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Der Israelit · 1899-04-17 · Heft 30 (17.4.1899) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 30 (17.4.1899)
Date
1899-04-17
Page
– (sequence 24)
Language
German
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-E AE '- ■"■ B e r i c h t über dieThätigkeit des Kolonisations-Comite s in Odessa vom 1. Jjar5653 bis zum 1. Jjar 5056 (16. April 1893—13. April 1896). (V. Fortsetzung.*) Die Baumschule soll den zuziehenden Kolonisten werth volles Material zum Anpflanzen bieten. Ausser der Baumschule sind bereits 1200 Maulbeerbäume, 1200 Pfirsichbäume und 5000 Weihrauchstauden gepflanzt. Die Verwaltung des Barons besitzt in Sach es einen Chan, welcher zwar die Grosse des Chan in Chedera nicht erreicht, aber viel besser zur Wohnung geeignet ist. Ausser Stall und Speicher befinden sich zwei Wohnräume darin, über welchen jetzt ein zweiter Stock zu Wohnungen errichtet wird In Dschillin befindet sich ein Steingebäude für die Verwaltung und drei Holzhäuser für die Arbeiter. Diese Gebäude sind auf drei Seiten mit einer Anpflanzung von Weihrauchstauden, und aut der vierten Seite von Maulbeerbäumen umschlossen. Der Baron besitzt auf dieser Kolonie 30,000 Dunam Land, die Kolonisten von „Schub6 Zion“ 8000 Dunam. Die Letzteren haben auch eine kleine Baumschule angelegt. Ausserdem haben sie bereits 17,000 Maulbeerbäume angepflanzt in Zwischenräumen von je vier Metern, ferner 8000 Weinstöcke von Malaga - Reben, welche die Kolonie „Rosch-Pinah“ ihnen lieferte, und in der Nähe ihrer Wohnungen noch einige Maulbeerbäume und Weihrauchstauden. Das Wohngebäude der Kolonie „Schubö Zion“, welches in kleinerem Massstabe nach dem Muster des Verwaltungsgebäudes angelegt ist, befindet sich am Wege von Saches nach Dschillin, eine Viertelstunde von ersterem Dorfs, und dient auch dem Inspektor der Kolonie, Herrn Rosenberg, zur Wohnung. Das Land von „Schub 6 Zion“ umfasst 120 Abtheilungen L 50 Dunam. Jedem Kolonisten wurden drei solcher Theile zum Preise von 25 Dollar zugetheilt. Eine andere Abtheilung von dreissig Kolonisten hat 40,000 Dunam. Herr Gläser ist diesen Kolonisten zum Inspektor eingesetzt. Dieselben haben erst einen Theil des Kaufpreises entrichtet, und den Anbau noch nicht begonnen. Eine dritte Abtheilung von vierzig Kolonisten, unter Inspektion des Herrn Müller, hat 2500 Dunam, wovon sie versuchsweise einen Theil mit Gerste besäet haben; dieselben haben den halben Kaufpreis für ihr Land entrichtet. Von den dort befindlichen Kolonisten aus Rumänien haben etwa 80—100 ihr Land in Ausdehnung von 10,000 Dunam mit 40,000 Frs. bezahlt. Zehn Familien dieser Abtheilung haben ihren Wohnsitz bereits von Rumänien nach Damaskus verlegt, zwanzig Männer befinden sich in Saches. Diese Abtheilung hat schon 5000 Maulbeerbäume, 100 Oelbäume und 10,000 Weinstöcke gepflanzt. Für sich haben diese Kolonisten auch 50 Dunam mit Gerste, Weizen, Linsen, Erbsen und Kartoffeln besäet; meistens arbeiten sie jedoch für die Verwaltung des Herrn Baron. Die dort befindlichen russischen Kolonisten besitzen 14,000 Dunam Land. Der Boden von Saches zerfällt in 70% vorzüglichen Lehmboden, wovon etwa 5% mit Steinen bedeckt sind; die übrigen 30% sind felsig und nur stellenweise dem Anbau günstig. Sandfelder sind dort nicht. Dschillin hat mit Ausnahme von 20 o/o Baumwoll-Anpflanzungen, auch guten Ackerboden, welcher bis jetzt mit Weizen, Gerste, Bohnen und Mohn bestellt war. Der Wasserreichthum dieses Bodens macht ihn zu Gartenanlagen geeignet. Obwohl diese Kolonie erst im Werden begriffen ist, berechtigt sie zu schönen Hoffnungen. Durch dieselbe ist der erste Schritt geschehen, das fruchtbare Ostjordanland zu kolonisiren. €. Ejn Sessim. Diese Kolonie, welche ihren Namen „Olivenquell“ mit Recht trägt, liegt im Westen des Landes, 20 Minuten von S a f e d, 1% Stunden von Rosch-Pinah und 12 Stunden von Chaifa. Ihre Felder erstrecken sich am Abhange einiger Lehmhügel, welche zum Theil mit Eichen und anderen Waldbäumen bestanden sind. Der Boden der Kolonie zeigt verschiedene Erdarten, zumeist kalkhaltigen Boden, stellenweise mit Lehm und Thon vermischt. Quellen sind reichlich vorhanden. Dieses Land hat die Verwaltung von Rosch Pinah in den Jahren 5651 und 5652 (1891—1892) angekauft, und unter Leitung eines besonders dazu ernannten Inspektors anbauen lassen. (Fortsetzung folgt.) Drack 4« Joh. W,irtk’»ek«a HofbmekänMkani AetMn-GwMllach&ft, Haha. *) 8. Nr. 694.

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