Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 62 (7.8.1899)
- Date
- 1899-08-07
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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WSW xii. Jahrgang. Beilage ju M 62 -es Literarischer Bericht. ni220 ''Zw Sy nm nonwn niS«tt> SS12 QH“DK “ibö .tiSSt oySyoixp pan cnis» nno mw p«sn 2in “non« ''Snxn n?>v„ i'S« 11S31 Syny^'B wiu p"pa 21 n'w oy , Sn 12N0.1 P«3N 2Vr Sy nocm 12S mty-n v,n SSid ■hökkö nsra 'ca Sy noSn 'mn ^31 "lBDn ToSm 132 ,i:nn 121 dti-hd nnSSi pa no>o mo rm ♦ «"y iS'Sii ’iSdk3«d 'h p"p2 21 pa noSv» mtdS ytoxpaie Der rühmlichst bekannte Rabbiner Salomvn Katz ''Z hat durch Herausgabe dieses Buches ein doppeltes Werk der Pietät geübt, indem er gleichzeitig seinem großen Schwiegervater Rabbi Abraham Karpeles Spitt weil. Rabbiner in Görbö- Pinczehely und seinem großen Vater R. Moses Katz Spitt weil. Rabbiner in Tur-TerebeS ein literarisches Denkmal gesetzt hat. In erster Reihe seinem Schwiegervater, dem der göttliche Rathschluß alle seine Kinder in ihren Jugendjahren entrissen und der ohne hienieden Nachkommenschaft zu hinterlaffen, am 28. Tischri 5655, ins Grab gestiegen, ist dieses schöne Monument gewidmet, indem es seinen Namen in der Responsen-Literalur verewigt. Und diese nmtpni mS«ty werden unserem unvergeßlichen nrtSSi wi einen Ehrenplatz in der talmudischen Literatur sichern, da selbe sich bezüglich mKp3i niD'in den besten Erscheinungen auf diesem Gebiete an die Seite stellen lasien. In knapper Form, in einem Style, der sich mit dem des 'iv ohjo vergleichen läßt, enthalten sie eine Fülle des Belehrenden und Anregenden für den Talmudforscher und sogar viele wichtige Entscheidungen, welche dem praktischen n«ii.n mio zu Gute kommen können. Nicht minder anregend, wenn auch für das praktisch-jüdische Leben nicht von solcher Bedeutung ist der Theil npo mi von dem sel. Vater des Herausgebers '"3, welcher scharfsinnige Novellen wv Sy rrn njt'3 enthält und eine werthvolle Bereicherung der einschlägigen Literatur genannt werden darf. Auch für die als Einleitung dienenden 18 Deroschos seines sel. Vaters sind wir dem Herausgeber ''3 dankbar, da sie viel treffliches idio nn-n nrno enthalten. Aus dem sich an diese anschließenden, ergreifenden nßon, den der Herausgeber seinerzeit über seinen großen Schwiegervater S'tt gehalten, kann auch der Fernstehende sich einen schwachen Begriff von der Frömmigkeit und Bescheidenheit dieses SKiP'a'Srm irr» y"'T bilden, jedoch wird uns auch der verehrte Herausgeber selbst zustimmen, daß n«in «S 1S21 ntnn mxp dbk man diesen Geistesfürsten persönlich gekannt und mit ihm vertraulichen Umgang gepflogen haben muß, um ihn in seiner ganzen Seelengröße und Vollkommenheit würdigen zu können. Möge das btok Sn« ibd in den weitesten Kreisen in Israel Verbreitung finden und dadurch der Name unseres theuren unvergeßlichen Lehrers Spitt verewigt bleiben und an ihm sich bewähren: mu« D'öSiy pSn«2. Szilas-Balhas, 8. TamuS 5659. Abraham Hirsch Klein, Rabbiner. Das ibd ist um den Preis von 1 fl. 50 kr. zu beziehen bei dem Herausgeber Herrn Salomvn Katz, Bez.-Rabbiner, Hajdn-Szoboßlo, Ungarn. Zeitungsnachrichten und Correfpondenzen. Deutschland. Berlin, 3. August. (Fürst Bismarck und die Emanzipation der rumänischen Juden.) In dem Augustheft der „Preuß. Jahrb." veröffentlicht Dr. Daniels aus einem Auszug der Aufzeichnungen Carols von Rumänien ein bisher noch nicht bekanntes Schlußkpapitel der königlichen Memoiren. Von besonderem Jntereffe und zugleich characteristisch für die „Diplomatie" des Fürsten Bismarck ist die Schilderung, wie der Reichskanzler die Frage der Emanzipation der rumänischen Juden als Handelsobject benutzte, um die deutschen Besitzer rumänischer Eisenbahnpapiere günstiger zu stellen. Fürst Bismarck nahm schon seit Jahren dem Kabinet von Bukarest gegenüber eine sehr unfreundliche Stellnng ein und zwar wegen der schnöden Benachtheiligung der deutschen Aktionäre, welchen die rumänischen Eisenbahnen gehörten, von Seiten derlstegierung des durch unser Kapital aufgeschlossenen Landes. Die Forderung, welche Bismarck erhob, war der Rückkauf der Linie Roman-Galatz-Verciorwa durch den rumänischen Staat, und die Daumschrauben, welche er ansetzte, um die sich wüthend sträubenden Walachen gefügig zu machen, bestanden in den Bestimmungen der Kongreßakte, betreffend die Emanzipation der rumänischen Juden. Man hat bisher geglaubt, daß Frankreich und England es gewesen sind, welche die Emanzipation der rumänischen Juden erzwingen wollten, und daß sich Deutschland