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Der Israelit · 1899-02-15 · Heft 14 (15.2.1899) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 14 (15.2.1899)
Date
1899-02-15
Page
– (sequence 26)
Language
German
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268 aber für strenge Grenzkontrole. Für die dazu nöthigen Maßregeln soll ein Iheil deS bisher zu Reiseunterstützungen der Wanderbettler gespendeten Geldes von den Gemeinden verwendet werden. Er ist gleich der Mehrzahl der Vorredner für Organisation und Eentralisation in der Frage der Wanderbettelei. In Bällen wie dein Leipziger sei eben eine Großgemeinde als Bezirksverband aufzufaffen. Hall garten schlägt vor, mit Hinweis auf di« vom deutschen Westen den östlichen Verbänden zur Verfügung zu stellenden Geldmitiel, die östlichen Provinzialverbände durch das Bureau besonders auszufordern, sich an der Beschickung der Kommission in Berlin zu betheiligen und deren Arbeiten durch Aufstellung eines Arbeitsplanes und Etats zu fördern. Rosen stiel ist nicht sür Einrichtung von Bureaus, sondern von Arbeitsstätten an der Grenze. Alle Anwesenden einigen sich über folgende Punkte, die als Resolution angenommen: 1) Die innerhalb der einzelnen Gemeinden bestehenden Wohlfahrtseinrichtungen sind znnr Zwecke gemeinsamer Arbeit zu eentralisiren. 2) Bezirksverbände sind, wo noch nicht vorhanden, zu schaffen. 3) Die Benrksverbände und zu vereinigen. Der D.-J. G. B gilt in der vorliegenden Frage, nicht als Eentraluerband, sondern nur als EentralsteUe. 4) Es ist all dem Prinzip, die Einwanderer an der Grenze auszuhalten und die unwürdigen Elemente zurückzuschicken, sestzustellen. Tie Ausführung ist in einer (Lubcommission zu beratben, die sich zunächst mit den, den Einwanderungsstellen benachbarten Verbänden schriftlich in Verbindung zu setzen hat. Ende 7 Uhr. gez. Eugen .Rosenstiel, Vorsitz, der Eommission. ge;. Dr. Philipp son, Geschäftsführender Vorsitz, des D.-J. G.-B. gez. Dr. W. Reumann, Protokollführer. Zeitungsnachrichten unv Correspondenzen Deutschland. Berlin, 5. Februar. Eine der größten und segensreichsten Vereinigungen innerhalb der Berliner Synagogengemeinde, der „Humanitätsverein Gewul tauw", versendet soeben seinen 26. Jahresbericht. Der Verein, welcher 729 Mitglieder zählt, entfaltet eine vortreffliche Wirksamkeit. Das Vereinsvermögen beträgt über fünfzigtausend Mark. Der Gesundheitszustand der Mitglieder war im abgelaufenen Jahre ein günstiger. An Krankenunterstützungen wurden in diesem Zeitraum 3210 M., an Wittwen verstorbener Mitglieder 2500 M. gezahlt. Ferner wurden 46 Darlehensgesuche mit 9150 M. bewilligt. Die Einrichtung von täglichen Geschäftsstunden im Vereinsbüreau hat sich gut bewährt. Die Frauenverrinigung deS Verein-, die über 600 Damen zu ihren Mitgliedern zählt, entwickelte sich nicht minder segensreich. Erwähnenswerth ist eine Stiftung, die im Berichtsjahre das Ehrenmitglied des Vereins, Herr Rabbiner Dr. Blumenthal in Ratibor, zum Andenken an seinen Vater, das verstorbene Vorstands- und Ehrenmitglied Emanuel Blumenthal, errichtet hat. Die „Emanuel Blumenthal-Stiftung" soll die Töchter bedürftiger und würdiger Vereinsmitglieder bei ihrer Verheirathung unterstützen. An der Spitze des Vereins wirkt seit langen Jahren Herr Gustav Michaelis in bewährter Tüchtigkeit. Afrika. § Alexandrien. Die seit einigen Monaten hier weilenden jüd. Flüchtlinge von der benachbarten Insel Kreta rüsten sich wieder zur Rückkehr nach ihrer alten Heimath, von wo sie gute und erfreuliche Nachrichten erhalten haben. Der jetzige Regent dieser Insel, Obercommifsarius Prinz Georg, hat nämlich den Chacham (Rabbiner) von Kanea zu einer Besprechung geladen, in der er ihn versicherte, er werde auch darüber wachen, daß die Juden von nun an ungestört und unbehelligt auf dieser Insel werden leben können, und möge daher der Rabbiner seinen ganzen Einfluß dazu verwenden, damit die aus seiner Gemeinde geflüchteten Mitglieder wieder zurückkehren sollen. Der Rabbiner sagte dies aufs Bereitwilligste zu und versprach er zugleich, auch die aus der Stadt Kandia geflüchteten Juden, die sich wieder größtentheils nach türkischen Hafenplätzen gewendet hatten, zur Heimkehr zu bewegen. Der Prinz hat zugleich zugesagt, daß er bei seinem bevorstehenden Besuche m Kandia nicht nur den Rabbiner und die Cultusvorsteher daselbst in Audienz empfangen, sondern auch das dortige Judenviertel mit seinem Besuche beehren werde. Vermischtes. Constarrtinopel, im Jan. Die weitere Eolonisation Palästinas durch Jaden soll verhindert werden. Wie man sagt, ist diese Maßregel eine Folge des Zionismus. nUft Mw-Rätbsel. & (Hebräisch.) Mein Wort einen bösen Menschen namhaft macht, Der ein klägliches End' hat erfahren; Werden aus dem einen Worte zwei gemacht, Einen Ehrentitel wir erfahren, Mit dem viel' der jüdischen Gelehrten Den größten Schrifterklärer verehrten. M. Landau, Rabbiner in Raschkow. Unter den Einsendern der richtigen Lösungen wird geloost, und erhält der Gewinner Drei Flaschen Champagner, N22 by TD franco in einem Körbchen zugesandt.

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