Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 40 (1899)
- Issue
- Heft 10 (2.2.1899)
- Date
- 1899-02-02
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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20! oder dem Mädchen, die beide stürmisch rufen: „Hierher Mama, hierher, da giebts die schönsten Rosen für unseren Sabbattlsch." Und die Nosen erzittern in Ahnen und Fürchten: Was wird aus uns werden? Sollen wir nie mehr die Sonne sehen? Behutsam schneidet die junqe Frau die Rosen ab, behutsam und zärtlich legt sie dieselben in ihr Körbchen, dazwischen Reseda und Nelken. Dann ordnet sie ihre duftende Ernte in einer schönen Vase, mit frischem Waffer gefüllt, wobei die Kinder ihr helfen, und trägt sie — oh des ungeahnten Glanzes — in ein festlich geschmücktes Zimmer, stellt sie auf einen blendend weiß gedeckten Tisch, über den eine achtarmige, goldene Lampe hellen leuchtenden Schein wirft, alles Glanz, alles Licht ringsumher. Und nicht lange dauert es, da kommt ein Mann in's Zimmer, dem die junge Frau liebcooll die Hand reicht und dem die Kinder mit dem Rufe: „Gut Schabbos, lieber Papa" entgegenspringen, imb denen er wie segnend die Hände auf's Haupt legt. Dann hebt er sie zu sich empor und küßt ne. Und nun gehen sie zur Mutter, auch sie segnet und küßt sie und glücklich schauen die Eltern dann auf die Kinder, die mit bellen Stimmchen in den Gesang einstimmen, den die Ettern begrünen. Nun setzen sie sich zu Tisch — an denselben Tisch, auf dem die staunenden Rosen stehen, hoch hebt der Hausherr einen Becher Wein und spricht den Segen darüber, und einladend lugen unter verhüllender Decke ein Paar weiße Brote hervor. Die Rosen schauen und schauen. Also das ist der Sabbattisch, von dem die Kinder im Garten gesprochen, von dem sic gehört, daß sie ihn schmücken sollen! Ach, wie froh, wie froh sie sind! Und der leuchtende Glanz in den Augen dieser glücklichen Menschen, — ist er etwas anderes als der Wiederschcin der Sabbatlampe, des Sabbatlichts, das wiederum ein Abglanz ist des Sonnenlichtes, das sie nie mehr zu sehen geglaubt, des ewigen, leuchtenden, erwärmenden Lichtquells, ohne den die Welt kalt und dunkel wäre. O, daß sie doch den Schwestern im Garten sagen könnten, wovon sie keine Ahnung haben, daß es der Rose schönstes Loos ist, den Sabbattisch zu schmücken und dem Sabbat in's lebende, friedvolle Angesicht zu schauen. S. B.r. 1WT Anzeigen, Für den folgenden Thcil ist die Redaktion nicht verantwortlich. /Ltefncht zur Stütze oer Hausfrau u. 4. Pflege derselben, ein sauberes, rächt. Mädchen, daS im lle neu Haushafte mithilft und gut näheu kann, bei gllt. Lohn. Offerten unter JL. 813. an I. stautimaim, Buckbdlg, Frankfurt a. Alain. [07e On der israelitischen (mc- <v» meinde Aust, Amt Ettenheim, «Baden) ist die mit Vorsänger-und -chächtcr dienst, verbundene Meli gionsschnlstell' sofort ja besetzen. Festes Geh <>r>0 M.. Nebengefälle 150 :))?., nebst freier Dienstwohnung. An Meldungen mit abschriftlichen Zeugnissen sind an den Unterzeichneten zu richten. |789 Offenbnrg (Baden), i. gan. Die Ve irks Lynar.ogc: D r. M. N a w i! s ch. nrmein gemischtes Waarengeschaft suche zuin baldigen Eintritt einen Lenr ltng und ein Lehrmädchen und ist letzterem Gelegenheit geboten den Haushalt mit zu erlernen. Offerten unter U. 698 an die Geschcistsst. d. Bl. .Foseph Jlarcus, Brn^stwinfart Mazzothbäikerei mit Dampfbetrieb gegründet 1839, gegründet 1839. Empfiehlt ihre unter Nabbinatsanfficht fabricirten nmü in unübertroffen feiner O.nalität, ztl billige«: Preisen. Probefendung, 4 >io. Nw, gegen Ein endung vor. M. 8.5««, oder Nachnahme von M. 8.70 franco, inel Verpackung. - Wiederverkäufern besondere Vorzugspreise Agenten gesucht Erport nach allen Ländern |7<>66 Cnsros HDÄ "11*0 fngroB smr Zucker -»e foivie alle Goloaialwaa^ea,, in den besten Qualitäten, zu sehr billigen Preisen, mit -!Z'2n des Nabb. der JSr. Synagogcn-Gemcinde my. J. Anton-Alexander, Bedt«, " an der Ltadtbahn 50. ~ - ■ ~ Muster nebst Preisliste gerne zu Diensten. 1478 Isr, Heirath. Für meine Schwägerin, 80 Jahre all, stattliche, äugen. Erscheinung,' eminent tüchtig und gewan t. ca. 10 00«) Mt. Alitgift rcsvect. gut gehende -«L'i>-Fleischhandlung i. Berlin ENahrungsslelle allerersten tllanges-, wird paffenve Partyte gesucht. Fntelli genter Schächter bevorzugt: Vermögen nicht unbedingt erforderlich. Vermittler verbct. Discretion beiderseits selbstverständlich. Off. unter 787 an die Geschäftsstelle d. Bl. Lchadch n empfiehlt sich z. Vermittlung reeller Heiraihsvarthien. Z. LiffgenS. Goßniannsdors a. Main.s665 süchtiger Koch od. Köchin für Hotel a. süddeutsch. Badeplatze gesucht. Off' u. 791 an die Geschäftsstelle dieses Blattes. _ süchtiger Metzger oder Eharcuffer für Hotel am tüdd. Badeplatze gesucht. Off. unter 794 an die Ge schäftöstelle dieses Blattes.