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Der Israelit · 1899-08-31 · Heft 69 (31.8.1899) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 69 (31.8.1899)
Date
1899-08-31
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1479 zeigte, riß uns zur Bewunderung hin und mancher der Anwesenden mag im Herzen auf's Neue gelobt haben, seinem Kinde keine andere Erziehung und Ausbildung angedeihen zu lassen, als die, welche man den Kindern durch die n in vermittelt, die von der ungar. Orthodoxie stets hochgehalten und als die einzig richtige erkannt wurde. — Zur richtigen Würdigung der erwähnten Leistungen muß man aber in Erinnuerng bringen, daß es eine Zeit gab, da man in Raab von rnrn-Lernen kaum eine Ahnung hatte. Zur Zeit, da Abfall und Reform noch Mode war, ging Raab vielen andern Städten voran und ein witziger Kopf hat schon vor 60 Jahren auf Raab das Synonim angewendet: Raab (Rabe) ist einsp* rwv! Daß es heute anders ist, ist das Verdienst unseres hochgeehrten, allbeliebten Rabbiners i"nv purn ’jd 2jw' "j. Seinem rastlosen Streben ist es zu verdanken, daß hier ein min rnvbn-Verein existiert, daß eine .min mv^n-Schule ins Leben gerufen wurde, und daß an derselben ein mm ja unterrichtet, der neben seiner seltenen Gelehrsamkeit naiv ninv besttzt, die in die jugendlichen Herzen sich übertragen, dort keimen und aufblühen und erfreuliche Früchte tragen. L. K. Budapest, Ellul, 565'J. — -jnjn“pD'n! Dieses harte Wort hat sich an der „Allgem. jüdischen Zeitung" buchstäblich bewährt. Dieses in jüdischen Lettern erscheinende Journal war ein Revolverblatt schlimmster Sorte. Seit Jahr und Tag fristete es seine unselige Existenz von Beschimpfungen, Drohungen und sogenannten „Enthüllungen." nnw apr Sip ‘npn nwt n' Mit JakobStönen bestrebte es sich bei den hierländischen Chasidim einzuschmeicheln, seine Hände haben aber wahre Esauwerke zu Tage gefördert. Unzählige Mal hat sich dieser journalistische Hochstapler an würdigen v'van rn'vbn vergriffen und machte sich kein Gewiffen daraus, auch als jnvv nn« *ibdd opnx bv sein unreines Handwerk zu treiben. Daß Gesinnungstüchtigkeit und Characterkonsequenz ihm ganz abgingen, dafür aber Anmaßung und schnöder Undank sein Lebenselement gewesen, will ich blos mit einigen kleinen Episoden veranschaulichen. Als vor mehreren Jahren die Herausgabe eines ungarischen orth. Blattes von den hervorragendsten Gedaulim beschlossen wurde, da beeilte sich auch Herr Arje Großberg „Szido Hirado" und seinen Redacteur mit Wonne zu begrüßen. Run läßt sich aller« dings über den literarischen Werth dieser Zeitung und über das Chassidus seines Redacteurs debattiren. Eingeweihten ist es aber klar, daß „Szido Hirado" für die Interessen des gesetzestreuen Judenthums seit seinem Bestände sehr viel geleistet und sein Redacteur in seinem öffentlichen Wirken als Vublicist und Sekretär der orth. Durchführungskommission die orthod. Sache mit gutem Wissen und Gewiffen vertreten und niemals verrathen hat. Ein Mann, der die seltene not hatte, an der Seite sovieler am*« upnxi Jahrzehnte hindurch für das gesetzestreue Judenthum, meinetwegen, Handlangerdienste zu leisten; ein Mann, der die Befehle unserer vvpi und 'iirw n^vn, die mit vta mmo für die Wahrheit Israels eingestanden, im Guten und Bösen durchführen durfte —: ein solcher Mann wird doch auch irgend welches Verdienst haben. Wie lautet doch die Sentenz der Weise: not bv not j^äjd. Nur der „Allgemeinen Jüdischen" blieb es Vorbehalten, dieses offizielle Organ der Orthodoxen und dessen Redacteur auf das unwürdigste anzugreifen. — Ein interessanteres Stückchen. Wer diele „Allgemeine" seit Jahren verfolgt, konnte es wahrnehmen, daß fast in jeder Nummer spaltenlange Aufsätze und Notizen aus dem „Israelit" abgedruckt werden, ohne daß nur die Quelle citirt war. Feuilletons, Erzählungen des „Israelit" erscheinen in regelmäßiger Folge. Ich bezweifle es, ob die Redaction de- „Israelit" justament diese Ausplünderungen sich jemals hat zahlen lassm. *) Dafür aber ließ eS sich dieser dankbare Herr nicht nehmen, diese an ihm und seinem Blatt tagtäglich geübte „Z e d o k o h" damit zu honoriren, daß er bei guter Gelegenheit den „Israelit" und dessen Redactwn in schmählicher Weise persiflirte und aushöhnte, aus dem einfachen Grunde, weil daselbst vie segensreiche Wirksamkeit der hierländischen orthodoxen Centralleitung mit Anerkennung registrirt wurde. Neulich wurde unserem orthodoxen Oberrabbiner Herrn Kopel Reich v in der „Allgemeinen jüdischen Zeitung" seine Privat- und Standesehre ein wenig zugestutzt. In einem offenen Schreiben sagt der Redacteur seinem *on*n tno nichts geringeres, als daß er ein Doppelspieler und Gaukler mit seinen Kundgebungen ist. So spricht der Mann, mit seinem eigenen Seelsorger, der als Zierde, als Vater und Schwiegervater mehrerer orth. Rabbiner, als Gelehrter und hochwürdiger Mann allgemein bekannt ist. — Die Gründung eines mit reinen Händen redigirten „jüdischen" Blattes, war längst beschlossene Sache. Im „Israelit" war dies schon vor zwei Jahren angekündigt. Die leitenden Männer der Orthodoxie beobachteten aber bislang eine zuwartende Haltung. Vielleicht — so dachte man sich — wird dieses systematisch betriebene ira vrnan 'ToPn und dieser nrn Wm doch einmal aufhören. Es haben opn» dw den Ehrenmann gemahnt und gewarnt, sein unqualifizirtes Benehmen einzustellen. Jeder Versuch scheiterte aber an dem Eigensinn und Eigennutz dieses Martyrium-Aspiranten. Namentlich hatte er es darauf abgesehen, den in allen Kreisen hochgeschätzten Präses der orth. Landeskanzlei als nr»w und Verräther der jüdischen Sache zu stigmati- *) Der Zweifel des Herrn CorreSpondenten ist sehr berechtigt. Red. d. „Isr."

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