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Der Israelit · 1899-03-02 · Heft 18 (2.3.1899) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 18 (2.3.1899)
Date
1899-03-02
Page
– (sequence 17)
Language
German
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SBei* ^sraelit. Ccntral-Organ für das orthodoxe Judenthum. Akätter für die israet. Schute. 2. Mär, MtzLgoz. KmlLM «A Kr. M. lNr. t. Israrlitlslher fthrernercill rar das KSnlgrelch Ayem. XIX* General-Versammlung. Die XIX. Generalversammlung des israelitischen Lehrervereins f. d. Königreich Bayern sand am 30. August v. Js. im Hotel Goloschmidt zu Würzburg statt. Die Präsenzliste wies aus: 74 ordentliche Mitglieder, 15 Gäste, darunter die Herrn Rabbiner Bamberge r— Würzburg, Dr. Bamberge r— Burgpreppach, Dr. Berlin ge r—Braunsbach, Dr. Koh n—Ansbach und Dr. S t e i n— Schweinfurt. Als Vertreter der Kultusgemeinde waren deren Vorstände, die Herren Rechtsanwalt Dr. Stern und Kaufmann L. Stahl erschienen. Rach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden G o l d st e i n—Heidingsfeld begrüßte Herr DistriktSrabbiner Bamberge r—Würzburg die Versammlung, indem er die erhabenen Ziele des Vereins, die Unterstützung von Wittwen und Waisen rühmend hervorhob, auf die Bedeutung der Lehrerarbeit für die Heranbildung eines sittlich-religiösen Geschlechts hinwies und in seiner Stellung als Vorstand der hiesigen Lehrerbildungsanstalt, welche die meisten der Anwesenden zu ihren Schülern zihle, sich freue, daß die alten Gefühle der Lrebe und Freundschaft zwischen Vorstand uno Schülern durch solche Versammlungen wieder erneuert werden. Er wünscht, daß die zu fassenden Beschlüsie zum Segen und Gedeihen des Vereins gereichen möchten. Hierauf ergriff der erste Vorstand der hiesigen Kultusgemeinde, Herr Rechtsanwalt Dr. Stern dar Wort. Er drückte dem Vereine die Sy npathien der Kultusverwaltung aus, wie es ja selbstverständlich die Pflicht erfordere, daß Jedermann gegen seine Lehrer von Dankbarkeit erfüllt sei. Er verbreitete sich sodann über die Aufgabe des Lehrers als Jugendbiloner und erachtete als einen weiteren wichtigen Beruf des Lehrers, ein Vorbild auch für die Erwachsenen seiner Gemeinde zu sein. In den meisten Gemeinden sei aber der Lehrer der geistige Führer, da die Thätigkeit des Rabbiners sich oft auf 30 und mehr Gemeinden erstrecke. Mit dem Wunsche, daß die Versammlung einen segensreichen Verlauf nehmen möge, schloß der Redner seine Begrüßung. Die Ausführungen beider Redner finden allseitig lebhaften Beifall. Der Vorsitzende sprach den beiden Herren den Dank der Versammlung für die freundlichen Worte aus und begrüßte auch seinerseits die Erschienenen. Vor Eintritt in die Tagesordnung brachte er ein Hoch auf das bayr. Königshaus und auf Se. Kgl. Hoheit den Prinzregenten Luitpold aus, in welches die Versammlung begeistert einstimmte. Sodann gab er in einem Streifzug durch daS Buch des Jirmijahu in längerer Ausführung eine Blumenlese der darin enthaltenen pädagogischen Wahrheiten, Sentenzen rc., die sich auf den inneren Schulbetrieb sowohl, als auch auf das Schul- und Gemeindeleben beziehen. Dieselben haben auch heute, obwohl schon Jahrtausende seit ihrer Niederschrift verfloffen, noch nicht im geringsten an Werth und Bedeutung verloren. Aus dem Lebensgange des Propheten und aus deffen Schicksalen hob Redner die

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