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Der Israelit · 1899-02-02 · Heft 10 (2.2.1899) · page 32

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 10 (2.2.1899)
Date
1899-02-02
Page
– (sequence 32)
Language
German
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M It gires me great pleasure to bear testimony to the high character of the E d 1 e r von Lftmel school. The method of education pnrsned in this institution has full regard for modern metbods, and is ander the mangement of a corps of instructors who are not only thoronghly competent, but who exhibit a devotion to their duties which is exemplary. While due attention is given to the religious training of the pupils, they are at the same time provided with the knowledge which they will require to make a respectable way for themselves after they leave school. This school is one of the factors from which it may reasonably be expected that a new and more healthy life may be awakened among onr coreligionists in the Holy City and therefore appeals strongly for a gewerous support. Jerusalem, May 29 th. 1898. Dr. A. Friedenwald, Baltimore. (Es macht mir grosses Vergnügen, die Trefflichkeit der Lämmelschulezn bezeugen. Die in dieser Anstalt befolgte Erziehungsmethode nimmt volle Rücksicht auf moderne Methoden, und steht unter der Leitung von Lehrern, die nicht allein durchaus kompetent sind, sondern auch einen musterhaften Pflichteifer zeigen. Während auf den religiösen Unterricht der Schüler die nöthige Sorgfalt verwandt wird, werden sie zu gleicher Zeit mit den Kenntnissen ausgerüstet, deren sie bedürfen, um sich nach dem Verlassen der Schule auf ehrenvolle Weise fortzuhelfen. Diese Schule ist einer der Factoren, von denen erwartet werden darf, dass sie ein neues, gesünderes Leben unter unseren Glaubensgenossen in der heiligen Stadt erwecken werden, und hat deswegen volle Anwartschaft auf hochherzige Unterstützung. Jerusalem, 29. Mai 1898. Dr. A. Friedenwald, Baltimore.) (Fortsetzung folgt.) Alliance Xsraelite Universelle. Schulen und Lehrlingswerk. Seit drei Jahren hat sich das Werk der Schulen der Alliance ganz bedeutend entwickelt. Neue Schulen sind gegründet worden in Palästina, Marokko und Egypten. Die kürzlich in Teheran eröffnete Schule wird die Gründung ähnlicher Anstalten in den anderen grossen Städten Persiens, wo die Juden in den denkbar traurigsten Verhältnissen leben, nach sich ziehen. In der argentinischen Republik fordern die Schulen der Jewish Colonisation Association tüchtige und erfahrene Lehrer, die nach wie vor von der Alliance beschafft werden. Um diesen neuen Anforderungen zu genügen und nm die Lehrkörper in den bestehenden Schulen zu vervollständigen, musste die Zahl der Zöglinge in den Vorbereitungsschulen zu Paris, woselbst die Alliance die Lehrer ihrer Schulen heran bilden lässt, bedeutend vermehrt werden. Im verflossenen Jahre wurden 23 junge Leute und 10 junge Mädchen in diesen Vorbereitungsanstalten anfgenommen, die zum Schulanfang (October) 80 Knaben und 36 Mädchen zählten. Erstere sind untergebracht in «lern der Alliance gehörenden Gebäude zu Paris, rue d’ Anteuil, dessen Baulichkeiten bedeutend vergrössert wurden. Im selben Gebäude befinden sich 10 junge Leute, die, nachdem sie in der Ackerbauschule zu Jaffa ihre technischen Vorstudien beendet haben, das agronomische Institut zu Paris besuchen, wo sie ihre Studien vervollständigen. Schliesslich hat das Central-Comitö 10 junge Rumänier in der rue cP Anteuil aufgenommen, die sie dazu bestimmt, den israelitischen Schulen Rumäniens vorzustehen. Ein Theil der künftigen Lehrerinnen befinden sich in der Bisch offsheim’schen Anstalt, dessen Gründer 12 Plätze für die Zöglinge der Alliance reservirt hat; die anderen, etwa 20 an der Zahl, befinden sich in dem Privatinstitute von Frau Isaac. Dank der mächtigen Unterstützung der Jewish Colonisation Association konnte das von der Alliance gegründete Ackerbauwerk neue und bedeutende Anregung erhalten. So wird die Ackerbauschule zu Jaffa, vom Jahre 1899 an, 250 Zöglinge zählen, ebenso die Schule von Djedeida vom Jahre 1900 an. Im Jahre 1898 hat das Central- Comit6 in einer jeden dieser Anstalten 26 Zöglinge aufgenommen. Selbstredend bestand die Mehrzahl der in Djedeida aufgenommenen Zöglinge aus tunesischen Kindern, indessen haben es die in Algier ausgebrochenen Unruhen den Israeliten zur Pflicht gemacht, den armen Opfern des algerischen Antisemitismus zu Hilfe zu kommen. Die Alliance bemüht sich, dieselben zu unterstützen im Verhältnisse zu ihren Mitteln, aber ihre Zahl ist Legion und ihre Bedürfnisse unabsehbar. Um wenigstens einige Familien zu unterstützen, hat sie 15 algerische Kinder in der Meierei-Schule anfgenommen. Prack der Joh. Wirth’schen Hofbachdruckerei Actien-Gesellschaft, Mainz.

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