Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 70 (4.9.1899)
- Date
- 1899-09-04
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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- Safed 4× ep/1046078
- Tunis 1× ep/1048155
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Zur freien Verfügung für höchst dringliche edle Zwecke. Cröv b. Uerzig. Jsaac Schümann: anläßlich der Verheirathung seiner Tochter Auguste 10M. Eiserfey. N. Nathan 5 M. Elturan». S. Bachmann 5 M. Frankfurt a. M. X. N.: beim glücklichen Entgehen einer großen Gefahr 20, aus der gleichen Veranlassung 20, Spende 10, zus. 50 M. Frankfurt a M. Ungenannt 5 M. Frankfurt a. M. Frau Ernestine Mosbacher 10 M. Frankfurt a. M. R. L. . aus Anlaß des freudigen Ereigniffes am 23. Juli d. I. 20 M. Groß-Gtrehlitz, Oberschl. Bernhard Hadra 4.88 M. Hagenbach b. Pretzfeld. L. Mai 5 M. Heidelberg. Sammlung bei der Hochzeit von Frl. RosaSalvendi aus Dürkheim a. d. Haardt mit Herrn Bernhard Löwenstein aus Frankfurt a. M. am 26. Juli d. I. 104 M. J. F. in 8. 5 M. KöuigSbach Leopold Ster« 5 M. Landau (Pfalz). N. N. 5 M. L. L. in H. 5 M. Lohrhaupten. N. N. 0.50 M. Mehring b. Schweich (Mosel). S. Lteser Eahen 3 M. M. A. in H. 100 M. Gt. Johann (Saar). Bernard Borg se«. 5 M. 8. L. in 8. 10.75, P. L. 8, Frau Th. L.: ,I*7N-Geld 20, Spende 14; diverse Spenden 6.25, zus. 60 M. 8. R. in J. 6 M. Tauberbifchofsheim 8. 5 M. Wiesbaden. N. N. (Name unleskrltch) 20 M. Wfeti« (Mähren). Durch Lehrer Leopold Blau: Frau Josephine Graus 3.25 fl. ö. W. => 5.50 M. als die Hälfte der Sammlung bei der Hochzeit ihrer Nichte. Das Fest des Rabbi Schimeon ben Jochai in Safed. Das Centralcomit6 der A. J. U. hat von einem Korrespondenten eine interessante Beschreibung von der Wallfahrt erhalten, die die Israeliten dieser Stadt jährlich nach dem Grabe des Rabbi Schimeon ben Jochai machen. Alle Jahre, am 26. Tage nach dem Pessachfeste (*D1p2 I"^>) veranstalten die Israeliten von Safed ein Fest zu Ehren des Rabbi Schimeon ben Jochai. Dieser Rabbi, der gleichzeitig ein Krieger war, kämpfte gegen römische Truppen. Man sagt, dass er auf dem Schlachtfelde umkam, aber seine sterbliche Hülle sei nach M e r o n oder M e r o n i a gebracht worden, einem Dorfe auf einem Hügel nahe bei Safed. Das Grabmal des Rabbi Schimeon war Jahrhunderte hindurch Gegenstand der Verehrung, ja es sollte Wunder verüben. Indess vor 300 Jahren hatten die Bewohner von Safed die Idee, ein Mausoleum auf seinem Grabe zu errichten, einen Dom und Galerien, und jährlich ein Fest zu veranstalten. Schon 3 bis 4 Tage vor dem Feste beginnt eine ungewohnte Stimmung in Safed zu herrschen. Fremde Gesichter, Juden aus den verschiedensten Ländern sieht man auf den Strassen. Man sieht Juden aus Marocco, Algier, Tunis, Tripolis, Egypten, Persien, Transkaukasien und Rumelien. Alles feiert in Safed. Die einzige Beschäftigung ist, Vorbereitungen zur Abreise nach Meron zu treffen, man fühlt, dass ein grosses Ereignis» vorbereitet wird. Gegen 3 Uhr Nachmittags stellen sich die Fremden und Einheimischen in Prozession auf, und gehen hintereinander durch die langen und engen Strassen der Stadt. Der Menge voran sieht man grosse, mit Silber verbrämte Fahnen flaggen, in hebräischer Aufschrift den Namen des Rabbi Schimeon tragend und Verse aus der Bibel. An der Spitze der Prozession geht ein barfüssiger junger Mann aus Persien oder Kurdistan, bekleidet mit einem geflickten Kaftan, der sich im Gleichgewicht auf den Schultern zweier Kameraden hält und die Menge von oben herab leitet. Dieser junge Mensch ist eine Art Stegreifdichter. Er trägt in einem einförmigen und feierlichen Tone auf Arabisch Verse vor, welche die Menge auf dieselbe Weise wiederholt. Diese Verse sind, man rathet es leicht, zu Ehren des Rabbi Schimeon gedichtet. Indem die Menge so singt, schreitet sie immer weiter. Wenn die Prozession an irgend eine Synagoge gelangt, werden die Fahnen tief gesenkt. Vor diesem Schauspiel fragt man sich immer, ob diese begeisterte Prozession und diese Fahne nicht wie eine Spur der Kreuzzüge (?) zu betrachten sind. Vom Vormittage des Tages der Wallfahrt an fahren alle Wagenvermiether der Umgegend nach Safed. Der Berg von Meron, wo man das Fest feiern soll, liegt zwei gute Stunden von der Stadt entfernt. Gegen 5 Uhr Nachmittags reiste ich ab und schloss mich der langen Reihe des Zuges an. Um jeden Familienvater gruppirten sich seine Frau und seine Kinder. Beim Schimmer der Sterne laugten wir auf dem Gipfel des Berges an. Beim ersten Eindrücke glaubt man sich