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Der Israelit · 1899-05-25 · Heft 41 (25.5.1899) · p. Seite 792

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 41 (25.5.1899)
Date
1899-05-25
Page
Seite 792 (sequence 30)
Language
German
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792 logisch richtige und die einzig gerechte Forderung die: adhnc snb judice lis est, der Streit schwebt noch vorm Richter und so lange der streit schwebt, kann niemand dem (.Mejr geber zumnthcn, Stellung für den einen der streitenden Theile zu nehmen. tSehr richtig!) Ich verlasse aber diesen Gegenstand, nachdem ich glaube, einen ausreichenden Beivcis dafür erbracht zu haben, daß wir auch im Zentrum uns sachlich mit dem Anträge der Herren Antragsteller beschäftigt haben. Für uns ist und bleibt bei allem guten Willen, jeder nnnöthigen Thierquälerei zu begegnen, wenn nöthig auch reichsgesetzlich zu begegnen, unübersteiglich die Schranke des Eingriffs in religiöse Satzungen. Und wie richtig wir gethan, uns ans diesen grundsätzlichen Standpunkt zu stellen, das zeigt uns nach den Erfahrungen der Maigesetze und angesichts der vielfältigen Versicherungen, daß diese Zeiten für immer vorüber seien, der Umstand daß noch am 25. Avril d. I. von fast allen Seiten dieses Hauses zu unserer nicht ge ringen Verwunderung anerkannt worden ist: das Staats gesetz steht unter Umständen auch über dem religiösen Gesetz, auch über dem Gewissen des Einzelnen. Meine Herren, um aber diesen, wie ich selbst sehr gerne anerkenne, widerwärtigen und häßlichen Streit mit einem persönlichen Worte zn schließen, will ich nicht nur darauf Hinweisen, daß ich schon früher einmal gelegentlich derselben Erörterungen gesagt habe: „Nicht mit zu hassen, mit zu lieben sind wir da", und um dem Zitat aus der „Antigone" ettvas hknznzusügen: ausgleichende Gerechtigkeit, deS Gesetzgebers höchste und schönste Pflicht zu üben: sondern ich möchte mich noch beziehen auf das schöne Wort, welches der jetzt eben verstorbene Kardinal Erzbischof Philippus Krementz von Köln im Frühjahr 1893 an die Abordnung der Shnagogcngemeinden und der Rabbiner in Köln gerichtet hat, indem er sagte: Mögen wir in unseren religiösen Ueberzeugungen aus einandergehen, das mag jeder Mensch mit seinem Gott abmachcn: aber die Menschen sollen in Werken der Nächstenliebe und Tugend wetteifern und in Ruhe und Frieden trotz verschiedener religiöser Anschauungen miteinander leben. (Bravo! in der Mitte.) Mnzetgen. Für den folgende« Thcil ist die Red actio« Sicht vermMoortlich. AHilitärfreier jg. Mann, m. ■wlia. Zeugn. u. Referenz., welch. Eonsument.. Kauflcute u. Fabriken in Süddeutschland nachweislich m. Erfolg besucht hat, sucht bei besch. Ansprüchen Comptoir- oder Retsestelle Offert, u. 3708 an die Geschäftsst. d. Blatt. gkür nach Eöln in besserem O jüdischen Hause einfaches ArLulein zur Stütze der Hausfrau gesucht. Solche hat Morgens die Küche zu besorgen u. Nachmittags die Schularbeit, zweier Mädchen, im Alter von 11 u. 9. Fahr, zu beaufsichtigen. Frro.-Off. u. K. T. 937 an Haasen ftein und Bögler, AG, Eöln. [152b hiesige Gemeinde, bestehend aus fünf Mit gliedern, sucht e. Religionlehrer, Chasan u. Schochet, welcher unverheirathel sein muß. Gehalt Mark 360 und Mk. 100 Nebenverdienst, nebst freier Station und Wohnung. Reflect. wollen ihre Zeugnisse senden an den Borstand der isr. kultusgemeinde [3702 Joseph Löv. Gersheim, Pfalz. LLine isr. 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