Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 53 (6.7.1899)
- Date
- 1899-07-06
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2446951-2448953-2449002--48616-2499016- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
sp^^->--nr-s.ry ' > .;“,. 1041 erwecken. Nun so wäre der Zweck unserer Trauerrede erreicht. So weit es an uns liegt, so weit unsere Kräfte reichen, wollen wir den herben Verlust nach Möglichkeit zu verringern suchen. Lernen, lehren wollen wir, jede freie Zeit dem forschen der Thora tveihen und namentlich unsere Kinder ihr zuführen. Ten 1? - Weg, den llnö unser große Rabbiner 7"Lt vorgezeichnet, wollen wir geben und mit unerschütterlicher Liebe und Anhänglichkeit uns um die Fahne des reinen, ungetrübten HCN, der die einzige Grund läge unserer Kebillo bildet, schaaren, ihr, unserer Kehillo, wollen nur «u-schließlich augehören und uns darin durch nichts beirren, durch keine Sopbnlik, durch kein Vlendcwerk, uns zum Verrats) an ihr oder zu einer noch so leisen Zn konsequenz verleiten lassen. Das yisn N:rm pTj rc^N sei und bleibe unsere Devise! Das pTi wollen wir lieben. daS yE'-i hassen, aber ntir das >’£n und nicht die Vcrsonen, mögen sie ihm bewußt oPr unbewußt nachbängen. Bemitleiden wollen wir sie vielmehr, beten, -ubrünstig zu Gott beten NroiTQ 'ninbi irr’Ty '73, daß sie ihr jüdisches, pflichttreues Herz rvieder geiviuncu und sich mit unS dem PDS anschließeu mögen. nD“0 mm, tum <Bcflcn zu werben. zum Segen im abrahamitischeu Geiste, darin wollen mir unsere heiligste und theuerste Aufgabe erblicken. So können und dürfen wir hoffen, daß m?7ß D’p’ia nrvß, daß der Tod der Frommen uns zur Sühne wird, P),' 777' mm Nim, daß Gr der Barnrherzige jede Schuld vergeben, tP'!77" NG. jedes Leid von unserem und Zsrael's K eise fernhallen wird. svN rn-:i7 rnß7 x7i7">. b- BurgkUttVstadt, 0. Zuli. Die äiaehricht von dem Hinscheiden des Scutinar Direktors Dr. Hildes beim er 7"yr, hat geiviß in allen Herzen die schiuerzbaftestc Empfindung wachgerufen. Diesem Schmerze gab Herr Dr. Gottein von der Kanzel aus oruc D beredten Ausdruck. Tief ergriffen schilderte er tie unnergänglichen Verdi nste des großen Lehrers in Israel. feine Schaffeusfreudigkeit, seinen Thatendrang, fein unermüdeteö, rastloses Streben für Ü'7Dn n'7'ß:n rnnj? dtp, Selbst dessen (Gegner rrrrrßten bervundernd seine Größe und seine Verviensle um die Gcsammtheit anerkennen. Trog der ki blichen Ginfalt seines Herzens, der weiblichen Zartheit seines Wesens, war er wie Pinchas voll hl. glühenden Gifers für die Sache deS echten, wahren Iudcuthums, ivar er wie Jeremias ">>'7 mm7i7) 7777 rnvpl 7L7V. wo es galt, die Lehre zu schützen und Einhalt zu gebieten dem religiösen Verfall in Israel. Diese formvollendete tiefergreifende Rede machte auf alle Anwesendenden tiefsten Eindruck. Znin (Pr. Posen). Auch in der hiesigen Gemein-e fand am vergangenen Sonntag NQN7 eine Trauerfeier für 7"Ll 7yD'TiDjn7’n 7N’7Ty i"mno pNjn Din statt, wobei der hiesige Rabbiner Ghaim '“1 ein meisterhaftes mon abhielt. Dasselbe machte aus alle Hörer tiefen Eindruck. London, 2. Juli. Heute Abend wurde in der Hauptsvnagoge Dukes Place, ein feierlicher Trauergottcsdienst, 7-7DH -um ehrenden Andenken