Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 50 (26.6.1899)
- Date
- 1899-06-26
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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XjL. Jahrgang. jSetlnuc;u M 50 des „Israelit". Literarische Umschau. 'ZN warn wo 'a-ne rton ''B dp nyiE -,-sv rnSDin ♦ rroptt p"pi 21 'iiiy L"rr p'n 'a-no Tpin Selbstverlag des Verfassers M. Fkiedmann, Bez.-Rabbiner in Töth, Com. Raab (Ungarn). Die Tosephta ist trotz der Aufmerksamkeit, welche ihr gründliche Talmudkenner wiederholt zugewandt haben, noch heute ein schwer zu erschließendes Gebiet, dessen Boden an vielen Stellen noch der kundigen Hand wartet, die ihn urbar und allen zugänglich macht. Der Verfasser des vorliegenden Werkes führt sich als bewährter Pfadfinder auf diesem Gebiete in dem oben erwähnten Werke ein. Es ist zu bedauern, daß dem gelehrten Verfasser bei seiner Arbeit nur die corrupte Preßburger Tosephta- Ausgabe und die ebenfalls nicht sehr correcte Wilnaer Ausgabe zur Benützung vorlag. Erst nach Fertigstellung seiner Arbeit kam er in Besitz der von Zuckermandel veranstalteten Tosephta-Ausgabe nach dem Erfurter und Wiener Tosefta-Manuscripte, die er dann mit Rücksicht auf den Umfang seines Werkes nicht mehr in der erwünschten, ausgiebigen Weise verwerthen konnte. Viele von dem Verfasser als irrig festgestellten Lesarten werden durch diesen Vergleich als irrig bestätigt und die von ihm vermuthete Richtigstellung trifft mit dem Wortlaut der Wiener und Erfurter Tosefta-Manuscripte in vielen Fällen zu. Es ist dies ein Beweis für den kritischen Sinn und die tiefe Vertrautheit des Verfassers mit dem Gegenstand feiner Forschung. Die Qualification des Verfassers zur Erforschung der Tosefta, und die Vorzüglichkeit seines vorliegenden Werkes wird auch durch Approbationen bedeutender zeitgenössischer Koryphäen der Thorawissenschaft anerkannt. Wir schließen uns diesen Empfehlungen mit der Hoffnung an, daß das Werk recht viele Käufer finden möge und der Verfasser dadurch ermuthigt werde, das begonnene Unternehmen fortzusetzen und zu vollenden. npnn epite prp v"n mixrt? bv fliniK ivv nanwi 'nnn nanwi 'o niona d^ibc nixa noso d’jh .xpz'Lv p-na» xjna fcni wi 'Zvv Selbstverlag des Verfassers; Rabbiner Nachmann Kahan in Szaploncza, Maramaros (Ungarn). Wer je als Rabbiner täglich Veranlassung hat, bei Benutzung des Schulchan Aruch sich der Werke nanwi nsw und nanwi 'nriv zu bedienen, hat es gewiß mit uns schon bedauert, daß es keine Fortsetzung derselben gibt, welche die Schriften, der nach diesen Werken erschienenen owrix und besonders die vielen später edirten manwii mfwp berücksichtigen. Diesem Mangel ist durch das oben genannte riinix 'd c”n wenigstens für den ersten Theil des iiir abgeholfen. In zwei großen Foliobänden hat der gelehrte Verfasser ein so reichliches Material in klarer Uebersichtlichkeit verwerthet, daß auch den weitgehendsten Ansprüchen, die an ein derartiges iss gestellt werden können, entsprochen wird. Bei dem Gros unserer zeitgenössischen nxunn »toa dürfte doch die geringschätzige Bewerthung unserer v'Ziinx wenig vertreten sein, welcher der Verfasser in der Vorrede entgegen tritt. Selbst diejenigen, die sich selber unter die D'zunx rangiren, und daher den Entscheidungen der letzteren keine höhere Autorität, als sich selber zu erkennen, dürften doch im Ernstfall einer zu treffenden Entscheidung sich nach dem Urtheil selbst gleichwerthiger Autoritäten umzusehen das Bedürfniß empfinden, wenn auch nur um eine Stütze oder auch erwünschten Anlaß zu haben einer von der eignen abweichenden Ansicht mit Gründen entgegen zu treten. Aber davon abgesehen, ist das vorliegende Werk so reich an Excerpten auch aus den D'wm, daß seine Benützung das schwierige Quellenstudium derselben ganz wesentlich erleichert. Da das Werk nicht durch den Buchhandel, sondern nur durch den Verfasser zu beziehen ist, so ist leider zu befürchten, daß sein Erscheinen vielen ’^pa rmn unbekannt ist. Es ist das sowohl für letztere als für den Verfasser zu bedauern. Wir hoffen daher, daß diese Ankündigung genügt, um dem Werke die Aufmerksamkeit aller derjenigen zu sichern, welche einer Fortsetzung des nanwi r«nw nanwi neo bis auf die neueste Zeit entgegensetzen. Dieselben werden das Werk mit lebhafter Freude begrüßen und mit gutem Erfolg benützen. Zettimgsnachrichterr und Eorrefpondenzerr. Deutschland. Berlin. Im Herbst dieses Jahres wird eine gemeinnützige Schöpfung ins Leben treten, die Dank der hochherzigen Initiative der Frl. Pauline Münchh ause n und der opferwilligen Mitwirkung zahlreicher Menschenfreunde, nach mühseliger Vorarbeit nun praktische Form annimmt. Die Altersversorgungsfrage eines großen Theiles unserer gebildeten Frauenwelt