Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 53 (6.7.1899)
- Date
- 1899-07-06
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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1032 Asams lautete wörtlich: „Die Juden sind ebensolche treue Unterthanen des Schah wie die Perser, und ihr Handel beruht nur auf Concurrenz; ein Verbot gegen die jüdischen Hausirer erlassen, wäre gegen die Gerechtigkeit." Auch das Gesuch einiger Fanatiker, man möge die Juden aus dem Weichbilde der Stadt Teheran verweisen, wurde von der persischen Negierung energisch zurückgewiesen. Rußland. Petersburg. In Rußland beschäftigt man sich sitzt mit der Idee, die Deportation nach Sibirien abzuschaffen. Die Verschickung dahin wird durch gerichtliches Urtheil in drei Formen ausgesprochen. Zunächst als Katorga-Strafe für die „schwersten und gemeinsten" Verbrechen. Zu diesen gehört u. a. Verleitung eines Rechtgläubigen zum Uebertritt in das Judenthum. Die mildere Form der gerichtlichen Verschickung ist die Zwangsansiedelung. Dieser verfallen u. a. Diejenigen, die selbst zum Judenthum übertreten. Die dritte Form der gerichtlichen Verschickung ist die einfache Verbannung nach Sibirien. Zu dieser dritten Kategorie wird das Vergehen der Mischehe eines Juden mit einer rechtgläubigen Christin gerechnet. Aber man darf sich nicht etwa dem Wahn hingeben, daß mit der Abschaffung der Deportation die hier aufgezählten Verbrechen aufhören werden, als solche im heiligen Rußland zu gelten. Türkei. § Konstantinopel. (Das Koscherfleisch in der Türkei.) Die jüdischen Fleischhauer hier bedürfen zum Betriebe ihres Gewerbes eines Ältestes (1V2N2N2) vom Chacham Baschi, der dafür von jeder Oka (8tf Gramm) Fleisch eine Steuer von dreißig Paras (etwa sechzig Pfg.) einhebt. Die Eintreibung dieser Steuer erfolgt jedoch nicht durch den Chacham Baschi selbst, sondern durch eigens von der Gemeinde dazu berufene Funktionäre. Letztere fordern jetzt, daß diese Steuer noch vor dem Verkaufe entrichtet werden soll, was die Fleischhauer jedoch entschieden verweigerten. Gestern haben nun die Vorsteher der Synagoge im Stadtviertel Karakoi, die das Bethaus des Chacham- Baschi ist, unter dem Vorsitze ihres Präsidenten Jsak Pascha, eine Sitzung deßhalb abgehalten, in der vierzig spaniolische und polnische Fleischhauer ihre Klagen vorbrachten uud zugleich folgende Anträge stellten: 1. Die Steuer für das Kofchersteifch soll nicht im Vorhinein, sondern erst acht Tage nach dem Verkaufe des Fleisches eingehoben werden; 2. die Steuer selbst möge, weil sie nahezu eine unerschwingliche ist, von dreißig auf zwanzig reduzirt werden; anderenfalls würden sie gezwungen fein, mit ihren Preisen in die Höhe zu gehen, was wieder ein Abbruch für die ärmere Klasse wäre. Die Fleischhauer wiesen zugleich daraufhin, daß die Regierung ohnehin beim Verkaufe von Koscherfleisch acht Procent vom Reingewinne einhebt, und können sie daher diese doppelte Steuer nicht mehr erschwingen. Der Vorstand hat sich seine Entscheidung Vorbehalten. Jndeß besteht der Chacham-Baschi auf seine Forderungen und ertheilt er nur jenen Fleischhauern das Hechschar- Attest, welche ihre Steuer, wie bisher und noch dazu antieipanäo entrichten. In Folge dessen haben viele jüdische Fleischhauer hier ihre Läden schon geschlossen und wollen sie erst nach einer ihnen günstigen Entscheidung des Vorstandes öffnen. Briefkasten der Redaktion. H. W. 91.: 18. Oktober 1886 gleich 19. Tischri 5646, Sidra rvtwrn. E ®. in A : Das erfahren Sie am besten von Ihrem Schulinspector. N. K. in K Freundlichen Dank für Ihren gefl. ausführlichen Bericht. Wir müssen aber dankend ablehnen, da wir über Hespedim, die am Sabbat abgehalten worden sind, nicht rcferiren. Ein alter Leser: Wir übernehmen für unsere Notiz die volle Verantwortung. Die betr. Restaurationen haben zwar keinen "|DW, werden aber von den zuständigen orthodoxen Rabbinern als zuverlässig empfohlen. Briefkasten der Expedition. 2. 10 in K.. M. 2.45. Lövy Nürnberg: Betrag von M. 7.— dankend empfangen._ Die Beilage der „Sprüche der Büter" in Bttchfarm mutz wegen Raummangel heute zurückgestellt werden._Red, d. Jsr. Zurückgesetzte Sommerstoffe ~ 10 Prozent extra Rabatt auf alle schon reduzirten Preise, wegen vorgerückter Saison. M u a t 6 r auf Verlangen franco. Modebilder gratis. im Ausverkauf. b Met. solid. Mestor-Zephir z. Kid. f Mk.1.50 6 „ „ Araba-SommerstofF „ ,, „ 1.80 6 „ „ Niava-SommerstotF „ „ „ 2 10 6 „ „ Üollar-Carreaux „ „ 2.7V Ausserordentliche Gelegenheitskäufe in modernsten Kleideru. Blousenstoffe zu extra reduzirten Preisen vers. i. einz, Metern, bei Aufträgen von 20 Hk. an franco. Oettlnger n. Co., Frankfurt a. M. Versandthaus. Mod. Herrenstoffc z. ganz. Anz. f. M. 3.60 Pfg „ Cheviotstoffe „ „ „ „ „ 4.3b „ Saolbad Havzbuvg. Streng rituelles Etablissement I. Ranges. Mit Genehmigung Sr. Ehrwürden Herrn Landrabbiner Dr. Rülf, unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Auerbach— Halberstadt. In schönster Lage, ruhiges vornehmes Haus am Walde und der Promenade, 46 eleg. Salons mit 36 Balcons, große Veranda, extra gute Berpflegung. Volle Pension incl. Zimmer von 6.50 M. an. Samstags Gottesdienst, «r-ffuuu- 1. Mai. 2751] Max Hecht.