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Der Israelit · 1899-01-26 · Heft 8 (26.1.1899) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
40 (1899)
Issue
Heft 8 (26.1.1899)
Date
1899-01-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XIj. Jahrgang. M 8. Der Israelit. Ein Aenlrat-Hrgan für das orthodoxe AudenLhum. Begründet von Dr. ITeftmamt in Nltstnz Donnerstag, den 26. M rrßu a r 56S9 (1899). ^rrrei Mnvk abonnirt man bei allen Postanstalten für die Monate Februar u. März auf den „Israelit". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-Zeitungsschalter des Wohnsitzes des Bestellers oder bei dem betreffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Die Grpr-ttion des „Israelit". Leitender Artikel. Das tägliche Brod. (Zu rbvs 's.) M ainz, 25. Januar. Das tägliche Brod, dem der heiße Kamps aller gegen alle gilt, fiel, wie unser Wochenabschnitt erzählt, unseren Vätern und Müttern in der Wüste vierzig Jahre lang täglich vom Himmel vor ihre Zelte nieder. Aber es war trotzdem schon damals der Probirstein dafür, ob wir dem Gesetze Gottes unfern ganzen Lebenswandel wirklich unterordnen oder nicht, ,'vo^ sb dk mvn *7^1 udjk. Als dieses Himmelsbrod niederfiel, begleitete es unser großer Lehrer mit dem Segen, den wir ihm noch heute in dem ersten Abschnitt unseres Tischgebets nachsprechen.!WD /th wo ^K-12»'^ [nb pw rms faru 21 ibx .(n"D iwn) p Drti itv Die Pflicht, Gottes bei dem Genuß segnend zu gedenken, knüpft das Gotteswort an die Mannaspende mit der Mahnung: ■jm ^2 AK man „Gedenke des ganzen Weges, den dich Gott dein Gott nun vierzig Jahre in der Wüste geführt hat, dich deine Armuth fühlen zu laffen, dich als Wahrzeichen hinzustellen, damit du erkennst, wie es mit deinem Herzen steht, ob du seine Gebote hüten wirst oder nicht. Er ließ dich deine Armuth fühlen und ließ dich hungern und speiste dich mit dem Manna, das du nicht gekannt und das deine Väter nicht gekannt, um dir so kund zu thun, daß nicht vom Brod allein der Mensch lebt, sondern auf allem, was dem Munde Gottes entstammt, der Mensch lebt. --Nun hüte die Gebote Gottes in seinen Wegen zu wandeln und ihn zu fürchten, wenn Gott, dein Gott dich in ein gutes Land bringt, zu einem Land mit Wasserbüchen, Quellen und Flüssen, die in Thal und Berg entspringen, ein Land mit Weizen, Gerste, Weinstock, Feigen und Granatäpfeln, ein Land mit Olivenöl und Dattelhonig.- wni ra&tw jtfoxi Wenn du dann gegessen und dich gesättigt hast, dann segne Gott für das Land, das er dir gegeben." Wenn wir uns zu Tisch niedersetzen, so blicken wir, indem wir unser Brod brechen, zu Gott empor pxn fB erb tnnart, der das Brod aus der Erde bringt. Der Segensspruch, den wir aber nach dem Genuß unserem großen Lehrer nachsprechen, ist von ihm über b'ebvi fB erb über Brod, das dem Himmel entstammt, zuerst gesprochen worden. Daß wir über unser irdisches Brod denselben Segen sprechen, welcher ursprünglich für das Himmelsbrod bestimmt war, legt die Erwägung nahe, daß in beiden Fällen die wunderbare Gotteswaltung dieselbe ist, mag sich die Pforte des Himmels oder der Schooß der Erde öffnen, um das Brod den hungernden Menschen zu gewähren. Vielleicht ist das Weizenkorn, dessen Triebkraft die Scholle durchbricht und die Frucht vervielfältigend erzeugt, kein geringeres Wunder als das Manna, welches der Himmel unmittelbar spendet. Und wenn wir in dem

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