Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 53 (6.7.1899)
- Date
- 1899-07-06
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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M. Ehrlich für Feige Rokeach Kinder 3, zusammen 40.26 Mk. Nendenau. Durch Lehrer Neu mann, Chalogelder von den Frauen: L. Rosenberg 2, 8. Rosenberg 3, H. Rosenberg 1, N. Rosenberg 0 50, (4. Rosenberg 1, Nenmann 2, B. Haas 0 80, J. Haas 0.70, L. Haas 1, A. Haas 1, Fröhlich 1.50. zus. 14.50 Mk. Senn fei d. Durch Lehrer Wolf, Ohalogelder 12 Mk. Wenkheim. Durch Lehrer Wegleiü, Chalogelder 26.40, von Lehrer Hofmann für für das Jahr 5659 8 90, zus. 35.30 Mk. Gesammtbetr. abz. Portoausgaben 414.29 M., wovon 11 Mk. für niXÖi 6 Mk. für 4 Mk. für 2.70 Mk. für 4 Mk für Feige Rokeach Kinder, 3 Mk. für Wwe Rifka Gottlieb, 2 Mk. für 8. Misrachi Edni, je 10 Mk. für die n"3> den Verein Nachsike Thora Weosre Cholim und die R. III, V, VI, VIII und XIIL Mit herzlichstem Danke für alle edlen Spender verbinde ich die freundliche Bitte, mich auch fernerhin mit Gaben für die Armen des heil. Landes erfreuen zu wollen. , , SO. J j a r 5659, Mosbach den — I)r. Löwenstein, 30. April 1898. Bezirksrabbiner. Briefkasten. ÄL 8 in V. Ich bitte höflichst, in Zukunft viel deutlicher zu schreiben; die abgedruckten Namen werden, (ln sie iw Manuskript nicht gut zu ent ziffern waren, wahrscheinlich fehlerhaft sein. Ij. in O. Die von den am 12. April ds. Js. erhaltenen 84.80 Mk. für die Rubriken III und XII bestimmten Quoten werden Sie ti u r in diesen veröffentlicht linden. J. Herzberg in Cffln. Die mir am4. Januar «1, Js. zugesandten 21 Mk. sind in Nr. 695 der „Spende n- V er zeichniss e“ veröffentlicht. B. H. in Ö. Ihre freundlichen Driisse ertviedere ich aufs Herzlichste. 8. E. in Würzbnrg. 10 Mk. am 4. Mai d. J. richtig erhalten. J. D. in E. Ich werde jdncli wolil recht gelesen haben, dass von den 8.90 Mk. nur 2 Mk. für B. 8. B. bestimmt waren? Beachten sie gütigst das blau An gestrichene in der Ihnen am 12. Mai d J. zugesandten Drucksache! Nachrichten aus und über Palästina. Durch alle antisemitischen Zeitungen geht wieder einmal eine gleichlautende Notiz, in der die Erfolge der jüdischen Kolonien in Palästina als ganz geringfügige möglichst in den Staub gezerrt werden. Im erfreulichen Gegensätze dazu steht die Behandlung, welche derselbe Gegenstand bei der Generalversammlung des deutschen Vereins „vom heiligen Lande“ gefunden hat, die am 6. März ds. Js. in Frankfurt a. Main tagte. Pater Schmidt ans Jerusalem, der seinerzeit die deutschen Katholiken bei dem Besuche des Kaisers in Palästina vertreten hat, theilte über die Juden in Palästina folgendes mit: „Heberall findet man blühende Kolonien, in denen fleissig Ackerbau, Viehzucht und andere nützliche Arbeiten von den Juden betrieben würden. Die jüdischen Schulen lehrten alle Sprachen, vor allem aber ihre eigene Sprache, so dass man äut den Strassen Jerusalems neben dem jüdischen Deutsch und Französisch auch Hebräisch hören kann. Man müsse den Juden in Palästina auch eine grosse und kluge Geschäftstüchtigkeit nachrühmen.“ Wir Juden dürfen in der That auf dieses Urtheil des sachkundigen, mit Land und Leuten vertrauten Geistlichen stolz sein. Sehr interessant war in dieser Generalversammlung auch der Jahresbericht des Vereins, aus dem hervorgeht, dass die Einnahmen 198,737 Mark betragen und die Ausgaben 131,397 Mark, und dass für die Errichtung einer Kirche auf dem den deutschen Katholiken vom Kaiser geschenkten Platze Dormition bereits 200,000 Mark eingegangen sind. Wie geringfügig nimmt sich diesen Summen gegenüber aus, was die deutschen Juden für ihre Glaubensgenossen im heiligen Lande leisten! Jerusalem. Viel zu wenig sind in Europa die Anstrengungen bekannt, welche seitens der Russen wie der Katholiken und Protestanten gemacht werden, um sich auch landwirthschaftlich in Palästina auszubreiten. Ein Hinweis auf diese Unternehmungen würde um so interessanter sein, als sich aus einer Vergleichung der Opfer, welche von diesen Seiten für ihre Kolonien gebracht werden, mit leichter Mühe nachrechnen liese, dass die jüdischen Kolonien keineswegs unverhältnissmässig viel kosten. Da ist zum Beispiel Bir Salem bei Ramleh, die Kolonie des Schnellerschen Waisenhauses in Jerusalem. Das Terrain wurde von der Anstalt 1891 in vierzigjährige Pacht übernommen für minimalen Pachtzins an die Regierung. Obwohl das Terrain nicht bezahlt zu werden brauchte, mussten jedoch sofort 19,411,70 Mk. hineingesteckt werden für Brunnenbauten, Anschaffungen und die Errichtung von neun Holzhäusern, zwei deutsche Oekonomen wurden dorthin gesetzt und ihnen sechs Schüler des Waisen-