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Der Israelit · 1899-02-06 · Heft 11 (6.2.1899) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 11 (6.2.1899)
Date
1899-02-06
Page
– (sequence 12)
Language
German
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214 dem Beschlüsse des Rabbincrverbandcs, der sich gegen den Zionismus ausgesprochen, nicht beigestimmt zu haben; er halte cs für richtig und nützlich wenn die Gegner die Streitaxt begraben und das in beiden Lagern sich befindende Gute adoptiren würden. Er halte den Zionismus für eine Etappe, auf dem Wege der religiösen Besserung. Viel Beifall lohnte den Redner für seine Ausführungen, während der erste ander Diskussion theilnehmendeRedner Herr Dr. Mannheim einen Beifalls- und Entrüstungssturm zugleich entfesselte. Er bekannte sich als Gegner des Zionismus. Er hielt eine patriotische Ansprache, in der er u. A. auf die schwer errungene Gleichberechtigung mit seinen chrtstl. Mitbürgern hinwies, dann protestierte er gegen die von Dr. Nordau gegen die Nicht-Zionisten geschleuderten Vorwürfe der Hartherzigkeit, des Mangels an Wohlthätigkeit rc. Herr Dr. mect. Apfel glaubt als langjähriges Mitglied der Kölner jüd. Gemeinde dieselbe genau zu kennen und er könne daher sagen, daß die Meisten derselben gegen den Zionismus seien. Er halte den Zionismus für eine Utopie, man solle keinen unerreichbaren Ideen nachhängen. Er halte diese für sehr gefährlich. Die Kölner Gemeinde habe aber stets ein offenes Herz für alle guten Zwecke gehabt und bei allen Gelegenheiten dies bewiesen. Mit dem Schreckgespenst des Antisemitismus solle man ihn in Ruhe lassen. Je länger die Juden sich an der Kultur betheiligten, desto mehr verschwinde der Antisemitsmus. Wenn derselbe auch ihm manche trübe Stunde gebracht habe, so hätte er ihm dennoch niemals die Liebe zum Vaterlande geraubt. Wer garantiere überhaupt für den Bestand der Türkei? Im Uebrigen sei ja die Einwanderung jüdischer Fremden in Palästina verboten. Herr Kahn führte aus, es existirten die verschiedensten Gründe, aus denen die religiösen Juden dem Zionismus sich nicht willenlos in die Arme werfen. Jeder Jude, der auf streng religiösem Boden! stehe, vertraue sein ganzes Leben, seinen Handel und Wandel, seinem Gotte an. In dessen Hand lege er seine Zukunft; er glaube mit der ganzen Empfindung seines Herzens auf seine baldige Erlösung aus seiner Verbannung, er hoffe sehnsüchtig, einst nach Zion wieder hinaufgeführt zu werden, aber durch Gott selbst, zu einer Zeit, die Gott allein bestimmen wird. Darum halte er es nicht für möglich und auch nicht für berechtigt, in das Geschick einzugreifen und dem Beschlüsse Gottes vorzugreifen. Es ginge mit dem Zionismus zweifellos eine gewisse Begeisterung für das Judenthum durch die Reihen der Judenheit und es sei dies als ein erfreuliches Zeichen anzuerkennen. Herr Meyers, der sein socialdemokratisches Programm entwickeln wollte, blieb unverständlich. Dagegen brachte Herr Schach in schönen Worten noch einen Hymnus auf den Zionismus, der hauptsächlich betonte, daß der Zionismus den deutschen Juden ihre W ü r d e, die sie zum großen Theil verloren, wiedergebe. " Wenn Viele sonst ihr Judenthuni! im Herzen tief eingeschlossen halten, während sie nach außen hin nicht als Juden erkannt sein wollen, so käme der Zionismus und ließe den jüdischen Flamen wieder zu Ehren gelangen. Das Schlußwort ergriff Dr. Nordau, indem er sich bei der Zuhörerschaft für die ihm geschenkte Aufmerksamkeit bedankte und die Hoffnung aussprach, daß es ihm gelungen sein möge, in ihr Herz ein Samenkorn einzustrcuen,' welches reiche Früchte tragen möge. Auch ichFwill meinen Bericht schließen, indem ich den Wunsch ausspreche, daß das Samenkorn, zwar von schlechtem Gärtner gestreut, sich veredeln möge, daß aus ihm ersprieße der Baum der Religion, durch dessen Früchte allein jenes Ziel herbeigeführt wird und jene Prophezeiung sich erfüllt: 7!^»- rrzw" “sn üSw’cz fvs. Mainz, 3. Febr. Wir werden gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß aus Zefath und Hebron ebenso tieftraurige Nachrichten wie aus Jerusalem bezüglich des Elends und der Hungersnoth unserer Glaubensgenossen eingelangt sind, und daß die eingehenden Spenden daher für die Armen auch dieser beiden Städte verwendet werden. Eine Sendung von Mark '>00 konnten wir bereits nach Amsterdam abgehen lassen. Briefkasten der Redaetion. A. B.: (AuS Versehen verspätet.) 24. Februar 1^89 gleich 19. Ador 5646, Sidra Nttfn w. R 57: 14. März 1SN6 gleich 7. Weador.'>646, nDPrv Briefkasten der Expedition. I. B. Sch.: Mk. 15 erhalten. D. u. R St.r Betr. Crt heißt: Neuern in Böhmen. Nummer 102,3 Iahrg. 1898 und Nr. 2 u. 4 Jahrg. 1*99 kauft zurück: Geschäftsstelle des „Israelit." Dr. G. in K Betrag von M- 13.69 dankend ein vfangen. Revision 10 Prozent extra Rabatt auf alle schon reduzirten Preise, vrährend des Ausverkaufs der Restbestände. Muster auf Verlangen , franco Ins Harns. Modebilder gratis. der Lag-erbestände anlässlich der Neu-Uebernähme veranlassen uns, noch f. kurze Zeit den -wirklichen Ausverkaufsämmtl. Damenkleiderst. f. Frühjahr, Sommer. Herbst, u. Winter fortzusetz. u. offer. beispielsw.: r> Met. solid. Mestor-Zephir z. Kid. f. Mk. 1.50 G „ ,, Araba-Sommerst. „ „ ,, „ 1.80 G „ ., Abadier-Nouv. „ ,, „ „ 2-70 G ,. „ Dament. u. Lod. „ „ ,, 3,90 Ausserd. neueste Eingänge für d. Frühj.- u. Sommer-Saison. Modernst. Kleideru. Blousenstoffe in allergrösst. Answ. vers. i. eiaz. Metern, bei Auftrag, v. 20 Mk. an frco., , . , , Oettinger u. Co., Frankfurt 'a. 3t. Verkanäthoiia.. : 'jü’Ut Stoff z. g.Hrn.-Anzug M.Ji.ßO lm...I0rPro*. Cheviot „ „ „ 4.3K/extra Bao

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