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Der Israelit · 1899-07-20 · Heft 57 (20.7.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 57 (20.7.1899)
Date
1899-07-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XL. Jahrgang. M 57. Der Israelit. Aentrat-Hrgan für das orthodore IudenIHum. Begründet von Dr. felttumn in tKtftini Donnerstag, den 20. Juli SSSS (1800). Zur Mervk abonnirt man bei allen Postanstalten für die Monate ZG Juli u. Aug'ust KG auf den Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-Zeitungsschalter des Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem betreffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Ausland entsprechend höher. Die ErprüUion des „Israelit". Leitender Artikel. Welches iß ver KerWimke brr ließen Trofl- Auch ein Wort über den Zionismus. Von Rabbiner Dr. E. P l e ß n e r. Mit dem kühnen, schwungreichen Ausrufe: „Tröstet, tröstet mein Volk!" eröffnet die Synagoge einen Cyklus von sogenannten snonn npav». Wer zwischen den Zeilen dieser Haphtora's *) Es sind bald zwei Jahre, seitdem uns der verewigte Verfasser diese inhaltreichen Betrachtungen zur Veröffentlichung überließ. Durch Zufall lamen dieselben zu spät in unsere Hände, um sie noch vor dem Neujahrsfeste 5058 in unser Blatt aufnehmen zn können. Da es auch hellte noch nöthig ist, den sinnverwirrenden Irrlehren der Zionisten entgegenzutreren, so werden uns unsere Leser gewiß dafür dankbar sein, wenn wir ihnen vor dem dritten Zionistenkougresse diese kurz nach dem ersten Baseler Kongresse uiedergeschriebenen geistvollen Ausführungen unseres unvergeßlichen, theueren Freundes mittheilen, nnnn rncttf "□pu. Red. lieft, der wird den Kerngedanken darin erkennen, „daß wir unsererseits der Erlösung und Befreiung durch Gott nicht vorgreifen sollen!" iw™ nnyn n ,/m" „Ich", der Ewige, zu seiner Zeit werde ich es „schnell" vollbringen!" lehrt die sechste Haphtora; „Ich, ich, bin es, der euch tröstet", predigt der Beginn der vierten Haphtora mit Nachdruck! „Siehe da, der Ewige, Gott, wird mir beistehen!" ruft die zweite schon aus! und so schimmert dieser Kerngedanke vor uns in all den sieben „Haphtora's des Trostes", in den buntfarbigsten Wechselbildern, bis die letzte, zum Thwxaabschnitte Mi» denselben am Klarsten, am^Deutlichsten und Nachdrücklichsten hervorhebt: inarna „dW'! „In seiner" Liebe und milden Schonung hat „Er" sie erlöst." v- Hierin liegt unverkennbar für uns, die wir mit Moses ben Maimon bekennen: rumta pöKö uk„ "!nax ow3J nm nute der Wink, dem svL oruo' D^tprn rum in keinerlei Weise vorzugreifen. Ihm nicht, wenn ich mich so ausdrücken darf, in's Handwerk zu pfuschen. „Ich beschwöre euch, ihr Zionstöchter," heißt's im Hohenliede, „daß ihr die Liebe nicht wecket und aufrüttelt, bis daß sie selber will!" *) „Auf meiner Warte harre ich aus", sagt Habakuk, der feurige Prohet: „Säumt und zögert auch die Erlösung, dennoch sie kommt, und wird nicht ausbleiben!" Nun fährt der heilige Seher fort: *) Es heißt im Text: Ich beschwöre euch: IN niN3St3 mtpn nO'ND Sinn — nach der Erklärung meines Vaters - „Hirsch und Rehe sind Bilder für den schnellen, überhasteten Lauf und Sprung! Greift also nicht vor in euerer Ungeduld der göttlichen Liebe, wartet ruhig bisie von selber kommt " — Rüdiger sagte in seinem Eolleg über Coraticum coraticorum: „DerSänger streiftan den Namen Gottes, der aber den Juden unantastbar heilig ist, und verwandelt sie in Hirsche und Rehe, wie wir „Potztausend" sagen. Aehnlich "n"Dp„ für NOS, i'tt ersten Satze der D"m ’pDD zu J'y.

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