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Der Israelit · 1899-08-17 · Heft 65 (17.8.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 65 (17.8.1899)
Date
1899-08-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XI*. Jahrgang. jircs. Der Israelit. Ein Aentrat-Hrgan für das orlhodore Sudenthum. Begründet von »r fe|m«nn in Atnins. Donnerstag, den 17. August 565» (1899). Leitender Artikel. Gesetzestreue und Gesetzesdeutung. Betrachtung von Dr. L. A. Rosenthal, Rabbiner in Preußisch Stargard. I. Wie an unzähligen Stellen, so belehrt uns der Midrasch *i 'B ons-f ü&er die unendliM* Güte Gottes. pnonP i'Py morn irapn pw 2'v' rwepP bio’j pii’rn noP ran“? “ja d"i«h Py «mpn Prr> romr a&2i ins n «irr -w 'b n'2pn -ic«tr «P« ny «P: "in n«Prr* yroBcr uiw 'kjb> nonan Py Py v>vnp rrapn fnap opsi in« cra i»npri «P «a nur, im« t,dx jp-tnp’ »a 'kjp pjö mc'yn py om «Pen: "p nanan ■pjöP. Das Kind soll also d e ß h a l b erst am achten Tag in den Bund Abrahams ausgenommen werden, damit es die genügende Kraft besitze; aus dem gleichen Grunde soll das Opferthier erst am achten Tage nach der Geburt angewandt werden können; die Milde der göttlichen Gesetzgebers gegen die T h i e r e ist es, die das Schlachten des Mutterthiers mit dem Jungen am selben Tage verbietet und uns im Abschnitte mtn ’3 vorichreibt, beim Ausnehmen eines Vogelnestes den Muttervogel frei fliegen zu lassen. Da fällt uns eine Mischna ein, die sich in Megilla 25a. findet: „So Jemand in der Tefilla sagt: Py m-na d’hiö "jor "or rnr> Py, -pam irr *rauc ,‘p „Bis zum Reste des Vogels gelanat Deine Allgüte, wegen Deiner Woblthaten werde Dein Name erwähnt, wir danken Dir, wir danken Dir," so bringt man ihn zum Schweigen." Und als Grund für das Verbot des Vordersatzes gibt in der tm ein palästinischer Amoräer die Erklärung ab: rt'nprr bv rmio rntw ’Jbd jto «Pk pw D«m „Weil der Betende die göttlichen Satzungen aus der Allgüte Gottes herleitet (dadurch begründet), und es sind doch unabänderliche Gottes» bestimmungen." Sie unterliegen den menschlichen Deutungen nicht, gleich dem Räthsel der 'dhk rr», „ich habe es bestimmt, ich habe er zum Gesetze gemacht, Du bist nicht berechtigt, meinen Satzungen nachzugrübeln! Darum wundert sich auch R. Elchanan ('pui dp ’jbd m) über R. Eleasar Hakkalliri, der im Piut für den zweiten Tag des Peßachfestes eine solche Deutung über ua n«i im« bietet und sicher gelten seine Worte auch dem von uns angeführten Midrasch, der gerade* d ais als bestimmte Deutung bringt, was der Talmud verbietet. Und das war gerade R. Jochanan ben Sakkai, der die obige Aeußerung über die Para, das Verbot des Grübelns darüber, voll Ehrsucht vor dem räthselhaften Worte des Höchsten aussprach. Und doch ist gerade e r es, der an anderen Stellen die fruchtbringendsten Folgerungen aus dem Gottesworte zieht. So stammen von ihm die schönen Worte über die mran, die Durchbohrung des Ohrs, wenn mit dem siebenten Jahre der jüdische Knecht nicht in die Freiheit ziehen wollte: „Das Ohr, das am Sinai dar Wort gehört; Du sollst nicht stehlen! Und das dies Gebot übertreten ließ; das Ohr, das gehört hat: Mir Knechte sind die Kinder Israels, meine Knechte sind sie, denn ich habe sie aus Egypten geführt — das werde durchbohrt." Was Rabbi Simon hier anführt, ist vollkommen im Sinne R. Jochanan ben Sakkai's gesprochen. Und wie oft gibt Rabbi Simon sebft die Gründe der Miz woth an! „Die Peah muß an der Ecke des Feldes stehen," lautet die Halacha, die er durch viele Gründe erklärt; in ppran gleich am Anfänge gibt er den Unterschied zwischen den Forderungen des Beschädigten, der Ehefrau und des Gläubigers an. Und man ist nicht etwa bei den rmiva yn stehen geblieben. Sehe man den Midrasch rnv« an —

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