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Der Israelit · 1899-02-15 · Heft 14 (15.2.1899) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 14 (15.2.1899)
Date
1899-02-15
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XL Jahrgang. M 14. Der Isrnelit. Ein Gentrat-Hrgan für das orlhodore Iudenthum Begründet von Dr. in Bftain}. Mittwoch, de« 15. Februar 5659 (1899). Leitender Artikel. (Ein Kampf;u Ehre« Gottes. Eine Betrachtung zu Paraschath Sochaur. ^3T1 . O'lUVO 02HKL2 1112 fl^O- 1^ W WK HK IDT nnon 'Dl D'p'jK Kl' K^l -21 1'- inyi 1'lNK L'lS»121 l2 12 .N28»n nb awn nnno pbüv 12T nrr Der Grund für die uns anbefohlene ewige Feindschaft mit Amalek ist nach der Erklärung des p'Di nicht allein wegen dessen Hinterlist und Tücke, mit welcher er Israel nicht wie ein ehrlicher Feind im offenen Felde entgegengetrelen und die Schwachen und Matten im Nachtrabe überrumpelt hatte, sondern weil, v'p^K ui' nb) er die Kühnheit hatte seine frevelhafte Hand gegen den Gott Israels zu erheben, während die ganze übrige Welt, nachdem sie die Wunderthaten, die Gott in Mizraim verübt, gesehen und vernommen, vor Ihm in ihren Grundfesten erbebte und vor der Allmacht Gotteim Staube lag. Ehat also der Ewige nicht darum den Kampf gegen Amalek und seine Nachkommen befohlen, weil er Israel Böses zugefügt und hart bedrängt, sondern weil er in frevelhafter Weise es gewagt, seine Hand gegen Gott, den Beschützer Israels zu erheben. Dies ist der eigentliche Sinn der Bibelworte in ins p^v-2 norfro, daß es nämlich für alle Ewigkeit ein Gebot ist, Amalek und dessen Nachkommen aufs Unerbittlichste zu bekämpfen, aber nicht für das uns von Amalek zugefügte Böse Rache zu üben, zu unserem Vortheil und Nutzen, sondern ^o-2 nb rran^o nur der Ehre Gottes wegen, gegen den Amalek sich so frevelhaft vergangen; darum soll ewiger Kampf gegen Amalek und seine gleichgesinnte Nachkommenschaft bis zu deren Vernichtung startfinden, da der Namen Gotte«, wie unsere Weisen sagen, nicht vollständig ist, so lange nicht Amalek und dessen |bie Allmacht Gottes leugnender Götzendienst vom Erdboden vernichtet ist. Dieser Gedanke scheint nach der Erklärung meines unvergeßlichen großen Lehrers, de« berühmten Preßburger Rabbiners Rabbi Samuel Wolf Schreiber Stb der Mioraschstelle auf den BibelverS zu Grunde zu liegen, die da lautet: i'2' wkoi /mmr 1221 it ins o'T itwo nrn k^k ,ion^o rnrari: tk nmitp wo bv vt di p^oy 1231 it didk^ 02b o'i2mn ityo 'tta o^-nso w for *0 D'^ou ti k^ OKI O'nstis ti DDttDip. So lange Israel den Kampf gegen Amalek Gatt zu Ehren und dessen Namen zu heiligen unternimmt, ist ihm der Sieg sicher, wenn e« aber bei dem Kampfe sein eigene» Interesse im Auge hat, ist seine Niederlage unvermeidlich, weil der Vorzug daun vor seinem Widersacher kein so großer ist. Doch Hand auf« Herz, wer von uns vermag es, seine Natur ss zu beherrschen, daß er seine Rachegefühle, wenn er einem Feinde gegenüber tritt, der ihm Zeit seines Lebens Böse» zugefügt, unterdrücke? Wessen Herz wird nicht zornig erregt und von Haß erfüllt, wenn ihm die günstige Gelegenheit geboten, Vergeltung an seinem Todfeinde zu üben, für die von ihm erlittenen Uebel und die angetbane Schmach? Wer würde gleich Josua bei einem Feinde, wie e- Amalekwar, von dem einen Gedanken erfüllt fein, den Kampf nur Gott zu Ehren aufzunehmen und dabei k ei ne leileRegung von Rache in sich fühlen? Diese» ist gegen die Natur de« Menschen und bedarf e» dazu eine besonderer Seelengröße einer derartigen Regung zu widerstehen. Ein solch seltene» uno bewundernswerthe» Charakterbild bietet uns pisri pp. Seine Brüder, die so schlecht gegen ihn gehandelt, die ihm Anfangs sogar nach dem Leben getrachtet, indem

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