Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 39-40 (18.5.1899)
- Date
- 1899-05-18
- Page
- Seite 747 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Xli. Jahrgang. Mette Seil, m M 39 & 40 des „Israelit*. Leitender Artikel« Eine Entgegnung. Von Dr. H, Elirentreu« (Fortsetzung.) IV. Zu Maim. na nxait: II. 6) bemerke ich pag. 176 b, lit n, dass dort die drei Worte ,Dmnt2 DIXN ne fehlen, wodurch der betreffende Passus ganz unverständlich ist. Ich mache auch zugleich auf die Genesis dieses in alle neueren Ausgaben übergegangenen Druckfehlers aufmerksam. In der ed. pr., die sine anno et loco erschienen ist, ebenso in der ed Soncino u. ed. Constant. steht an der Stelle dieser Worte: Dnttfi ma anna, dazu bemerkt!2"2 in der ersten ed. Venetia vom Jahre 1574 D*ö Qisn nta nnrrcs ipma^ “psn, er meint aber offenbar, es müsse an deren Stelle heissen dikh nt na aninü, denn er selbst zitirt unmittelbar vorher die Worte des D'aon in dieser Weise. Der erste Drucker hat aber das missverstanden und hat diese Worte gänzlich weggelassen, ohne das Richtige an deren Stelle zu setzen. In späteren Drucken ist sogar in den en2 der Fehler hinzugekommen, als ob er die richtigen Worte anxn na D’mnto streichen wollte, was ja nach seinen eigenen Worten falsch ist. F. hat nun bei seinen Nachforschungen in den alten Venezianer Druckausgaben des b"3ö*i und auch im meine Eroendation bestätigt gefunden, nur will er meine Erklärung über die Entstehung dieses Druckfehlers nicht gelten lassen. Sie ist aber richtig, wie ich gezeigt, da ö“2 selbst diese Worte korrekt zitirt. Ob die ed pr. in Venedig erschienen ist. wie ich geschrieben habe, mag dahingestellt bleiben. Zum Schluss bemerkt F., dass Straschun in seinem B’28*n ’iipa das Fehlen dieser drei Worte bereits anmerkt. In meinem Exemplar steht diese Bemerkung nicht, ich kann sie wenigstens nicht finden. Es giebt vielleicht eine neuere Auflage dieses Werkchens, die ich nicht besitze. V. Meine Bemerkung p. 178 b, lit. y: ptf *:i ’tPl rrn bezieht sich auf das fehlende und nicht, wie F. annimmt, auf das in der Handschrift stehende it. VI. Der nächste Punkt handelt von der Erklärung des Ausdruckes “jy.ae, welcher an drei Stellen im Talmud, Chullin i 32b, Rosch haschana 4 a und Sebachim 32 b, vorkommt. In den beiden letztgenannten Stellen erklärt Raschi diesen Ausdruck von kjib gleich xjyitt „Last'1; "pitoa heisst „von Deiner Last“ und der Sinn ist: aus dem Material Deiner Beweisführung, mit welchem Du mich belasten willst, entnehme ich den Beweis für meine Behauptung. Dieser Sinn passt auch vorzüglich zu allen drei Stellen, vgl. m 'Din in Sebachim. Aehnlich erklärt es auch der Aruch, nur dass er, nach Mussafia, u. W. von ruy» kjib gleich „Behauptung“ ableitet, was dem Sinn nach dasselbe wäre, sprachlich jedoch ohne Analogie dastünde. Kohut macht dazu die sonderbare Bemerkung: Vin yn '2 p]ki ,*bh njH3 'j 121 yrnx ni'nix rbznb, als ob nach Raschis Erklärung nicht ebenfalls die Elision des 'y angenommen werden müsste. Anders erklärt es Raschi in Chullin, wo er es einfach mit dem Worte ynyjn umschreibt. Diese Erklärung ist ganz unverständlich, wenn man nicht annehmen will, wie ich im D"i p. 180b angegeben, dass Raschi die LA “jnßa mit '' vor sich gehabt; das würde allerdings dem ynyan entsprechen, denn xtsa ist gleich yan im Hebräischen. Es ist jedoch bemerkenswerth, dass in der Raschihandschrift Cod. Merzbacher, die ich zu meiner Arbeit benützt habe, auch an dieser Stelle die Erklärung Raschi's ähnlich lautet, wie an den übrigen zwei Stellen. F. hat für diesen Ausdruck eine völlig abweichende Erklärung und siüzt sich dabei auf Brüll in seinem nitrart xna. Er stellt die Behauptung auf, u. W. stamme von iva Bitte und wäre so viel wie *]:a ivaa. Beim besten Willen kann ich mir diese Erklärung nicht zurechtlegen, iva stat. empb. xnnaa ist ein Nomen, als Zeitw. „bitten“ ist es nicht belegbar, woher kommt also das pj in das Wort, yivo ist nicht dasselbe wie ya iva, denn eine solche Zusammenziehung giebt es nicht, und dann durfte, nach dem Beispiel von ‘■jaa nttyna, die Präposition 3 nicht fehlen, es müsste yitsaa heissen. Wenn Brüll mit seiner Erklärung u. W. die Schwierigkeit, dass i6iy in Chullin (nicht in Rosch haschana) den xai Rabbi nennt, behoben sieht, so sehe ich offen gestanden, gar nicht ein, wieso ihm das gelingt. Diese Schwierigkeit, die bereits von vielen aufgeworfen wurde, löst