Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 39-40 (18.5.1899)
- Date
- 1899-05-18
- Page
- Seite 752 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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752 schlöffen wie auch folgendem, was die „Revue d'Orient* Nr. 163 berichtet: Ein Lehrer in Bnlagau beschäftigte sich weniger mit der geistigen Erziehung und Bildung seiner Schüler als mit ihrem Seelenheil. Seine Arbeit bestand besonders darin, die Verirrten in den Schoß der orthodoxen Kirche zurückzuführen. Mit den Verirrten waren natürlich die jüdischen Schüler gemeint, die gezwungen wurden, nicht nur den Katechismus zu lernen, sondern auch die Kirche u. s. w. zu besuchen. Als er glaubte, seine Schüler hinreichend in die Artikel des orthodoxen Glaubens eingeführt zu haben, befahl er ihnen das Zeichen der christlichen Religion zu tragen und öffentlich ihre definitive Bekehrung zu vollziehen. Die jüdischen Eltern wurden hierüber empört: ihre Proteste hatten zur Folge, daß man dem zügellosen Eifer des Lehrers uno zugleich Predigers ein Ziel setzte. Türkei. Korrftantirwpel. (Israeliten der Türkei.) Wie bekannt, behandeln der Sultan und die bohen Beamten der Verwaltung die Israeliten mit der größten Gerechtigkeit und Unparteilichkeit; dennnoch giebt es gewiffe Provinzen des Reichs, in denen des Schicksal der Juden schrecklich traurig ist. Die Provinz von Armen ist seit mehreren Jahren Beute heftiger Unruhen, fortwährender Aufstände, die in der ganzen Bevölkerung, besonders in der israelitischen einen Zustand unaussprechlichen Elends verursacht haben. Die Alliance hat vor einigen Wochen eine bedeutende Unterstützung nach Sana gesandt, dem jüdischen Centrum der Provinz. In einem Briefe, den die Angesehensten der Stadt an das Central- Komitee gesandt hatten, legen dieselben Rechenschaft über die Verwendung des Geldes ab und fügen sehr betrübende Berichte über die dortige Lage hinzu: Die Araber, unsere Nachbarn, ebenso wie gewiffe Beamte, behandeln uns mit der größten Verachtung. Im Falle allgemeinen Unglücks lassen die Behörden an die Armen Geld vertheilen; die Israeliten allein sind von diesen Maßregeln ausgeschlossen' für uns gibts kein Mitleid. Das Elend zwingt die meisten jungen Leute, ihre Familien zu verlaffen; viele unter ihnen sterben Hungers, andere machen freiwillig ihrem gequälten Leben ein Ende. Unsere Klagen finden niemals Gehör: wir üben die wohlfeilsten und niedrigsten Arbeiten aus; 60 000 Juden leben in Jemen vollständig verlaffen. Die Lage ist um so kritischer, als wir seit acht Jahren keinen hinreichenden Regen haben. Der Preis der Lebensmittel ist ungeheuer gestiegen, und die Arbeiter sind ohne Beschäftigung. Dazu kommt noch, daß wir der Gegenstand fortwährender Mißhandlungen sind. ir E « i e t q e n. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. 3n meinem Manufacturu. Confections-Gesch., Sam stags geschloffen, findet ein Lehrling Stellung Kost und Logis im Hause. [3578 Bathau Süßer. Karlsstadt am Main. /Lresucht zu einem älteren ™ Ehepaar ein zuverlässig., tücht., isr. Mädchen, welch, gut kochen und allen ander. Hausarb. vorsteh, kann, auf 1. Juni. Hoher Lohn wird bezahlt. [3568 Aule- «ahn, Sulz. Ober-Elsaß. r 6I6R-COGNAC ' COGNAC .INAUGN PREISLAGEN i an vpDriRvFRKftVfEn A [3508] suchen einen akademisch gebildeten Prediger und Religioudlehrer zum möglichst baldigeu Eiutrittt. Gest. Offert. mit Zeugnißabschriften sind bis zum l. Juni an unseren Schriftführer Herrn Herrn Ganz zu richten. Vorstand d. Synagogen Gemeinde Barmen. (261a Soolbad-Snderode im Harz. ■wz Rosenthals Pensionshaus Vom 20. Mai er. bin ich nicht mehr in Friedrichroda, sondern in Suderodc. Die Schechita versieht der unter Aufsicht des H. Rabb. Dr. Auerbach in Halberstadt stehende Lehrer Goldschmidt in Quedlinburg. 116h Jleu eröffnet £}otel Tewin. Streng 1EC Haus 1. Ranges, Eentrum der Stadt intb in nächster Nähe der Badehärrser, des Parku. Kurhauses. Elegant möbl Zimmer, mit u. ohne Pension. Table d'liolie i lthr Diner ü. ]>art uiife ä In carte, sowie Wein. Bier, «affee, Thee >'c.. werden zir jeder Tageszeit in prachtvoll eingerichtetem Saal und Garten verabreicht. Eigner Schächter ■UN^Don und IPND rai rt>ru '"p pDran. Anerkannte Referenzen zu Diensten. 13622 AteUer für Goldu. Kllllst-Ktllkerki von Frau R. Silberstein, Karlsruhe, Lsteinstraße 16. Anfertigung von Proches, SesermLntelchen u. Schulchan-Decken sowie sonstige Stickereien jeder Art von der einfachsten bis zur feinsten Ausführung. Reperaturen werden schnell u. exact ausgeführt. Billigste Preise, sowie streng reelle Bedienung. [880 Bad-Friedrichroda “120 in Thüringen. ”|2»2 Hotel u. Pension Klndenhof, Lindenstr.,5 Min. v. Bahnhof. Streng rit. u. Aufs., comfort, eingerichtet. [214a Siegir. €harl;, früher Wittwe Weil.