Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 15 (20.2.1899)
- Date
- 1899-02-20
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Xli. Jahrgang. Beilage;rr ä» 15 des „Israelit“. Literarischer Wericht. Wilhelm Gesenius' hebräisches und aramäisches Handwörterbuch, bearbeitet von Dr. Frants Buhl Dreizehnte Auflage. Leipzig. F. C. W. Vogel 1898. In immer kürzeren Zwischenräumen folgen die Auflagen von Gesenius' Handwörterbuch auseinander. Vor drei Jahren ist die 12. Auflage erschienen und jetzt liegt die vorzüglich ausgestattete, vielfach umgearbeitete und erweiterte 13. Auflage vor uns. Das ist ein Erfolg, der für sich spricht und den sowohl der jetzige Bearbeiter, wie die xenommirte Verlagsbuchhandlung auf ihre Rechnung schreiben dürfen. Ersterer hat, Gesenius' Grundsatz „Dies diern docet“ entsprechend, alle neueren Erscheinungen auf denl Gebiete der hebräischen Sprachforschung gewissenhaft geprüft und den gesicherten Ertrag derselben dem Wörterbuche einverleibt, Zweifelhaftes weggelassen und Irriges verbeffert; Letztere hat dem Buche eine vornehme und splendide Ausstattung zu Theil werden lasten, so daß cs auch äußerlich seinem inneren Werth entspricht. Es ist aber auch ein Beweis von dem großen Interesse, mit dem das Studium der hebr. Sprache gegenwärtig in Deutschland betrieben wird, wenn ein solches Werk so rasch aufeinander in neuen Auflagen erscheinen kann. Zum Ruhme dieses Handwörterbuches läßt sich schwer etwas Neues sagen. Seine Vorzüge sind bekannt. Indem es sich darauf beschränkt, den ganzen Werthschatz der hebräischen und aramäischen Theile der Bibel in allen seinen Erscheinungen lückenlos vorzuführen und nur Gesichertes aufzunehmen, bietet es in seiner unbedingten Correktheit und Zuverlässigkeit ein unentbehrliches Hilfsmittel, das auf dem Studiertische des Bibelforschers, wie des Orientalisten überhaupt nicht fehlen darf. Diese Beschränkung auf die sprachlichen Erscheinungen des maßoretischen Textes ist nur zu loben und ganz im Sinne des Begründers dieses Werkes, dessen Namen es trotz vielfacher Uinarbeitungen noch immer trägt. Wir hätten sogar geivünscht, daß die Hinweise auf Emandationsversuche, die ja nichts anderes als mehr oder weniger gewagte Einfälle sind, weggeblieben wären. - , ' > ' ^Auch auf bm Gebietender Etymologien wird der soH. Grundbedeutungen, mit denen die früheren Auflagen etwas stark überladen waren, macht sich eine Beschränkung geltend und gar manche der früher beliebten Ableitungsreihen sind ihr zum Opfer gefallen. Ebenso die Erklärung der Nomina propria. die viel des Willkürlichen und Fraglichen enthielt. Inkonsequent erscheint mir das Verfahren, wenn auch in dieser Auflage bei einzelnen Wörtern angegeben ist, daß sie der Mischnasprache und dem Neuhebräischen angehören, während dieser Hinweis bei anderen fehlt. So z. B. bei n-aa Schebiith VII, 5 Name des Baumes; nnbn Rost; maa Sieb; Hiphil verleumden; naa mischnisch raa Eingang; -:a rra ,b:a ,nae jrrna und tt.oz Bande; ncc Blasebalg, nppa pl. rstrpa B. Mezia 93 a; ma in rm raa Züchtigungsschläge; rr:a aufstreichen, zerreiben, was Jes. 38, 21 bester paßt als die angegebene Bedeutung, rrpä Maß für flüssige Stoffe. Zu rrne Hiob 20, 14 ist zu bemerken, daß Mischna Terumot VIII, 5 rra. schlechthin „Schlangengift" bedeutet, vgl. Fleischer bei Levy 1, 561 a. Zu an ist zu vgl. mischnisch jireaa „Gang." nra und an»a ist mischnisch und zwar wird letzteres Sabbat 36 d rr-p *ra» rr.*ctr a'pa „ein Herd, der für zwei Töpfe Oeffnuugen hat, bezeichnet daher die Dualform, der Sing, von a'-a soll N7T heißen, wie bei Pflanzennamen gewöhnlich der Singular feminin- und das Plural Masculinendung hat; vgl. Kerithoth III, 5. An folgenden Stellen sind die Angaben des Wörterbuches zu berichtigen, resp. zu ergänzen. Art. naS II. Schon die Maßorah z. St. bemerkt, daß es vier solche nb gibt, die Angabe des W. B., als ob es nur eines gäbe, ist daher unrichtig. Art. ■ne. Daß dieses Wort lern, sei, ist aus den beiden Stellen, in denen es vorkommt, nicht erweislich. Zu nva ist zu vgl. talmudisch n-aa mit Elidirung des Art. tzva heißt es : „Aus Ex. 26, Vergibt sich, daß es insbesondere das Brettergerüste im Gegensätze zu br,s, der darüber befindlichen Decke bezeichnete." Bei genauer Einsichtnahme erhellt dies nicht aus dieser Stelle. Es ergibt sich vielmehr aus ^dieser und aus vielen anderen Stellen, daß die untere (innere) buntgewirkte Decke pB»a, die obere dagegen bnrr genannt wird; vgl. Eap. 36, V. 8, 14 und 20. r,TTt ist gewöhnlich mit u punktirt, während das W. B. 6 hat. Art. ^aa Niphal Haggai- 8^ ist Mit Segol unter rr zu punktiren. - - tj?*:••**• : Art^ "p auch irnpl': narn kommt pimiL-gefchryöbeN'vvrr'Ex. 19,8, - Für den Plural rsra wird ein besonderer Sgl. "st" vorausgesetzt. M. E. ist das unnöthig. Auch