Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 41 (25.5.1899)
- Date
- 1899-05-25
- Page
- Seite 783 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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783 so gehalten, daß sie jedem Kinde aus streng-religiösen Hause ohne Furcht und Gefahr in die Hand gegeben werden kann. Von Reformidee und Neuerungssucht ist in dem Buche feine Spur. Vater und Mutter stehen nicht, sondern Wen auf besondere», ans der guten Stube hergeholten, durch Kissen erhöhten Polstersesseln, und die ganze übrige Tisch gescllschaft bilden drei kleine Mädchen, von denen jedes einen silbernen Becher vor sich hat. Eine Hagada haben sie freilich nicht vor sich, denn sie können noch nicht lesen. Rur das älteste Mädchen, ein Abr-Lchütze hat cs schon so weit gebracht, daß es schon ganz nett hebräisch ninao no vor tragen kann'. Des Knaben, den wir auf dem Bilde auf dem Schoße der Mutter erblicken, geschieht in der L-kizzc keine Erwähnung. Aber aus der vorhergehenden Erzählung wissen wir, daß der kleine Karl noch nicht "'rrT? jnn, noch nicht viel über ein Jahr alt ist. Ilm bcn Leser mit dieser Gesellschaft, die - borribiw <U«cka --- ohne Hagada müßig um den Tisch herumsißt, bekannt zu machen, führe ich einige Worte aus der Skizze an. "Nachdem alle Vorbereitungen für Peßach getroffen sind, nachdem das Ostergeschirr, das ein ganzes Jahr lang oben in der Kiste gestanden, heruntergcholt und eingeräumt war, und auch nicht ein einzigcs Stückchen von all den Sachen, die sonst in der Küche waren, hatre verbleiben dürfen, plaudern die drei kleinen Mädchen vo>r all den Herrlichkeiten, die der heilige Abend bringen sollte: „Ich habe schon die seidenen Kissen gesehen", rief Selma, und ick, oie gestickten Bezüge", sagte Toni, „und ich brauche auch nicht zu Bett heute Abend," plauderte Nestküken, „die Mama hat's mir fest versprochen". Da guckten sie alle drei nach dem Himmel, ob die kleinen Lichter denn noch gar nicht kommen wollten. „Der ltcse Gott, will seine Lampen heute auch gar nicht anstecken", sagte die kleine Marianne weinerlich; „vielleicht hat der^ liebe Gott keine Streichhölzer mehr", meinte Toni, worauf Selma wichtig crwiederte: „Seid Ihr aber dumme Kinder, der liebe Gott braucht doch keine Streichhölzer; wenn der sagt, es werde Licht, dann wird'S gleich hell, er braucht nur zu befehlen, dann leuchten seine Sterne schon von selbst." „Er bat es gethan, sieh da ist einer." jubelte Toni, und da noch einer: Mama» so komm doch, alle Sterne sind schon da." Die Kinder wissen also, daß nran mit ttfiTp bis D' ns warten muß 1 Uebrigens ist ja kein Mcnschenwerk vollkommen und auch an dem besten tvird etwas ansznsetzen sein. Bei einer etwaigen zweiten Auslage würde ich rathen, nicht nur das Bild, sondern auch manches im Decke ztl ändern. So muß es S. 02, Z. 1 heißen: „Run schenkte die Mutter die Becher voll und den größten, der übrig zu sein schien, stellte sie gefällt bei Seite, für den Propheten Elia, den Vorläufer de- Messias, wie sie sagte. Und weiterhin Z. 9, sind die Worte „der vier Brüder" zu streichen. Diese Kleinigkeiten können jedoch den Werth des Buches, das für Kinder von 7--10 Jahren sehr unterhaltend und belehrend sein dürfte, nicht beeinträchtigen. 0 Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Dacanz. In hiesiger Gemeinde ist die Stelle eines KultusdienerS, Hilfs kantoe und Hilfsfchochet zu besenen. Fester Gehali p. a. Mk. 1100. , "Neben verdienst ca. Mk. '>00 . Ne ilectanten wollen sich unter Angabe ihrer Famitienverhältnisse und Beifügung von Zeugnissen an die Unterzeichnete wenden. [37oo Die Verwaltung der isr Kultusgemeiude Nördlingeu (Bayern). H^ädcheu, das einfache Küche führen kann und etwas Hausarbeit verrichtet, per 10. Juni gesucht. >0724 Krau Louis KeuMwangcr, M ü n ch e n, Oettingerstr. 2. Sehrer nimmt 1—2 Kua den oder Mädchen in Pension, crtheilt "Nachhilfe. Briefe u. „München" lll. U. 8903" an Rudolf Moste, München. \203a] laßen Sie fteiges Master? dann können Sie in fünf Minuten ein feines Mitagessen Herstellen, ivenn Sie meine vorzüglichen confettritfcn IttfD Flkischumreu u. Gewisse HtfD benupen. Man verlange Preis-Eourank. Referenz: Sr Ehrw. Herr Rabbiner Dr. E arle b a ch—Lübeck. (6608 B. Goslar, Lübeck. L e r k a n f s st c ll c n : I. Anton Alexander —Berlin an der Stadtbahn 00. I Lion—Karlsruhe, Adlerstraße 33, Benoit Levy, Straßburg i. Elf , Alter Weininarktplatz 6. Geeignete Abnehmer zum Wiederverkauf gesucht. In unserem Verlag erschien: Sprüche der Wüter (!8vrr ',r©> von Dr M Kehmann Erstes und zweites Buch je Mk. 1.50 Ladenpreis Zu bezieh n durch olle Buchhandlungen. Joy. Wirthltze SofbHöjöturtstrei A.-G., Mainz. SUlir suchen für die hiesige isr. Ncligionsgemeinde, per 10. August, event. früher, einen seminaristisch geprüften Lehr., Bordet, u. Schachet, der sich einer Prüfung des Schächtens dem orthodoxen Nabbinat unterzieht- Fixer Gehalt Mk. 100o.—, .stcben verdienst ca. Mk. 700 . 'Nur Inländer wollen ihre Offert, mit Zcugllißabschriften nebst Angabe üb. Familie u. Alter an len Vorstand der israel. Religions - Gemeinde Max Haas, richten. [148c Groß-Gerau, 17. Mai 1899. §Urension für isr. Mädch, welche bie franz. Sprache und ncbenb. d. Hauswesen erl. möchten. Madame H. Weil, Rne da Quai 2 bis Montrenx (Schweiz). Ref.: Herr Großrabb. Prof. Wertyeimer, Genf. fi48>, JModes. Tüchtige Verkäuferin d. Buchs., franz. und englischen Sprache rnächtig, s. Stelle. Off. unter E. 3684 an die Geschäftsstelle dieses Blattes.