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Der Israelit · 1899-03-13 · Heft 21 (13.3.1899) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 21 (13.3.1899)
Date
1899-03-13
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XI*. Jahrgang. Beilage ju M 21 -es „Israelit“. __u - iji ■ ■■■«■ . .1 . >..»»».»»,.» - >>-»>-" ' ..- »w .. ... — Literarischer Wericht. s'^-n rase by rzbrt: z'2rr,r, DHn ":ec er r'Z'trrn byz b‘x; re*c npt: ^rr* n^;n -xe 1rr;n Vst sw ‘m7,nz |‘s;rD -v'v «recaPs rPtr n? yxP ’.&T Vitt r-ner *j'na xpxpD. Selbstverlag des Herausgebers : A. S. Schreiber, Sereth (Bukowina). Ein posthumes Werk Nabbi Moscheh Sofer's b in bedarf nur der Ankündigung, um ihm die Aufmerksamkeit aller Forscher und Freunde der Thora zu sichern. Die äußeren Umstände jedoch, die bei dieser Veröffentlichung Mitwirken, verdienen besonders hervorgehoben zu werden. Der Herausgeber, ein Enkel des Verfassers, ist ein wohlhabender Mann, den bei dieser Publikation keine Rücksicht auf peeuniäre Vortheile leiten: der Gesammterlös der Auflage ist einem humanitären Zweck gewidmet. Dadurch fördert jeder Käufer des Werkes nm und rer rPvas zu gleicher Zeit. Wenn aber auch die stnauzielle Lage des Herausgebers keine ungünstige ist, so sind es doch die reichen literarischen Schätze Rabbi Moscheh Sofers V», die noch nicht durch den Druck veröffentlicht sind. Wir besitzen von ihm seine mm, nach den vier Theilen des “py geordnet, welche 1377 rw enthalten; trsr.T zu den rrraco: r.zv, ctce, epr;, pr;, xina xa-, <x ppr>, zwei c’p^B von pirn raec; zwei Bände, welche 80 rrrc in rtr behandeln, eine Erklärung auf die ~-r unter dem Titel: mr; heilige Gesänge und Dichtungen unter dem Titel: rv'r r-L' und Darstellung einer wichtigen Periode seines eigenen reichen, vielbewegten Lebens unter dem Titel: p-an -ec. Unedirt sind noch viele erv%r\r, zu verschiedenen rraae, viele ern n*:*c, große Bände Erklärungen zur Thora und den wr:s und endlich sehr viele Vorträge.- Aus diesem reichen literarischen Nachlaß hat uns der Enkel nun die Forschungen seines Großvaters zu \'b)r, ’zz durch den Druck zugänglich gemacht. Es ist ein stattlicher, 72 Folioblätter umfassender Band, in welchem sich ein herrlicher Gedanke an den anderen reiht, die zusammen ein harmonisch abgeschlossenes Ensemble repräsentiren, das allenthalben den gottbegnadeten Geist seines großen Verfassers wiederspiegelt. Der Commentar beschränkt sich nicht auf eine bloße Wort- und Sacherklärung der einzelnen Stellen, sondern schweift vom eigentlichen Gegenstand in besondere Excurse ab, welche die Meisterschaft des genialen Verfassers ganz besonders zum Ausdruck bringen. Es sei hier z. B. nur auf die Erklärung zu der Stelle: pirrre ps rP nex: prv:TO ps nb -res o sp pP-> verwiesen, die dem Verfasser Gelegenheit giebt, seine Anschauung über die npn und deren Verurteilung durch rrten byz u. a. in präcis lichtvoller Weise auszusprechcn. Jede neue Erklärung des er erhöht die Sehnsucht, die noch vorhandene, unedirte Fülle des literarischen Nachlasses in ihrem ganzen Umfang veröffentlicht und sie vor Verwitterung und Vergilbung gerettet zu wissen. So finden sich am Ende des vorliegenden Bandes zwei noch unedirte, handschriftlich vorhandene r*a:e»n, die vor jetzt gerade 100 Jahren niedergeschricben wurden. Wer einmal Gelegenheit gehabt, die oft schwer leserliche Handschrift des er zu lesen und erwägt, daß ein Jahrhundert und mehr, das darüber hingegangen ist, die Durchsicht und Sichtung der theueren Manuscripte noch erschwert, der zittert vor dem Gedanken an die Möglichkeit, daß der Zahn der Zeit diese Kleinodien bedrohen und sie der Nachwelt ganz entziehen könnte, wenn sie nicht durch den Druck vor diesem Schicksal gerettet werden. Der Herausgeber des vorliegenden Bandes möchte nun gerne an die Veröffentlichung auch der übrigen Schriften seines Großvaters schreiten. Aber die großen Kosten der Drucklegung ihm allein zuzumuthen, wäre ein unbilliges Verlangen. Wenn der Absatz des neuen Bandes durch genügende Nachfrage den Herausgeber zu der Hoffnung berechtigt, wenigstens einen Theil der Druckkoften der folgenden Veröffentlichungen ersetzt zu erhalten, so wird er sich auch der Verantwortlichkeit, der Opfer an Zeit, Muße und Geld unterziehen, die eine solche Veröffentlichung verlangt. Mit Rücksicht darauf sind dem Werke die thätigen Sympathien aller rrr *afr.x* pjp ganz besonders zu wünschen. Der Herausgeber hat durch die Ausstattung des ganzen Werkes, durch geist- und gemüthvolle Zuthaten aus seinem eigenen reichen Wissensschatze und dem seines Vaters b1Ttt 't'z v>r alles gethan, um ein Werk zu schaffen, das jedem etwas bietet, und das kein Kenner ohne wahrhafte Befriedigung studiren wird. Möge es allenthalben Eingang und recht weite Verbreitung finden! Rabbiner Dr. Ehr mann, Baden (Schweiz.)

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