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Der Israelit · 1899-06-12 · Heft 46 (12.6.1899) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 46 (12.6.1899)
Date
1899-06-12
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XL. Jahrgang. M 46. Der Israelit. Ein Aenlrat-Hrgan für das orlhodore Audenthum. Begründet von Dr. ftefrmann in tttutni Montag, de« 12. Leitender Artikel. Ale «onfuHtnp der KWAtdebstte» in de» »eitltze« DarlattttiiUn- Mainz, den 11. Juni. Wir finden die Consequenz, zn welcher die Schächtdebatten in den deutschen Parlamenten drängen, nicht so sehr in einer Agitation zu Gunsten der Schechita nach außen, als in einer solchen nach innen, in unserem eigenen, heimischen, jüdischen Kreise. Wenn wir sehen, daß man in der nichtjüdischen Wllt geringschätzig und verächtlich über die Schechita denkt, und daß man für den Angriff auf unsere Religion»- und Gewiffensfreiheit gerade Mizwas Schechita zum Vorwand nimmt, so liegt die Frage nahe, wie wir selber denn zu dieser Mizwa stehen, wie ernst wir sie nehmen und üben. Wenn dann ein auch nur flüchtiger Blick zeigt, wie unsäglich viel bei uns nach dieser Seite hin zu wünschen übrig bleibt, so können wir für diese fundamentale Institution nicht Achtung und Rücksicht fordern, so lange wir selbst es daran fehlen lassen. Wenn unsere Schechita so beharrlich und heftig angegriffen wird, so ist e» unsere erste, unabweisbare Pflicht mit doppeltem und dreifachem Ernst über sie und über alles, was damit zusammenhängt zu wachen, daß von unserer Seite allen religionsgesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen mit minutiöser Genauigkeit und Gewissenhaftigkeit Rechnung getragen werde. Das ist aber viel leichter zu verlangen, als in Wirklichkeit auszuführen. Wer es versuchen will dieser Pflicht gerecht zu werden, wird eS sofort erfahren. Juni S8S9 (1899), wie die zahllosen innigen Fäden da» nniso der nv'np und np’-D mit dem ganzen nm» und jiw des Einzel- und Gemeindelebens unauflöslich verknüpft ist. Eine gewiffenhafte Handhabung der Schechita ist undenkbar ohne gewiffenhafte Schächter, Metzger, Rabbiner und Vorsteher. G.wiffenhafte Schächter, Metzger, Rabbiner und Vorsteher fetzen gewiffenhafte Einzelne voraus, aus welchen sich die Gemeinde zusammmensetzk, welche diese ihre Beamten und Leiter nach dem Grade ihrer Fähigkeit und Gewissenhaftigkeit wählt und installirt. Fehlt ein einziges Glied in dieser Kette, so ist diese ganz gelöst und das mn» aller Gemeinde - Institutionen, vor allem aber das der Schechita ist fragwürdig. Er treten dann die schreienden Mißstände ein, wie wir sie täglich vor Augen sehen, denen die fortwährenden Klagen und Rügen grlten, wie sie uns von allen Seiten Jahr ein Jahr aus zugehen. Es gibt faktisch nicht eine einzige jüdische Gemeinde, welche die Schechita-Jnstitution nicht hätte. Die Schechita ist nominell da, der Form ist genügt, aber der Kern, die Wirklichkeit fehlt. Man kann ganze Provinz u mit vielen jüdischen Gemeinden durchwandern, die Schochtim und Anftrlten zum Fleisch-Verkäufe haben und doch kann der gewissenhafte Jehudi, der sich nicht selber täuschen will, keinen Bissen von dem als uw verkauften Fleische genießen. EU großer Theil der Rabb len, welche die Schochtim prüfen, autorisiren und kontrolliren sollten, stehen in v'elen Fällen hinsichtlich der religiösen Gewiffenhaftigkeit und der erforderlichen Fachkenntniß tief unter dem Niveau der Schochtim. Es gibt eine große Anzahl vonRibbinen, Schochtim und Fleischhändlern, die in Folge ihrer irreligiösen Führung jede Glaubwürdigkeit über iv>2 und nviv eingebüßt haben, die richtig ibo geschächtetes Fleisch nur unter ihren Händen zu haben brauchen, um e» nach den Anforderungen de» p zu einem rto pcc

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