic rma o«pw 'v Wer das Gebo- Sukkoh auf dieser Welt bethätigt, und damit den Beweis liefert, daß er sich ganz unter den Schutz Gottes stellt und an seine nnzrpn glaubt, 7a« rrapn pp’Ten [e vby den schützt Gott vor allem Bösen xb .un rby ruixri der ist vor allem Unglück gefeit. Und doch gibt es viele, die nicht an das Walten der göttlichen Vorsehung glauben wollen, diese werden noch in ihrem Unglauben bestärkt, da sie sehen, daß oft a'M ym 'b jn p'nx, daß es oft den schlechten Menschen wohl und den frommen und gläubigen Menschen schlecht ergeht, oder daß es den Böfewichten oft ebenso gut geht, als den wahrhaft Frommen. Daher schreiben sie alle Ereignisse in der Welt dem Zufälle zu. Ihre Meinung ist eine auf Jrrthum und Unwissenheit beruhende. Nur den e'pnx een Frommen haben sie es zu verdanken, daß die Strafe sie nicht gleich ereilt und sie in dieser Welt oft gute Tage haben, und ihr Leben in Wohlstand genießen können, da sie durch die cp'-ra Schutz genießen und diese sie beschirmen. So ist cs die nrwn xtzr, die a°w'n allen seinen Menschenkindern ohne Unterschied zu Theil werden läßt, die'auch oft den ew» zu Gute kömmt. Dieser Gedanke nämlich,g daß der sein Leben und Wohlergehen nur dem Verdienste