des leiser dahingcschiedenen berühmten Rabbiners Dr. Hildesheimer dpi abgehaltcn. Alts allen Stndttheilen fanden sich zahlreiche Theilnehmcr zlir erbebenoeu Trauc.rseier ein, so daß sich die Synagoge, die wie am '77: 77 Abend weiß behängt und festlich beleuchtet >var, schon vor dem Beginn des Gottesdienstes füllte, auch die Damen Gallerte war besetzt. Unter den Anwesenden bemerkte mau auch einige Venvandte des seligen Dnhlugegangene», Frau Esther Hirsch u. Sohn, Herrn Bauguir W n 11 mit Frau Gemahlin u. Herrn Heinrich Fränkcl aus Alünchen. Rachsem das TlMß-Gebet verrichtet wurde, re.itirie der Vorbeter in klangvoller stimme Psalm 1k), woraus der Obi f Rabbi Tr. Adler die Kanzel betrat und eine herzergreifende Rede hielt. Er betonte, daß der eole Dahingeschiedene ein wahre On: in Israel war, groß als Mensch in seiner hingebenden Menschenliebe, — groß als 'mm, indem er als Gründer des orthodoren Rabbiner SemiuareS zu Berlin nach allen Weltgegenden hin ortbodore Rabbinen in die Genlcinden verpflanzt und groß als jüdischer Gelehrter, wovon seine vielen Gutachten und Aussätze über pi>r, sowie.die gründliche Behandlung deS von ihm edirten m7n: ni77n, besonders die merkwürdige Vorrede z t diesem Werke, Zeugnis; ablegen. Wenn hier in England für illothleidende anderer Welt theile gesammelt tvurde, war eS Dr. Hildesheimer, der hilfreich zur Seite stand, wie z B. anläßlich der Hungersuotb in Persien oder Palästina :e. illachdem Dr. Adler nahezu cti'c Stunde lang über die vielseitigen Vorzüge dieses nilvergeblichen und unersetzlichen großen Mannes (theilweise deutsch und theilweise englisch) gesvrochen hatte und das D'-iya Gebet verr chtet war, sang zum Schluß der erhebenden Feier die ganze Gemeinde l77J', nach der am Kol- Ridre-Abend hier üblichen Melodie. Alle Herzen waren von Trauer erfüllt. AM" Anzeigen. K Für der folgender Theil ist die Rrdartior nicht verantwortlich. Kingegangene S p t it b e it. Für die Armen des heiligen Landes. Durch A. ElSberg iu Hamm für G.-J.: Walz 0.50, Stern 1.."><», Otoldschniidt l, Wwe. Edler <».50, E. Olsberg 1.50, A. Elsberg 1, beim Solospiel abgcsctzt von: A. Elsberg, E. Stern M. Ltern 5.06, zus. 9.96 M. -- Ungenannt in Rezingen für R. M. b. h. 0.70 M. — (Gesammelt dicrch Lehrer I. Rc. )Lolpcrt in Neustadt i. 0. bei der Verlobung von Fri. Auguste Dppeuhcimcr Hier mit Herrn Moses Iouas aus Fr. t'krumbach 4.50 M. - Matnas Iad für E.-J. 1 M. — Durch Lehrer A. Roßmaun in tvelsfeld: David Homiuel t, Ploni 1.-15, Simon Katzmann 1, Ilida Wahlhaus II. für MiSgab Ladoch 5, derselbe für Hindu Lorbeerbaum 1, Juda Wablhans I. 2.50, Isaak Weinberg 1, Moses Morgenrolh 1, Helene Weinberg. Ohalogeid 1, zus abz Porto 12.70 M. — Feist?)tavv in Groß Umstadt für E.-J. 2 M. — S'gmund Löffler, Oigarren Fabrik^in Rlanuheim: Tdcil einer Sannnlung gelegentlich der Hochzeit des Herrn Leo Weil aus Ludwigshafen mit Rudoltine Steruhcimer aus Mannheim für E.-J. 7.05 M. - Sam. Rosenihal in Holzappel für E.-J. 3 M. Ghalogelo v. Frau Bettcheu Schöuberg in Weislirchen 5 M. — Veit Oahn in O'annsladt f. E.-J. 10 M. ■— A. Elsberg in Hamm i. W.: Vom Einsender 1, E. Olsberg 1>>, zus. 11 M. - Ehalo-Geld von Frau Dr. Kornblum in 'Wiesbaden 10 M.