Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 18 (2.3.1899)
- Date
- 1899-03-02
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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349 seien noch einige skizzirt. Der Vers: -we: ne« jnt rte „Ich habe dich gepflanzt, eine edle Rebe, ganz aus echtem Samen" 2, 21. lehre, daß der Mensch ursprünglich gut sei, wie alles, was aus der Hand Gottes hervorgehe. Den gleichen Gedanken drückt Rousseau aus, wenn er sagt: „Alles ist gut, wenn es aus den Händen des Schöpfers hervorgeht; alles entartet unter den Händen des Menschen." „Es giebt keine ursprüngliche Verkehrtheit des Herzens, der Same der Lügenhaftigkeit, der Habsucht, der Widerspenstigkeit wird erst von anderen in ihr Herz gesät." Jirmijahu richtete seine Warnungen und die Ankündigung des göttlichen Strafgerichts ohne Ansehen des Standes, an Hoch und Niedrig, an alle die Schuldbeladenen, obgleich sein mitfühlendes Herz unter dieser Last zu erliegen drohte. Hierin liegt eine Mahnung für den Lehrer zur Gerechtigkeit, Unparteilichkeit, aber auch zur Liebe beim Ausmaß der Strafe. Wie Jirmijahu eine besondere Kraft in seiner Rede besessen und seine Worte mit der ganzen Gewalt einer vom Geiste Gottes durchdrungenen Persönlichkeit vorgetragen, wie er sich dem Volke gegenüber einer einfachen, klaren Sprache ohne bunte Bilder bedient, so bilde auch in der Schule der Lehrton einen Hauptfaktor des Unterrichts. Der Prophet wiederholt mit Vorliebe frühere Reden, läßt sie in seinen Vorträgen mit einfließen, gebraucht aber dabei leise Abweichungen. Die Wiederholung sei auch heute noch eine wichtige pädagogische Forderung, denn durch Wiederholung werde dem Schüler der Lehrstoff nicht allein verständlicher, sondern auch dauerhafter eingeprägt und dadurch segensreicher. Dabei versuche man die Repetition interessant zu machen und dem Lehrstoff immer neue Saiten abzugewinnen. Die Rechabiten, die dem Gebote ihres Stammvaters gehorchten, während Israel Gottes Gebote mißachtete, gaben ein herrliches Beispiel des wahren Gehorsams. Der Ausspruch 4, 3 trrp bx tj cib rr: finden leider noch immer seine Bestätigung, denn der Lehrer säe auch oft unter Dornen und bestelle sterilen Boden. Die herrlichen Bilder und symbolischen Handlungen fordern ebenfalls zu Vergleichen auf, wie beispielsweise die vom Töpfer 2., denn auch das Kind sei in der Hand des Lehrers, wie der zu formendeLehm urrs in der Hand des Töpfers u. s. w. Auch Sentenzen finden ihre Illustration im Buche I., wie z. B. der Mensch ist eifrig und erfinderisch zum Bösen, aber träge zum Guten; der Lüge wird eher geglaubt als der Wahrheit; wer leicht glaubt, wird leicht betrogen, es gilt kein Prophet in seinem Lande rc. Am Schluffe des nahezu 3/4 stündigen Vortrages richtete der Vorsitzende an die Collegen den Appell zur Einigkeit, d.nn nur durch diese vermöge im Lehrerstande eine Zersplitterung in den Bestrebungen und in der Entwicklung des Vereinslebens hintangehalten werden. Die Kollegen möchten sich durch nichts irre machen laffen, den Gemeinsinn zu pflegen, denn wir dienen damit einer guten Sache und dem redlichen Streben nach hohen Zielen sei reicher Lohn beschieden, wie solcher im Psalm 84, 12 zum Ausdruck gebracht sei. (Fortsetzung folgt.) Enjeige«, Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Mädchengesuch. Suche ein isr. Mädchen, welches gute Hausmannskost zu kochen versteht und alle sonstig. Hausarb. gerne verrichtet, bei gutem Lohn und guter Behandlung. [1754 Josepf Wolff. München, Göthestr. 41/2. Gesucht wird ein talmudisch gebildet. Rechtsanwalt z. Abfassung eines VerlagswerkS, gegen hohes Honorar. Offerten unt. 1369 an die Gcschastsst. dss. Blattes. 1. 6. Lderdsrät, Speyer a. Rhein. Körierl. Bayer. & Grösst. Bad. Hoflieferant. § s <i * Gross-Handlung in Flussu, Seefischen. (1l0.r> 4 Hißeintachs -Ili scheret. Z Prompte, billige und gute Bedienung. Export von ff. Stangen-Spargei & Pfälzer-Obst. Feinstes gemästetes tranz. (Geflügel, als: Poularden. Kapaunen, Truthühner, Enten und Tauben. mro unter Aussicht Sr. Ehrwürd. des Herrn Rabb. Dr. Breuer empffehlt itt. Oppenheimer, Frankfurt a. Main, 84c] Wallgraben 10. Akuche für meinen Neffen, 'ö welcher die Elementar schule mit recht gutem Erfolge besucht hat, Stelle als Leyrling in streng religiös. Hause, bei fr. Station. Manusakturwaarenbranche bevorz. Off. erbitte unt. J. K. 158!» an die Geschäftsst. d. Bl-