Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 58 (24.7.1899)
- Date
- 1899-07-24
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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WMW VwzdWWWWWWWWWMSMM 1236 Von F. D. Mocalta und mit ihm im Vorstand vieler jüdischer Wohlthätigkeitsanstalten zusammen. Birmingham. Der hiesige Zweigverein der Choowi Zion veranstaltete am Sonntag, 9. Juli eine große Versammlung, in der Oberst Goldsmid und Mr. Prag über die Erfolge der Kolonisation sprachen. Beide Redner forderten zu Beiträgen für die neue Kolonie der Galizianer in Machnaim auf und rühmten die Leistungen des Vereins Zion in dieser Thätigkcit der Selbsthilfe. Erfreulicherweise fand dieser Appell kräftigen Widerhall und es fanden namhafte Zeichnungen für Machnaim statt. Sprechfaal. Für dtesr» Theil übernimmt die Redaktion dem Leserkrei» gegenüber nur die preßgeseyliche Verantwortung.) «US dem Xahethal. Geehrter Herr Redakteur! In Nr. 46 Ihregesch. Blattes besprachen Sie .iv'Nff Angelegenheiten und heißt es dabei wörtlich: „Ein großer Theil der Rabbiner, welche 2’2niff prüfen, autorisieren und kontrolieren sollten, stehen in vielen Fällen hinsichtlich der religiösen Gewissenhaftigkeit und der erforderlichen Fachkenntniß tief unter dem Niveau der 2’2niff." Leider bin ich in der traurigen Lage, Ihnen hierfür den Beweis zu erbringen. Ich fungiere als tarnte auf Grund von niiip orthodoxer Rabbinen und aus Grund einer 213p des sogenannten zuständigen RabbinatS. Der bew. Herr Rabbiner fühlte sich veranlaßt und bewogen, den Wünschen eines durch gewissenhafte Hanohavung der HöTlff sich geschädigt fühlenden Metzgers Rechnung zu tragen, und ihm trotz wiederholten Einspruchs und Hinweises meinerseits auf die absolute Unwürdigkeit desselben (Betr. ist b"i reff 112D und verkauft 22'12-Fleisch für 1ff3) 2l3p zu ertheilen, allerdings unter der scheinbar rechtfertigenden Klausel, wenn der amtierende EITff, beziehungsweise der Lehrer, abwesend ist. Der Herr Rabbiner, von mir auf die Gefahr des Mißbrauches, der thatsächlich wiederholt vorgekomnien ist und gegenwärtig noch vorkommt, aufmerksam gemacht, kehrte sich nicht an meine Worte und unterließ es, die2l2p zu entziehen, was doch eigentlich selbstverständlich gewesen wäre, nachdem ich ihm einen stattgesundenen Fall mitgetheilt halte, laut dessen betr. Metzger 22'H2-Fleisch für 1ff3 verkauf»«. Daß der Herr Rabbiner eS nicht einmal für nölhig befunden hat, vor Ertheilung der ,113p an einen Metzger, der vor ca. 25 Jahren einmal eine sehr zweifelhafte 213p erhalten und auf Grund dieser langen Reihe von Jahren fortwährend die nenff Funktion ohne Fug und Recht ausgeübt und sich überhaupt nicht mehr prüfen ließ, den Vorstand der Gemeinde um deren Einwilligung zu be fragen, ist sehr bezeichnend! WaS bürgt uns nun für die Aufrechterhaltung unserer so wichtigen 22’nff, an der ohnedies allenthalben genug gerüttelt wirs, wenn seitens der Rabbinen der nöthige Ernst und die religiöse Gewissenhaftigkeit nicht vorhanden ift v Eine solche leichtfertige Art und Weise derjenigen, welche die Vorgesetzten und Oberhäupter sein sollen, muß unbedingt dazu beitragen, die .I2'2ff immer mehr und mrbr in den Hintergrund zu stellen, daß auch sie, wie so manches andere Gebot, immer wesenloser und schattenhafter wird. vermischtes. Budapest.' In der letzten Ausschußsitzung der Vesther isr. Religionsgemeinde berichtete der Vorsitzende Präsident Sigmund Kohner über die hochherzige Stiftung von 100,000 Kronen, die der Gemeinde seitens des Haus- und Gutsbesitzers Herrn Moritz Löwy gelegentlich seine- 70. Geburtstages zugekommen ist. Letzte Nachrichten. Gießen, 22. Juli. Gelegentlich der Freitag stattgehabtenEinweihung der neuerbauten Synagoge der israel. Religionsgesell fchaft fand hier eine äuß. sinnige Erinnerungsfeier an Rabb. Dr. Hildesheimer 1"L1 statt. Von einem 122,1 mußte in den jüngsten Wochen durch den bevorstehenden Auszug auS dem alten Betlokale Abstand genommen werden. Herr Prov.-Rabb. Dr. Hirschfeld sparte dieserhalb die Feier des erhabenen Andenkens an 1"L1 1N’il>* '1 auf diesen raff auf um seine Gemeinde tvie er sich in der Predigt ausdrückte, unter den Auspicien des Namens Hildesheimer in das neue 1"3.1'3 einzuführen. Das Ganze war naturgemäß eine 2iQffJ 213T2 in sehr gcschick.er Weise, kein 122.1. Hier nur kurz eine Anwen düng des Verses iy 2M.11 .1182 ,TJ2 ly 233D 121 111’N ’3 2\D, den der verehrte Redner dahin deutete: Rahel weint um ibre Kinder, will keinen Trost annehmen ill’N ’3, weil er nicht mehr ist, er, der in so vielen Beziehungen groß und hervorragend war. Doch der Prophet ruft uns zu: ’oy 1221 1D21; Trost dielet unS das freudige Bewußtsein, Rabb. Dr. Hildesheimer 11 den Unsrigen nennen zu dürfen. Sein 212' aber, 22'TOB 121' Q2»TD3 2'2'IL 2’1iiJ)1 möge die Gemeinde in ihr neues Heim begleiten. daS unter seiner Erinnerung sein heiliges Dasein beginnen möge. — Ueber die ganze ElnweihungSfeierlichkeit, die in allen Theilen als wohlgelungen mit Recht bezeichnet werden darf, werden Sie ' mj?3 in den nächsten Tagen ausführlichen Bericht erhalten. Für heute wollen wir nur unserer Freude Ausdruck geben, daß jetzt unsere heilige 21128 in Gießen für alle Zeiten i"23 ein sicheres Heim gefunden hat. Mit dem neuen 3"2'3 ist auch eine neue, in einigen Wochen ihrer Vollendung entgegensehende mPD verbunden, die auf's Comfortabelste ausgestattet isr, auch ist eine Religionsschule errichtet worden. Bukarest, 22. Juli. Ein Regierungserlaß ordnet für beide runränische Universitäten eine von fremden Studenten einzuhebende Studientaxe von 40 bis 90 Francs vierteljährlich an. Diese Taxe trifft vornehmlich die einheimischen Juden._ Briefkasten der Redaetion. «tttiii: In der Synagoge der angefragten Gemeinde ist eine Orgel. Briefkasten der Expedition. S. F in M.r Betrag von M. 4.—, C.: Betrag von M. 13.80 dankend empfangen. _ 30 o o Ut« a v | lutvo Streng rituelles Etablissement 1. Ranges. Mit Genehniigung Sr. Ehrwürden Herrn Landrabbiner Dr. Rülf, unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Auerbach— Halberstadt. In schönster Lage, ruhiges vornehmes Hauü am Walde und der Promenade, 46 eleg. Salons mit 66 Balcons, große Veranda, extra gut. Verpflegung Volle Pension incl. Zimmer von 6.50 Ri. an. Samstags Gottesdienst. GrSffuuug 1. Mat. Max Hecht. 2751]